»Woche der kleinen Künste 2021« in Gütersloh


Artikel vom 12. August 2021
»Woche der kleinen Künste 2021« in Gütersloh
Fotos: Marc Wilhelm, Simon Engelbert, Markus Haner

Das lange Warten hat sich gelohnt. Im engen Dialog mit dem Ordnungsamt der Stadt wurde für die die »Woche der kleinen Künste 2021« auf Basis der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen grünes Licht gegeben. Die beliebte Kulturveranstaltung wird in diesem Jahr vom 17. bis zum 20. August 2021 mit einem reduzierten Programm stattfinden. »Auch der große Zuspruch aus der Gütersloher Wirtschaft hat uns ermutigt, mit der ›Woche‹ ein Signal der Hoffnung und des Aufbruchs in eine neue Normalität zu setzen. Das ist der Beitrag für einen lokalen ›Neustart Kultur‹ – für die Stadt, die Mitglieder, die Sponsoren, die beteiligten Künstler und Techniker und auch für die gebeutelte Gastronomie.«

Das für 2020 geplante und ausgefallene Programm kann mit geringen Korrekturen zwischen dem 17. und dem 20. August 2021 über die Bühne gehen. Also einen Tag weniger als gewohnt. Wir können heute schon verraten, dass da ein paar musikalische Leckerbissen serviert werden. Mit dabei zum Beispiel »Rasga Rasga«. Das sind sechs musikalische Grenzgänger, zwölf Instrumente, vier Sprachen und ein Feuerwerk aus Emotionen. Dann ist da Rüdiger Baldaufs »Trumpet Night«. Mit großartigen Gästen wie zum Beispiel Silvia Dias, Joo Kraus, Lorenzo Ludemann und Bruno Müller und der »Jazzrausch-Bigband« aus München. Sie bringt eine Kernschmelze aus Bigband-Sound mit House und Techno-Musik auf den Dreiecksplatz.

Markus Schinkels »Voyager IV – New Pictures At An Exhibition«

Vor knapp 50 Jahren kam die LP »Pictures At An Exhibiton« auf den Markt und machte damit Emerson, Lake & Palmer (ELP) endgültig zu den größten Rocklegenden. Crossover Pianist und Keyboarder Marcus Schinkel lässt mit seiner exzellenten Band diese unverwechselbare Musik wiederaufleben und feiert damit in neuem Gewand den wildesten und progressivsten Synthezizerpionier aller Zeiten: Keith Emerson. Dabei bedient sich Schinkel neben diversen Tasteninstrumenten auch exotischen Klangkörpern wie der Laserharp. Mit dem ausdrucksstarken Sänger Johannes Kuchta, dem virtuosen Bassisten Fritz Roppel und Drummer Wim de Vries, der vom Jazzkrant zum »best drummer Benelux 2016« gewählt wurde, ist damit eine perfekte Supergroup vereint. Neben den Klassikern von ELP kommen auch neu bearbeitete Stücke aus dem klassischen Zyklus »Bilder einer Ausstellung« von Modest Mussorgsky zur Aufführung. Schinkel belässt es nicht beim bloßen Nachspielen sondern nimmt – wie es Keith Emerson es selbst einmal beschrieb »ein Motiv, kehre sein Innerstes nach außen, stelle es kopfüber, spiele es dann anders herum und studiere es von allen Seiten.«

Dienstag, 17. August 2021

Kraan

Was wäre die Geschichte der deutschen Rockmusik ohne Kraan? Die vier Ur-»Kraaniche« Gitarrist Peter Wolbrandt, Drummer Jan Fride Wolbrandt, Bassist Hellmut Hattler und Saxophonist Alto Pappert hoben 1971 zu ihrer einzigartigen Karriere ab, die 1974 mit ihrer dritten LP »Andy Nogger« einen ersten Höhepunkt erreichte. Sie wurde vom »Musikexpress« zur Platte des Jahres gewählt und landete in den amerikanischen Billboard-Charts auf Platz Neun der meistgespielten Vinyls in den Staaten. Es folgte mit »Kraan Live« einer der herausragenden Jazzrock-Alben seiner Zeit. Nach weiteren Erfolgen in den 80er- und 90er-Jahren wurde es dann ruhiger um die Band, bis sie 2003 ein fulminantes Comeback feierte und ihren Ruf untermauerten – als ein Füllhorn an Kreativität und Musikalität, die in dieser Form in Deutschland einzigartig ist. Im Jahr 2008 verschlankten sich »Kraan« zum klassischen Kern-Trio, ohne jemals so zu klingen. Peter und Jan Fride Wolbrandt sowie Hellmut Hattler wurden nicht zu Verwaltern des eigenen Erbes, sondern produzierten frische Alben, interpretierten die eigenen Klassiker virtuos, funky und mit viel Drive. Bei uns spielen sie zusammen mit Martin Kasper an den Tasten. So scheint der Höhenflug auch nach 50 Jahren ungebremst weiterzugehen.

Dienstag, 17. August 2021

»Analogue Birds«

Mit ihrem einzigartigen Sound beigeisterte die Band bereits bei der »Langen Nacht der Kunst« auf dem Dreiecksplatz. Nun ist es Zeit für die große Bühne. Seit 2004 präsentieren die Musiker bei Auftritten in ganz Europa außergewöhnliche Klänge und fette Beats auf höchstem Niveau. Die Band nutzt dabei Elemente von Jazz, Rock, World Music und Breakbeats ohne mit abgestandenen Klischees zu langweilen. Im musikalischen Mittelpunkt steht das Didgeridoo, das hier durch rhythmische Spielweise überraschend neue musikalische Akzente setzt. Pulsierendes Schlagzeug und simultan zum Didgeridoo gespieltes Keyboard erzeugen treibende Rhythmen, runde Subbässe und sperrige Effektflächen. Die arabische Kurzhalslaute Oud und ein faszinierender Gitarrensound steuern lyrische Verzierungen bei. Perkussion und Maultrommel, sowie der Einsatz von Live-Looping bilden das musikalische I-Tüpfelchen. Durch ihren energiegeladenen Austausch erschafft die Band so »unerhörte« Musik für Ohr, Herz und Tanzbein.




Mittwoch, 18. August 2021

Rüdiger Baldauf’s »Trumpet Night« featuring Silvia Dias

Ein Konzert-Highlight zwischen Jazz und Soul. Ein Treffen von Musikern der Extraklasse. Mastermind des Projekts ist der Trompeter Rüdiger Baldauf, der zu den vielseitigsten Instrumentalisten der Szene zählt – von den Heavytones (»TV Total«) über das Orchester Paul Kuhn bis zum »United Jazz and Rock Ensemble«. Und weil ein Horn noch keinen musikalischen Sommer macht, komplettieren Trompeten-Könner wie Joo Kraus und Lorenzo Ludemann die »Trumpet Night«, die aber auch anderen Instrumenten viel Spielraum lässt. So wird das »Blech« zum Beispiel um den großartigen Gitarristen Bruno Müller und die Sängerin Silvia Dias ergänzt. Die junge Portugiesin hat den Soul im Blut. Sie gründete bereits mit 15 ihre eigene Band, sorgte auf dem Jazzfestival in Montreux für Furore und erntete 2011 mit dem »Best Voice Award« der Musikmesse Frankfurt die verdienten Lorbeeren. Bühne frei für ein einzigartiges Ensemble, das instrumentale Virtuosität und intensive Emotionen der Musik in Einklang bringt.
























Mittwoch, 18. August 2021

Violetta Zironi


Die 26-jährige Singer-Songwriterin aus bella Italia startete bereits mit 16 ihre Karriere. Der große Durchbruch gelang ihr 2013 bei der italienischen Ausgabe von »X-Factor«. Hier belegte sie den dritten Platz und ihre Single feierte in den Top-Ten der Charts große Erfolge. Den Ritterschlag erlebte sie dann ein Jahr später in den USA, als sie auf einem Festival von Ben E. King ausgewählt wurde, um mit ihm »Stand by me« zu singen. Neben ihrer sanften, aber ausdruckstarken Stimme begeistert ihr filigranes Saitenspiel – mal auf Ukulele oder an der Gitarre. Ob in Italien, ihrer Wahlheimat Berlin oder auf Konzerten und Festivals all over Europe – die Menschen hängen an ihren Lippen und genießen wahrlich traumhafte musikalische Stunden.




Donnerstag, 19. August 2021

 

Mayito Rivera featuring Conexion Cubana

Sie touren seit vielen Jahren weltweit und sind derzeit eine der gefragtesten, aufstrebenden Son Cubano Gruppen. In Kuba selbst ist die Band in aller Munde: Conexion Cubana begeistern mit ihrer Spielfreude und ihrem Ideenreichtum aber auch durch erstklassige kubanische Musiker. Überschäumende Lebensfreude gepaart mit traditionellem Son Cubano macht diese Gruppe so erfolgreich.

Und als wäre das noch nicht genug: Mit am Start Mayito Rivera. Er ist ohne Zweifel einer der bedeutendsten zeitgenössischen Sänger Kubas. Mehr als 20 Jahre lang war er die markante Stimme und das Gesicht der erfolgreichsten, kubanischen Band »Los Van Van«.

Ob Son, Rumba, Afro oder Salsa, Bolero oder Timba – wenn Mayito Rivera singt, tremoliert und koloriert, ist das grundsätzlich preisverdächtig. Für seine herausragende Stimme wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet und gewann unter anderem zusammen mit Los Van Van den Grammy-Award. Für sein Soloalbum »Negrito Bailador« erhielt er eine weitere Grammy-Nominierung in der Kategorie »Best Salsa Album of the Year«.

Donnerstag, 19. August 2021

»RasgaRasga«

Sechs Freunde, zwölf Instrumente, fünf Sprachen und ein Feuerwerk aus Emotionen. »RasgaRasga« ist pure Energie. Wenn sie mit ihrer starken Präsenz die Bühne entern und zu ihrem irren Musikmix ansetzen, ist das wie eine Stromschnelle, die dich aus dem Alltag reißt und an einen bunten und glitzernden Ort trägt. Sie kombinieren Einflüsse des Balkan-Pop mit traditionellen Rhythmen der mediterranen Musikkultur. Franziska Schuster (Gesang und Akkordeon), Jonas Krause (Geige, Posaune, Gesang), Lukas Fischer (Trompete, Bellfront, Bassposaune), Benedikt Fischer (Gitarre, Banjo, Gesang), Gregor Brändle (Bass, Gesang) und Felix Kuthe (Schlagzeug) zelebrieren keine Folklore für Traditionalisten, sondern zeitgenössische, mitreißende Weltmusik – mal poppig, mal mit viel Swing gespielt, oft auch in die Beine gehend. Das Fundament legen Schlagzeug, Bassposaune, Bass und ordentlich Brass. Darüber legen Harmonie-Instrumente wie Akkordeon, Gitarre und Banjo den Groove. Zudem sorgen Trompete und Violine für einen erstaunlichen Facettenreichtum. Und über allem schwebt der Leadgesang von Franziska Schuster, die mit ihrer entwaffnenden Stimme begeistert.

Freitag, 20. August 2021

»Jazzrausch-Bigband«



Wer nach den Begriffen »Jazz« und »Bigband« ein traditionelles Ensemble erwartet, wird schon nach den ersten Takten vom Gegenteil überzeugt. Denn hier wird die Kernschmelze aus Bigband-Sound und Techno und House zelebriert. Keimzelle und Ausgangspunkt der musikalischen Reise ist eine Münchner Institution: das Harry Klein, einer der renommiertesten Techno-Clubs Europas. Im Jahr 2015, nur ein Jahr nach ihrer Gründung, wird die Jazzrausch Bigband Artist in Residence im »Harry« und das junge Publikum flippt aus. Eine Bigband im Club – wirklich einmalig, für München und die Welt. Schnell werden die Bühnen größer und die Band gastiert auf allen namhaften Festivals in der ganzen Welt. So ist es nicht übertrieben, die Band ein Phänomen zu nennen. Bereits die erste LP sorgte für Furore und als die Münchner im letzten Jahr mit »Beethoven’s Breakdown« nachlegten, standen nicht nur Klassik-Fans die Münder offen. Mit ihrem neuesten Meisterwerk »Téchne« setzen sie erneut Maßstäbe für eine Musik, die sich in kein Korsett zwängen lässt. So erfüllt der Sound in mehrerlei Hinsicht Sehnsüchte: Für die der Clubgänger nach mehr Echtem, Handgemachtem, Frischem und Originellem. Und für die Jazz- und Klassik-Hörer nach mehr Wumms, Entertainment, nach großem Sound und fettem Groove.

Freitag. 20. August 2021

Informationen zur Veranstaltung

»Da die Veranstaltung auf Basis der Inzidenzstufe Eins bereits genehmigt wurde, sind wir guter Hoffnung, den Dreiecksplatz vom 17. bis zum 20. August 2021 wieder mit musikalischen Leben erfüllen zu können. Über www.dreiecksplatz-gt.de/events können sich alle Interessierten dann umfassend informieren. Die exakten Abläufe zu Coronabestimmungen und Tickets werden wir dann in der 32. Kalenderwoche bekanntgeben«, so die Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz.

Ab Freitag gilt im Kreis Gütersloh die Inzidenzstufe Zwei. Das heißt: Besucher müssen jetzt eine Maske tragen und dürfen diese erst am Sitzplatz absetzen. Außerdem liegen auf den Tischen Adresslisten, die Rückverfolgbarkeit garantiert sein muss. Zuschauer müssen sich für die einzelnen Konzerte online registrieren und geimpft, getestet oder genesen sein. Die Online-Registrierung für die einzelnen Konzerte ist ab 16 Uhr am Freitag, 13. August 2021, möglich.

Der Zugang zum Dreiecksplatz erfolgt über zwei Eingänge: Der eine liegt auf Höhe der Max-Reinhardt-Straße, der andere an der Feldstraße gegenüber vom Theodor-Heuss-Platz. Dort wird ein plakatierter Bauzaun auch die Sicht auf den Platz verhindern, um Ansammlungen zu vermeiden. Bereits bei der Bestellung müssen die Gäste angeben, welche der drei »G-Nachweise« sie am Eingang vorzeigen werden. Der einmal gewählte Platz sollte weitgehend nicht mehr verlassen werden, am Platz können sich alle auf eine Liste zur Nachverfolgbarkeit eintragen. Auf die »Luca«-App wird wegen des doppelten Aufwands verzichtet.

Auf dem Gelände herrscht Maskenpflicht, am Sitzplatz nicht. Getränke- und Imbissstände wird es nicht geben. Die anliegende Außengastronomie vom Café Ankoné, dem Café Nes und dem Eiscafé Pink Pinguin gehört zum »Festivalgelände« und wird unter Coronaauflagen bedienen.

Gefördert wird die Veranstaltung vom Kultursekretariat Nordrhein-Westfalen. 

Alle Konzerte werden vom »Neustart Kultur« unterstützt.


Kommentar von Harry65, 13. August 2021, 20.10 Uhr

Nicht, dass Du weggejagt wirst! 😎

Kommentar von Anonym, 13. August 2021, 20.03 Uhr

Kraan! Jawoll. Mal gucken, ob ich mich an die Straße stelle. Von da aus hört man ja auch was! Inder Menge will ich nicht sitzen.

Kommentar von Bernhard Möller, 10. August 2021, 13.16 Uhr

Echt hochkarätig….Gruß vom Toiletten Betreuer !

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