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In Gütersloh sind wir ja sowieso


So manche Gütersloher Firma hält der GÜWA nach wie vor die Treue, ebenso, wie es Anbieter von Tütensuppen, Wintergärten und Gemüsereiben aus der ganzen Republik tun. Wer über die Gütersloher …

Artikel vom 10. 2. 2005
In Gütersloh sind wir ja sowieso
So manche Gütersloher Firma hält der GÜWA nach wie vor die Treue, ebenso, wie es Anbieter von Tütensuppen, Wintergärten und Gemüsereiben aus der ganzen Republik tun. Wer über die Gütersloher Wirtschaftsausstellung flaniert, findet sich beispielsweise durch die Firma »Pallhuber« aus Langenlohnsheim oder »Vorwerk Staubsauger« an Geschichten von Loriot erinnert – für Humor ist also immerhin gesorgt. Ein Humor, den die Stadt Gütersloh selbst nicht hat: Sie diskutiert, an der nächsten GÜWA nicht mehr teilzunehmen (Vorschlagsliste der Steuerungsgruppe zur Konsolidierung des Haushaltes 2004), was eine Einsparung von 20.000 Euro mit sich brächte – klar definierte Kosten für einen »Messestand« in einem Zelt – und in Gütersloh sind wir ja sowieso.

In diesem Zusammenhang wurden auch die Mittel des just gegründeten Stadtmarketing für das nächste Jahr um 35.000 Euro zusammengestrichen – Personal- und Raumkosten sind aber weiterhin gedeckt. Da sollte der Spaß eigentlich aufhören, und er tut es auch: Ein Sponsoringangebot für den immer noch nicht vorhandenen Internetauftritt der Gütersloh Marketing GmbH wurde mit Hinweis auf die Entscheidung für eine Lösung aus Lübeck abgelehnt.

Die GÜWA selbst betreibt auf zeitgemäße Art und Weise ebenfalls Marketing und Public Relations auf Sparflamme – wenn man vom Logo der traditionellen Rahmenveranstaltung »Michaeliswoche« absieht, das die Anmutung eines Atomkraftwerks vermittelt und das den einstigen Vorsitzenden Jürgen Hintzler veranlassen würde, sich im Grabe umzudrehen. Auch die Aktion »Ein Herz für Gütersloh«, deren Anlehnung an »Ja zu Gütersloh« begrüßenswert ist, wurde so kostenneutral durchgeführt, daß bis dato neben zwei jungen Damen im roten Overall und einigen Zeitungsartikeln wenig davon wahrzunehmen war – so spart man nicht nur Geld, sondern auch Gedanken. Die Idee, eine zeitgemäße Veranstaltung wie die Herforder »Herbstzeitlose« nach Gütersloh zu portieren, führte ebenfalls zu begrüßenswerten Gedankensparmaßnahmen: Wir haben ja die GÜWA. Auch eine Initiative von rund 35 Gütersloher Unternehmen, die 2001 eine eigene Messe in der Stadthalle veranstaltet hatten, sparte beispielsweise Zeit für Maria Unger, die einer Einladung zur Messe nicht folgte, Geld für die Stadthalle, die rund 25.000 Mark erhielt und sogar einen Beamer für die Bühnenshow gleich doppelt vermietete und die Stadthallengastronomie, die die Messe erfreulicherweise mit nur einer Mitarbeiterin bewirtete, was auch hier Kosten sparte.

Der nächste städtische Höhepunkt ist die Aktion »Ansichtssache – der Berliner Platz«. Hier werden Landesgelder aus der Aktion »Ab in die Mitte« für vielversprechende kulturelle Highlights wie ein Bierkastenlabyrinth oder »Ladenhüter« (Künstler in leerstehenden Geschäften) ausgegeben. Auch das alte Rathaus wird wiederauferstehen – allerdings nicht auf Kosten vergnügungssüchtiger Ölscheichs sondern finanziert aus angeblich leeren Landeskassen. Wer vor diesem Hintergrund die aktuellen politischen Diskussionen nicht lustig findet, hat schlicht keinen Humor.

Dieser Artikel gibt nicht die Meinung der Redaktion von guetsel.de wieder. Die OASE ist ein Zusammenschluß von namhaften Gütersloher Einzelhändlern, deren Namen der Redaktion bekannt sind, und die sich in unregelmäßigen Abständen in dieser Form äußern.

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