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Schülerinnen und Schüler der Martinschule arbeiten für tolle Tiere


Zwölf Schülerinnen und Schüler der Martinschule Rietberg verbrachten den größten Teil ihrer Projektwoche auf dem Lebenshof in Varensell. Von und mit Tieren, die wegen ihres Alters, Verhaltensproblemen oder Krankheiten nicht mehr erwünscht waren, lernten die Jugendlichen viel über Hunde, Katzen, Pferde, Esel, Mäuse und Hühner …

Artikel vom 13. 6. 2018
Schülerinnen und Schüler der Martinschule arbeiten für tolle Tiere
Üben mit den Handpuppen. Im Hintergrund einige der Plakate, die im Laufe der Woche entstanden
Zwölf Schülerinnen und Schüler der Martinschule Rietberg verbrachten den größten Teil ihrer Projektwoche auf dem Lebenshof in Varensell. Von und mit Tieren, die wegen ihres Alters, Verhaltensproblemen oder Krankheiten nicht mehr erwünscht waren, lernten die Jugendlichen viel über Hunde, Katzen, Pferde, Esel, Mäuse und Hühner.

Die Projektwoche startete mit dem Besuch der Vereinsvorsitzenden von »Achtung für Tiere« in der Martinschule. Tierärztin Astrid Reinke sprach über den tiergerechten Umgang mit Hund, Katze, Maus, über Tierzirkus, Tierversuche und Tiere, die für die menschliche Ernährung leiden und sterben. Am nächsten Tag begrüßten Vereinsmitglieder Jugendliche und Begleitpersonen auf dem Lebenshof mit einem reichhaltigen veganen Frühstück. Dabei erläuterten sie, wie tierfrei essen lecker und gesund gelingt.

Die Mädchen und Jungen halfen Pferdeäppel zu sammeln, Katzenklos zu säubern, Mäusekäfige aus- und wieder einzuräumen, den Hühnerfreilauf zu reinigen viel Arbeit für viele Tiere stand auf dem Programm. Spaziergänge mit den unternehmungslustigen Vereinshunden und die Körperpflege der freundlichen Eselsenioren Lotta, Mira und Benjamin bereiteten viel Spaß. In Gesprächen, mit Handpuppen und auf Plakaten setzten sich die Jugendlichen damit auseinander, wie Tiere leben würden, wenn man sie ließe und worunter sie in Wirklichkeit oft zu leiden haben.

Lehrerin Edeltraud Buschsieweke urteilt: »Der Lebenshof ist ein wunderbarer Ort für Tier und Mensch. Die Zeit verging wie im Flug. Unsere Schülerinnen und Schüler waren unglaublich motiviert, überwanden Ängste, bauten Kontakte auf und erlebten spannende und glückliche Momente beim Zusammensein mit den Tieren. Deren Lebens- und Leidensgeschichten berührten die Kinder und Jugendlichen. Sie entwickelten viel Einfühlungsvermögen und gingen behutsam mit allen Tieren um. Bemerkenswert, wie gut sie bei einem Altersspektrum von 10 bis 17 Jahren, kooperierten!« Sie zitiert aus den Feedbacks: »Das Saubermachen war einfach toll!«, »Der Tierschutzhof war Klasse. Am liebsten würde ich dort einziehen.« »Alle Tiere waren sooo lieb! Dass wir Spazierengehen und Esel putzen durften, war toll!« und für Kiara steht fest: »Tiere dürfen nicht gequält werden.«

Reinke resümiert: »Dieses zweite Projekt mit der Martinschule wird wieder lange im Gedächtnis bleiben. Menschen und Tiere haben die Zeit genossen. Dass viele Tiere so sehr gequält werden dürfen, liegt daran, dass sie sich nicht als liebenswerte Persönlichkeiten, Freunde und fürsorgliche Eltern von Tierkindern zeigen können, und daran, dass Tierleid geheim gehalten wird. Junge Menschen unbewusst in Tierleid zu verwickeln steht im Widerspruch zum Erziehungs- und Bildungsauftrag. Schulen können dazu beitragen, dass aus Heranwachsenden mitfühlende Erwachsene und (selbst-)kritische Bürgerinnen und Bürger werden. Dieses Projekt war ein motivierender Schritt in diese Richtung!«

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