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Entschleunigen in der Natur

Bildungsferien mit der Familie-Osthushenrich-Stiftung lockten 14 Kinder in das »Wildniscamp«

Lesedauer 2 Minuten, 13 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 4. April 2016
Entschleunigen in der Natur
Als die Vertreter von der VHS und der Familie-Osthushenrich-Stiftung den »Wildniscampern« einen Besuch abstatteten, schnitzten die Mädchen und Jungen am Lagerfeuer gerade aus verschiedenen Hölzern Speere, Wurfstöcke und Heringe für ihre Zelte.

Gütersloh (gpr). Ein knisterndes Lagerfeuer, viele geschnitzte Wurfhölzer, leckere Kartoffelsuppe und fröhliche Kinderstimmen: Es war wieder »Wildniscamp«-Zeit auf der Wiese am Biolandhof Mertens-Wiesbrock. Das Projekt ist Teil der »Erlebniswochen«, den Bildungsferien, die die Volkshochschule (VHS) Gütersloh gemeinsam mit der Familie-Osthushenrich-Stiftung anbietet. 14 Mädchen und Jungen erlebten vier Tage lang die Natur hautnah. »In erster Linie wollen wir die Wahrnehmung der Kinder gegenüber der Natur schärfen«, erklärte Wildnispädagoge Georgios Paltsanitidis ein wichtiges Anliegen, »das erreichen wir spielerisch und im Umgang mit Werkzeug.« Gemeinsam mit Linda Marek, ebenfalls Wildnispädagogin, gestaltete Paltsanitidis die Tage mit verschiedenen Aktivitäten aus.

»Das Alltagsleben ist schnell«, sagte VHS-Leiterin Dr. Birgit Osterwald, »hier sollen die Kinder die Ruhe und Langsamkeit wiederentdecken und können entschleunigen.« Dass die Acht- bis Zwölfjährigen konzentriert und dennoch gelassen bei der Sache waren, konnten sie, Dr. Burghard Lehmann, Geschäftsführer der Familie-Osthushenrich-Stiftung, und Dr. Regina Bredenbach-Rämsch (VHS) etwa beim gemeinsamen Schnitzen am Lagerfeuer beobachten. Während der Regen auf das Zeltdach prasselte, stellten die Kinder in Ruhe aus Pappel-, Linden-, Weiden- und Haselhölzern kleine Wurfstöcke und Speere, aber auch Heringe für die Zelte her. »Man muss aufpassen, dass man einen richtig guten Griff hinbekommt«, erklärte ein Kursteilnehmer eifrig. Und ein Mädchen fügte hinzu: »Es ist zwar anstrengend, weil man viel Kraft braucht, aber es macht auch riesig Spaß – obwohl es viel Zeit benötigt, bis es fertig ist.«

Dass sich das Wetter nicht jeden Tag von seiner besten Seite zeigte, machte keinem der jungen Wildcamper etwas aus. Selbstständig und gemeinsam kümmerten sich die Kinder um ihr Lager und übernahmen Verantwortung – etwa dann, wenn sie mit einem Messer ihre Wurfstöcke anfertigten. »Wir besprechen gemeinsam, warum es gut ist, ein scharfes Messer zu haben und worauf man gleichzeitig Acht geben muss«, erläuterte Paltsanitidis. Auch das Thema »Feuer« wurde beleuchtet. »Wie mache ich Feuer? Und welche Gefahren birgt es?«, nannte der Wildnispädagoge nur einige Aspekte. Zudem war ein Ausflug in den Wald geplant. Dort sollte es um Tiere und Spuren gehen, aber auch darum, zu lernen, sich aufmerksam in der Natur zu bewegen. »Die Kinder sollen insgesamt eine positive Erfahrung mit ‚Draußen‘ machen«, schilderte Paltsanitidis. Ein wichtiges Grundmotiv seiner Arbeit sei, dass die Mädchen und Jungen vieles selbst entdeckten und durch Fehler und Fragen lernten. Der Wildnispädagoge betonte aber: »Das primäre Ziel ist, dass die Kinder Spaß und Freude haben.«

Die Bildungsferien werden von der Familie-Osthushenrich-Stiftung unterstützt. Es ist bereits der achte Durchlauf. Die Stiftung hat im Laufe der Zeit bereits über 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Und nach wie vor erfreut sich das Angebot großen Interesses. Allein für die Osterferien gab es 169 Anmeldungen für die verschiedenen Veranstaltungen. Die Anmeldungen für das ganze Jahr belaufen sich derzeit auf insgesamt 615. In diesem Jahr werden 67 unterschiedliche Projekte angeboten.

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