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Sorge vor digitalen Angriffen auf die Bundestagswahl

Sechs von zehn befürchten Fake-News-Kampagnen oder Hackerangriffe

Lesedauer 1 Minute, 32 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 12. September 2021
Sorge vor digitalen Angriffen auf die Bundestagswahl

In zwei Wochen wählen die Bürgerinnen und Bürger den neuen Bundestag – und eine breite Mehrheit macht sich Sorgen, dass Wahlkampf und Wahlergebnis bis dahin digital manipuliert werden könnten. So sind zwei Drittel (66 Prozent) sehr besorgt oder eher besorgt, dass von ausländischen Staaten gesteuerte Medien Einfluss auf die Wahl genommen wird. Sechs von zehn (61 Prozent) befürchten einen Einfluss auf den Wahlkampf durch Fake-News-Kampagnen in sozialen Netzwerken und ebenso viele haben Angst, dass Hackerangriffe auf Parteien oder Politikerinnen und Politiker stattfinden, um vertrauliche Informationen zu veröffentlichen. 64 Prozent sorgen sich sogar, dass das Wahlergebnis bei der Auszählung manipuliert werden könnte. Gleichzeitig glaubt gerade einmal ein Drittel (34 Prozent), dass die deutschen Sicherheitsbehörden gut auf entsprechende digitale Angriffe vorbereitet sind. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 18 Jahren befragt wurden. »Analoge und digitale Welt sind längst nicht mehr voneinander zu trennen. Politische Meinungsbildung und politische Arbeit finden selbstverständlich digital statt, deshalb müssen wir unsere Demokratie auch im Digitalen zuverlässig schützen«, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. »Dazu gehört, dass Sicherheitsbehörden vor allem auch personell und technisch befähigt werden, digitale Angriffe auf unser demokratisches System abzuwehren. Zugleich müssen wir aber auch die Medienkompetenz in allen Altersgruppen verbessern, um Fake-News-Kampagnen den Nährboden zu entziehen.«

Vier von zehn Bürgerinnen und Bürgern (42 Prozent) gehen davon aus, dass hinter digitalen Angriffen auf die Wahlen auch ausländische Staaten stecken könnten. Von ihnen vermuten die meisten den Ursprung möglicher Manipulationen in China (43 Prozent) oder Russland (39 Prozent). Aber 16 Prozent können sich auch die USA als Drahtzieher vorstellen, sieben Prozent Nordkorea und ebenso viele Staaten in Osteuropa.

Hinweis zur Methodik

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die »Bitkom Research« im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Im August 2021 wurden dabei 1.003 Personen in Deutschland ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.

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