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Mehr Patientensicherheit durch gemeinsame Entscheidungen – Arzt-Patienten-Kommunikation auf Augenhöhe

Operieren, medikamentös behandeln oder zunächst abwarten – bei vielen Erkrankungen gibt es verschiedene, gleichwertige Behandlungsmöglichkeiten. Welche Therapie tatsächlich angewendet wird, entscheidet bislang meist das ärztliche Fachpersonal mit formaler Einwilligung der zu behandelnden Person.

Lesedauer 2 Minuten, 23 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 20. Oktober 2021, DOI: https://www.guetsel.de/content/30356/2237446.html
Mehr Patientensicherheit durch gemeinsame Entscheidungen – Arzt-Patienten-Kommunikation auf Augenhöhe

Mehr Patientensicherheit durch gemeinsame Entscheidungen – Arzt-Patienten-Kommunikation auf Augenhöhe

Hamburg, Kiel, 20. Oktober 2021. #Operieren, medikamentös behandeln oder zunächst abwarten – bei vielen Erkrankungen gibt es verschiedene, gleichwertige Behandlungsmöglichkeiten. Welche Therapie tatsächlich angewendet wird, entscheidet bislang meist das ärztliche Fachpersonal mit formaler Einwilligung der zu behandelnden Person. Doch wie können die Patientinnen und Patienten bei der Entscheidungsfindung besser eingebunden werden? Mit dem »Share To Care«-Programm zur flächendeckenden Einführung von »Shared Decision Making« (»#SDM«) setzen die #Techniker #Krankenkasse (»#TK«) und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (»#UKSH«) neue Maßstäbe für mehr #Patientensicherheit.

Entscheidungsfindung auf Augenhöhe

»SDM« ist eine Form der medizinischen Entscheidungsfindung, bei der Patienten gemeinsam mit dem ärztlichen Personal die individuell passende Therapieform auswählen. Für die Patientengespräche werden die #Ärzte speziell geschult sowie die Erkrankten auf ihre aktive Rolle vorbereitet. »Die Patienten können dadurch auf Augenhöhe mit ihren Ärzten über die weitere #Therapie entscheiden«, so der TK-Leiter für Versorgungsinnovationen, Daniel Cardinal. »Dabei geht es nicht nur um eine medizinisch richtige Entscheidung, sondern auch um die Bedürfnisse der #Erkrankten

Gemeinsame Entscheidungsfindung

Der grundlegende Ansatz von »SDM« ist es, die Patienten zu kompetenten Entscheidungsträgern zu machen und ihre persönlichen Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Mithilfe von wissenschaftlich fundierten und verständlichen (Online-)Materialien werden die Betroffenen über ihre Erkrankung und damit einhergehende Behandlungsmöglichkeiten informiert. Anschließend folgt die gemeinsame Entscheidungsfindung im Rahmen eines Gesprächs. Dabei werden neben den medizinischen Handlungsoptionen auch die Bedürfnisse und konkreten Lebensumstände der Patientinnen und Patienten berücksichtigt.

Bilanz: erhöhte Patientensicherheit und Behandlungsqualität 

Die Anfänge von »SDM« am »UKSH« in Kiel reichen bis in den Herbst 2017 zurück. Rund 14 Millionen Euro wurden seinerzeit aus dem Innovationsfonds beim »Gemeinsamen Bundesausschuss« (»G-BA«) bereitgestellt, um »SDM« innerhalb einer vierjährigen Projektlaufzeit an sämtlichen Einheiten am »UKSH« in Kiel zu etablieren. Prof. Friedemann Geiger, Leiter des Nationalen Kompetenzzentrums Shared Decision Making am »UKSH«, zieht Bilanz: »Nach der bisherigen Laufzeit zeichnet sich ab, dass das ›Share To Care‹-Programm mit ›SDM‹ die Patientensicherheit erhöht und die Behandlungsqualität weiter verbessert. Neben dem Mehrwert für die Patientinnen und Patienten können so zugleich die Gesamtkosten gesenkt werden.« Derzeit haben 14 Kliniken am »UKSH« in Kiel das Programm vollständig implementiert, weitere Einheiten – auch am Campus Lübeck – werden sich zeitnah anschließen. »Die Umsetzung von SDM in einem Klinikum der Maximalversorgung – unter Einbezug des ärztlichen Personals, wie auch der Patientinnen und Patienten – ist bundesweit eine Besonderheit. Mit dem Erfolg am ›UKSH‹ zeigen wir, dass ›SDM‹ auch auf andere Kliniken übertragbar ist«, sagt Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des »UKSH«.

Neuakzentuierung auf Patientensicherheit

Die #TK und das »UKSH« haben sich nach den positiven Ergebnissen aus der Projektlaufzeit entschieden, »SDM« im Rahmen einer Kooperation fortzuführen. Dabei soll die Patientensicherheit noch weiter in den Fokus gerückt werden. »›SDM‹ birgt große Potentiale zur Vermeidung von Behandlungsfehlern, die durch mangelhafte Kommunikation entstehen. Damit leistet die Verbindung von ›SDM‹ und Patientensicherheit einen innovativen Ansatz für die Versorgung und soll daher zukünftig besondere Beachtung finden«, erläutert Hardy Müller, TK-Beauftragter für Patientensicherheit.

Salenti

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