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Parkhaus am Kreishaus: Preisgericht hat entschieden


Wie ein Schneckenhaus – Coesfelder Büro gewinnt …

Artikel vom 13. 12. 2018
Parkhaus am Kreishaus: Preisgericht hat entschieden
Landrat Sven-Georg Adenauer (Zweiter von rechts) gratulierte den Siegern des Parkhauswettbewerbs (von links): Silke Sicking, Meinhard Neuhaus, Britta Richter und Lisa Strewe.
»Die Arbeit überzeugt durch ihren klaren konzeptionellen Ansatz und Übertrag in eine formale Architektursprache, die sowohl die Aufgabe ‚Parkhaus‘ schlüssig löst, als auch den Ort selbstbewusst, aber angemessen besetzt.« Das ist der einleitende Satz des Preisgerichts über den Parkhausentwurf des Coesfelder Büros »Bock Neuhaus Partner«. 15 Teilnehmer hatten bei dem Architektenwettbewerb einen Entwurf für ein Parkhaus neben dem Kreishaus Gütersloh eingereicht. Der aus dem Münsterland hat die Jury unter Vorsitz von Prof. Eckhard Gerber, dem Architekten des Kreishauses, am meisten überzeugt. Landrat Sven-Georg Adenauer eröffnete am Mittwoch eine kleine Ausstellung im Foyer des Kreishauses, bei der alle 15 Entwürfe gezeigt werden.

Der Entwurf von »Bock Neuhaus Partner« sieht als einziger der 15 gezeigten eine Rampenlösung vor, die anderen setzen auf Splitlevel, das heißt versetzte Ebenen. »Wir halten die Rampenversion für sehr funktionell«, erläuterte Meinhard Neuhaus den Entwurf. Wie ein Schneckenhaus ziehe sich das Bauwerk nach oben. Bei einem Rampenparkhaus fährt und parkt man auf leicht geneigten Flächen und gewinnt so an Höhe, statt über steilere Auf- und Abfahrten zu fahren. Optional sieht der Coesfelder Entwurf eine Bepflanzung mit Gräsern vor und den Einsatz von Photovoltaik. 351 Autos würden in dem Parkhaus Platz finden. Der Kreis hatte eine Baukostenobergrenze von insgesamt 3,2 Millionen Euro vorgegeben.

Für den Architektenwettbewerb hatte der Kreis fünf Büros gesetzt und zehn weitere gelost. An diesem Losverfahren haben sich 192 Büros beteiligt. Gold und Silber ging an geloste Büros, hob Anke Dreier hervor, Abteilungsleiterin Gebäudewirtschaft. Auf den zweiten Platz kam das Büro ‚Deckert Mester Architekten‘ (Erfurt), auf den dritten »Schlattmeier Architekten« (Herford) und auf den vierten Platz das Büro Schoeps & Schlüter Architekten (Münster). Die Wettbewerbssumme von 22.000 Euro wurde unter den vier Bestplatzierten aufgeteilt. Die Reihenfolge der vier Bestplatzierten erfolgte einstimmig in dem zehnköpfigen Gremium, in dem neben Politikern und Architekten unter anderem auch Hennig Schulz, Bürgermeister der Stadt Gütersloh, saß.

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