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»Alleingelassen in der Flut«, »ZDF Zoom: die Spur« über den tragischen Tod von Bewohnern im Lebenshilfehaus in Sinzig

Zu einer Tragödie kam es in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 im Lebenshilfehaus in Sinzig. 12 Bewohner mit Behinderungen ertranken in ihren Zimmern im Erdgeschoss in den Fluten der Ahr.

Lesedauer 2 Minuten, 16 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 13. Mai 2022, DOI: https://www.guetsel.de/content/42973/7383165.html
»Alleingelassen in der Flut«, »ZDF Zoom: die Spur« über den tragischen Tod von Bewohnern im Lebenshilfehaus in Sinzig
Foto: Till Röhlig, ZDF

»#Alleingelassen in der Flut«, »ZDF Zoom: die Spur« über den tragischen #Tod von Bewohnern im Lebenshilfehaus in Sinzig

  • Zu einer Tragödie kam es in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 im Lebenshilfehaus in Sinzig. 12 Bewohner mit Behinderungen ertranken in ihren Zimmern im Erdgeschoss in den Fluten der Ahr.

Wasser drückt die Wände ein. Die #Ahr Flut reißt 12 Bewohner mit Behinderungen im Lebenshilfehaus in Sinzig in den Tod. »ZDF Zoom: die Spur« fragt ein Jahr nach der Tragödie: Wäre das Unglück vermeidbar gewesen? Zu sehen ist die Dokumentation »Allein gelassen in der Flut – der tragische Tod von 12 Menschen mit Behinderungen« am Mittwoch, 18. Mai 2022, 22.45 Uhr, im ZDF. In der ZDF Mediathek ist der Film von David Seeberg, Eser Aktay, Christina Helberg, Torben Becker und Johannes Musial ab dem Sendungstag, 12 Uhr, zwei Jahre lang verfügbar.

Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher: Wären die Bewohner vor der Flut an der Ahr früher gewarnt worden, hätten sie gerettet werden können. Gewarnt wurden sie, aber viel zu spät. Dabei kam das Wasser nicht überraschend – Zeit war genug.  

Die Menschen mit Behinderungen ertranken in einem Wohnheim der Lebenshilfe in Sinzig. Sinzig liegt fast am Ende der Ahr. In der Flutnacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 verwüsteten Wassermassen bereits seit Stunden die Ortschaften flussaufwärts der Ahr. Wirklich gewarnt wurden die Bewohner in Sinzig nach Recherchen von »ZDF Zoom« aber erst zirka eine halbe Stunde bevor eine Flutwelle das Haus unter Wasser setzte. In der Nacht hatte nur ein Betreuer Dienst. Alle Bewohner allein zu evakuieren, schaffte er nicht. Einigen rettete er noch das Leben, für 12 Bewohner reichte aber die Zeit nicht, sie blieben in ihren Zimmern im Erdgeschoss und ertranken. Keine #Feuerwehr, keine #Polizei – niemand war ihnen zur Hilfe geeilt.  

Um zu verstehen, was in der Flutnacht im Juli vergangenen Jahres geschah, gehen Christina Helberg und Johannes Musial den Geschehnissen auf den Grund. Akribisch rekonstruieren sie die Abläufe der Stunden bevor das Erdgeschoss des Wohnheims für Menschen mit Behinderungen in den Wassermassen der Ahr versank. Sie analysieren Social Media Videos, Warn Ketten, Hochwasserkarten und Satellitenbilder. Getrieben von der Frage, ob der Tod der 12 Menschen hätte verhindert werden können, versuchen sie die Zuständigkeiten von Behörden und Politik nachzuvollziehen. Mit Voranschreiten der Recherche treffen die Journalisten auf wütende Angehörige und traumatisierte Nachbarinnen, auf einen Feuerwehrmann und mutige Ersthelfer.

Ihre Recherche zeichnet das Bild eines beispiellosen Systemversagens. Die Frage bleibt: Muss jemand die Verantwortung für das Unvorhergesehene übernehmen? Und wie sollen die Hinterbliebenen ihren Frieden finden, wenn das nicht passiert?  

Rund um den ersten Jahrestag der Ahrtalflut im Juli wird es im ZDF einen Programmschwerpunkt zum Thema geben. Schon jetzt beschäftigt sich »plan b« am Samstag, 21. Mai 2022, 17.35 Uhr, in »Stadt, Land – unter? Konzepte gegen Starkregen« mit Maßnahmen zum Schutz vor solchen Naturkatastrophen.

»Die Spur« in der ZDF Mediathek

Salenti

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