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Rückenwind für die Grundrente


Bundestagsabgeordnete Elvan Korkmaz diskutiert SPD-Grundrentenkonzept mit Wohlfahrts- und Sozialverbänden. Das von Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, vorgeschlagene Konzept überzeugt …

Artikel vom 14. 3. 2019
Rückenwind für die Grundrente
Karl-Heinz Drossel (VdK), Jürgen Jentsch (Seniorenbeirat, AG60+), Dennis Schwoch (DRK), Elvan Korkmaz,MdB, Julia Stegt (Paritätischer Wohlfahrtsverband), Volker Brüggenjürgen (Caritas), Karin Bettenworth (ASF)
Bundestagsabgeordnete Elvan Korkmaz diskutiert SPD-Grundrentenkonzept mit Wohlfahrts- und Sozialverbänden. Das von Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, vorgeschlagene Konzept überzeugt. »Es geht um die Sorgen vieler Menschen vor Armut im Alter und um ein Signal der Anerkennung«, so die heimische Bundestagsabgeordnete Elvan Korkmaz (SPD).

Der Vorschlag, mit dem sich die Große Koalition beschäftigt, sieht vor, dass jeder der jahrzehntelang in die Rentenversicherung eingezahlt hat, über eine Rente verfügen soll, die im Normalfall das Auskommen im Alter sichert. »Die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung ist ein wichtiger Schritt, um die verdeckte Armut im Alter zu beseitigen. Sie erreicht auch die Menschen, die aus Scham oder Unwissenheit ihren Anspruch auf Grundsicherung im Alter nicht wahrnehmen«, meint Julia Stegt, Kreisgruppengeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Sie setzt sich dafür ein, dass die Grundrente bereits ab 25 Beitragsjahren greift. Die Einführung einer Grundrente begrüßte auch der Vorstandsvorsitzende des DRK Gütersloh Dennis Schwoch, der jedoch auch einwendete, dass der etwaig errechnete Grundrentenzuschlag im Ergebnis immer noch zu gering sei.

Die Grundrente soll den Auftrag des Koalitionsvertrags umsetzen: Nach Jahrzehnten der Arbeit, Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen soll jeder am Ende besser dastehen, als hätte er keine oder nur kurzzeitig Beiträge geleistet. Caritas Vorstand Volker Brüggenjürgen zeigte sich erfreut über die Vorschläge der SPD zur Grundrente und auch über das darüber hinausgehende Sozialstaatspapier. Er meint: »Sozialpolitik wieder ins Zentrum der politischen Diskussion zu rücken – das ist der richtige Weg«.

Von der Grundrente werden drei bis vier Millionen Menschen profitieren können, ein großer Anteil davon sind Frauen. Da bei der Anerkennung von Lebensleistung nicht zwischen heutigen und künftigen Rentnerinnen und Rentnern unterschieden werden kann, gelten die Regelungen für alle. Jürgen Jentsch, Vorsitzender des AWO Kreisverbandes Gütersloh sowie Vorsitzender des Seniorenbeirats, sieht in der fehlenden Anerkennung und der geringen Rentenzahlungen trotz hart erarbeiteter Rentenpunkte »eine von vielen Ursachen von Politikverdrossenheit«. Jentsch, der für die SPD von 1995 bis 2005 im nordrhein-westfälischen Landtag saß, fordert seine Partei auf, beim Thema Grundrente hart zu bleiben.

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