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Erfolgreiches Projekt »Fred« in der Kita Teismannsweg


Kooperation zwischen Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh und der Stadt Gütersloh …

Artikel vom 6. 12. 2018
Erfolgreiches Projekt »Fred« in der Kita Teismannsweg
Gelungene Kooperation der Lebenshilfe und der Stadt Gütersloh beim Projekt »Fred«: (von links): Roland Thiesbrummel, Gülistan Arslan, Bettina Kirchner, Ingrid Auweiler, Melanie Bittner, Stephanie Borghoff, Andreas Henke, Ilana und Leyla Anni.
»Fred« ist der Name eines plüschiges Frosches, der in die Kita kommt und mit den Kindern spricht und spielt. »Fred«, so heißt auch das Frühförderprogramm, das in der Kindertagesstätte Teismannsweg in Kooperation mit dem Fachbereich Jugend und Bildung der Stadt Gütersloh und der Lebenshilfe Gütersloh durchgeführt wurde. Der sechsjährigen Ilana hat das gut gefallen und ihre Mutter Leyla Anni sagt: »Ilana hat begeistert von diesen besonderen Stunden erzählt.«

Die Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh hat in den vergangenen drei Jahren gemeinsam mit Bildungseinrichtungen in Gütersloh und Werther inklusive Gruppenangebote entwickelt, in denen sich Kinder mit und ohne Behinderung spielerisch mit Themen wie Soziales Lernen, Sprache, Medienkompetenz oder künstlerisches Gestalten auseinandersetzen konnten. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Aktion Mensch. Insgesamt nahmen rund 170 Kinder aus Kindertagesstätten, Grundschulen und dem Offenen Ganztag an den Maßnahmen teil. Ziel des Projektes ist es, das Wissen und die Erfahrungen von Frühförderkräften auch beim Übergang von der Kita in die Schule zu nutzen.

Die Leiterin des Bereichs Frühförderung, Stephanie Borghoff, machte sich gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen auf die Suche nach geeigneten Kooperationspartnern im Kreis Gütersloh und fand im Grundschulverband Werther-Langenheide, der Grundschule Blücherschule in Gütersloh und auch im Fachbereich »Jugend und Bildung« der Stadt Gütersloh interessierte und engagierte Kooperationspartner. Die Lebenshilfe ist zwar vielen Kindertagesstätten durch die Frühförderung einzelner Kinder bekannt, die gemeinsame Entwicklung und Etablierung von inklusiven Gruppenangeboten war jedoch etwas Neues. So entstand eine Kooperation auf Augenhöhe zum Wohle der Kinder.

Nach einer Phase des gegenseitigen Kennenlernens nahm das Pilotprojekt Fahrt auf und wurde unter anderem in der Tagesstätte für Kinder im Teismannsweg in Gütersloh umgesetzt. In Gruppen von 6 bis 8 Kindern wurde an unterschiedlichen Entwicklungsthemen gearbeitet. Das entdeckende Lernen erfolgte miteinander und voneinander, ohne dass dies von den Kindern so wahrgenommen wurde. Nicht nur für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Sprachbarrieren waren die gemeinsamen Stunden bereichernd, sondern für alle Beteiligten. "Jedes Kind kann etwas anders und somit lernen alle voneinander. Je früher das für alle selbstverständlich ist, desto inklusiver wird die Gesellschaft", sagte Stephanie Borghoff. Anschließende Elternbefragungen zum Projekt ergaben, dass sich das Selbstbewusstsein, das Sprachvermögen, die Motorik, aber auch die sozialen Fähigkeiten der Kinder positiv entwickelt haben.

Für die teilnehmenden Kinder bot auch die kleine Gruppe, die immer mit zwei Erwachsenen- einer Erzieherin der Kita und der Projektmitarbeiterin besetzt war, eine große Chance. Gerade stillere Kinder oder Kinder, die die deutsche Sprache gerade erst erlernen, profitierten ungemein von der geschützten Situation, hält Bettina Kirchner, Fachberaterin der städtischen Kitas, einen weiteren positiven Effekt fest.

Auch das Thema »Transitionsbegleitung« nahm im Projekt einen großen Stellenwert ein. Als Beispiel für eine Transitionsbegleitung kann der begleitete Übergang vom Kindergarten in die Schule bezeichnet werden. Dabei ist es wichtig, alle Beteiligten in den Blick zu nehmen und am Prozess zu beteiligen, da der Übergang vom Kindergarten in die Schule Veränderungen der Lebensumwelt mit sich bringt, die das Kind bewältigen muss.

Da wir heute wissen, dass alle Übergänge für Kinder durchaus »Krisen« darstellen können, ist die Partizipation der Kinder an dieser Situation unerlässlich. Gegenseitige Besuche der jeweiligen Institutionen, das gemeinsame besprechen der Bildungsdokumentation mit Eltern und Kindern, das Herstellen von »Übergangsobjekten« und vieles mehr können ein zukunftsweisender Weg sein.

Gelungen ist dies der Lebenshilfe gemeinsam mit der Grundschule Blücherschule, die von Kindern aus ganz verschiedenen Herkunftsfamilien besucht wird. Die positive Einstellung der Schulleitung, des Kollegiums und der Offenen Ganztagsschule zum Thema Inklusion ist ausschlaggebend für den Erfolg eines solchen Projektes.

Für das Kunstprojekt »Gut ankommen und bleiben« wurden 6 Erstklässler ausgewählt – manche eher schüchtern und noch ohne Anschluss in der Schule, andere eher laut und extrovertiert. Schnell wuchs die Gruppe zusammen und gestaltete gemeinsam eine Collage des Schulgebäudes, die von plastischen Figuren der beteiligten Kinder eingerahmt wurde. Dass die Kinder neben dem Spaß noch Impulse für den Umgang mit Unsicherheiten in ihrer neuen Rolle als Schulkind bekamen, war Nebensache. Sie freuten sich über ihr gelungenes Werk.

Aufgrund der guten fachlichen Zusammenarbeit und der positiven Rückmeldungen von den Eltern planen die Stadt Gütersloh und die Lebenshilfe, das erfolgreiche Projekt auch mit weiteren interessierten Kindertagesstätten und Grundschulen durchzuführen.

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