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450 wollen Hebamme werden – der erste Teil des Bewerbungsverfahrens für den neuen Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft an der FH Bielefeld ist abgeschlossen

Seit Herbst vergangenen Jahres ist bekannt, dass die Fachhochschule (FH) Bielefeld ab dem kommenden Wintersemester 45 Studienplätze im neuen Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft anbietet. Die FH kooperiert dabei mit den Praxiszentren für angewandte Hebammenwissenschaft (PZHW) an den Standorten der Hebammenschulen in Minden und Paderborn

Lesedauer 2 Minuten, 29 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 1. September 2021

450 wollen Hebamme werden – der erste Teil des Bewerbungsverfahrens für den neuen Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft an der FH Bielefeld ist abgeschlossen
Bielefeld (fhb). Seit Herbst vergangenen Jahres ist bekannt, dass die Fachhochschule (FH) Bielefeld ab dem kommenden Wintersemester 45 Studienplätze im neuen Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft anbietet. Die FH kooperiert dabei mit den Praxiszentren für angewandte Hebammenwissenschaft (PZHW) an den Standorten der Hebammenschulen in Minden und Paderborn. Um einen der begehrten Studienplätze zu bekommen, mussten sich Interessierte zunächst im Bewerbungszeitraum, der vom 1. Januar bis 28. Februar lief, bei den PZHWs bewerben. Mehr als 450 Bewerbungen sind bei den Praxiszentren in Minden und Paderborn eingegangen. Wer in diesem ersten Teil des Bewerbungsverfahrens einen Praxisvertrag erhalten hat, kann sich seit dem 15. Mai an der FH Bielefeld um einen Studienplatz bewerben.

»Studierende brauchen einen solchen Vertrag mit der Praxis, da das Studium zur Hälfte aus praktischen Einsätzen, sogenannten Praxismodulen, besteht. Diese sind eng mit den theoretischen Modulen verzahnt«, erklärt Prof. Dr. Michaela Brause, die als Dekanin des Fachbereichs Gesundheit der FH Bielefeld für den Aufbau des neuen Studiengangs verantwortlich ist. Der Vertrag sichert den Studierenden eine zuverlässige praktische Ausbildung nach den Vorgaben der Studien- und Prüfungsverordnung und dem Hebammenreformgesetz für die gesamte Dauer des Studiums.

Die Studierenden werden von den PZHW auf kooperierende Krankenhäuser in der Region verteilt, die zu dem Konzern der Mühlenkreiskliniken AöR im Kreis Minden-Lübbecke und der St. Vincenz GmbH in Paderborn gehören, aber auch in weitere Kooperationskliniken wie dem Sankt-Johannisstift in Paderborn, dem Evangelischen Klinikum Bethel und dem Franziskus Hospital in Bielefeld, dem Städtischen Klinikum und dem Sankt-Elisabeth-Hospital in Gütersloh, dem Klinikum Lippe Detmold sowie voraussichtlich dem Evangelischen Klinikum Lippstadt.

»Über die bestehenden Kooperationen mit freiberuflich tätigen Hebammen, Hebammenpraxen und Geburtshäusern hinaus hoffen wir, durch die Etablierung des Studienganges noch weitere Kolleginnen als Kooperationspartner gewinnen zu können. Die Studierenden verbringen gute 15 Wochen des praktischen Studiums im außerklinischen Kontext, um das gesamte Tätigkeitsfeld des Berufes zu erlernen«, berichtet die Hebamme Meike Meier vom PZHW Minden.

„Über die Praxiszentren wird die Einsatzplanung und die Anleitung der Studierenden in der Praxis koordiniert. Wir als Fachhochschule profitieren hier von der Expertise und den Erfahrungen der ehemaligen Hebammenschulen in der praktischen Ausbildung“, ergänzt Dekanin Brause. Die Hochschule übernimmt dabei die Gesamtverantwortung für das Hebammenstudium. „Wir liegen mit den Planungen in der Endphase. Der vorgegebene Zeitrahmen war knapp, aber in Kooperation mit den erfahrenen Praxiszentren und inzwischen auch mit jeder Menge Fachexpertise vor Ort werden wir ein zielgerichtetes und gleichzeitig spannendes Studium anbieten können“, so Brause.

Michaela Bremsteller vom PZHW Paderborn ergänzt: »Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit der FH Bielefeld im neuen Hebammenstudium und über das große Interesse an der Ausbildung bei unseren Kooperationspartnern. Dieses Engagement trägt dazu bei, die Hebammenversorgung in OWL sicherzustellen.«

Die Fachhochschule Bielefeld weist darauf hin, dass für Bewerberinnen, die noch keinen Vertrag haben, über die Wartelisten an den PZHW bis Ende August die Chance besteht, nachzurücken. Hintergrund: Es ist davon auszugehen, dass sich Bewerberinnen an mehreren Hochschulen beworben haben und deswegen nicht alle zugesagten Stellen auch tatsächlich angetreten werden. Insgesamt gibt es in Nordrein-Westfalen 300 Studienplätze für Hebammenwissenschaft. Der nächste Bewerbungszeitraum bei den PZHW startet am 1. Januar und läuft bis 28. Februar 2022.

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