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Eine Tür in die Zukunft

»Selfie – was will ich mal werden?««– eine Malwoche öffnet Jugendlichen den Zugang zu sich selbst – bei der Finissage mit Videodokumentation und Werkausstellung konnten im Bambikino überraschende Ergebnisse betrachtet werden

Lesedauer 2 Minuten, 20 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 4. März 2020
Eine Tür in die Zukunft

Gütersloh (gpr). »Wie gehen Selfies und gemalte Bilder zusammen?« fragt Sozial- und Schuldezernent Henning Matthes beim Abschluss dieses Projektes mit Schülerinnen der Gütersloher Realschulen. »Können sich mit dem Handy geschossene Selbstportraits, diese verkörperte Hektik und Kurzlebigkeit, überhaupt mit der langsamen Arbeitsweise des Malens vertragen?« Matthes bejaht das. Der kreative Entwicklungsprozess lässt Zeit, um herauszufinden, was man will und wohin man will. Dies sei bedeutsam, wenn junge Menschen mehr über sich und ihre Möglichkeiten herausfinden wollen.

Genau darum ging es bei diesem Projekt der Jugendberufshilfe der Stadt Gütersloh und der Schulsozialarbeiterinnen der Gütersloher Realschulen. In der ersten Herbstferienwoche stellten sich acht Schülerinnen der Aufgabe, Identitätsfindung und künstlerisches Arbeiten zusammenzuführen, über bildnerische Darstellungen die eigenen Persönlichkeitsmerkmale wahrzunehmen und zu benennen. »Ein Projekt, das gelungen ist«, wie Matthes am Ende feststellt. Das Selfie-Projekt führt zur nachhaltigen Betrachtung des eigenen Ichs.

Wie bin ich? Wo liegen meine Stärken? Und welche Ideen habe ich für meine Zukunft? Ob beim Einstieg ins Berufsleben oder der Familiengründung – welche Werkzeuge kann ich zur Lösung dieser Aufgaben nutzen? Zentrale Fragen der Teilnehmerinnen, die in Gesprächen und Übungen mit Coaches aufgegriffen und anschließend in künstlerischen Techniken und im Experiment mit Farben angegangen werden konnten. Dabei nutzten die Schülerinnen die gebotenen großen Freiräume und die Zusammenarbeit in der Gruppe, um ihre Persönlichkeit kennenzulernen und im Malen auszudrücken. »Antworten brauchen ihre Zeit,« wie Lutz Hamann, Schulleiter der Freiherr-vom-Stein-Realschule, darlegte. »Und Antworten ändern sich auch im Laufe des Lebens.«

Die Bilder, die die Schülerinnen dann auf der Bühne vorstellen, bestätigen das neu Erfahrene auf eindrucksvolle Weise. Sei es bei einem Blick aus dem Fenster, durch das die Sonne scheint und vor dem ein Schiff vorüberzieht, auf die Kraft der Natur, auf eine Rose, die für Schönheit und Jungfräulichkeit steht oder die Frau in Rot, die couragiert auf der Leinwand posiert: »Die Gedanken im Bild zu äußern, das war uns allen neu und wurde ein prägendes Erlebnis,« zieht Schülerin Parastoo Rezai von der Freiherr-vom-Stein-Realschule ihre persönliche Bilanz. Dieser Zustand sollte seine Fortsetzung finden, appelliert Schulleiter Hamann an die Jugendberufshilfe und an die Schulsozialarbeiterinnen der Realschschulen, die »Selfie – was will ich werden« konzipiert und umgesetzt haben.

Hintergrund: Kooperation zwischen Jugendberufshilfe und Schulsozialarbeit an den drei Gütersloher Realschulen

Güterslohs Jugend soll für sich eine berufliche Perspektive entwickeln können. Dabei wird sie von Übergangscoaches bei der Berufsfindung und in anschließenden Bewerbungsverfahren begleitet. Die Palette der sozialpädagogisch begleiteten Angebote geht allerdings über die praktische Hilfestellung hinaus und reicht von individuellen Gesprächen über berufliche Interessen bis zu persönlichen Trainingsmaßnahmen und strategisch ausgerichteten Projekten wie der »Gütersloher Ausbildungsperspektive« und dem »Berufsparcours«, an dem jährlich laut dem Leiter der Jugendberufshilfe Pit Mosner 600 bis 700 Jungen und Mädchen teilnehmen. Mit dem »Selfie«-Projekt wurde jetzt ein neuer Weg der Kooperation mit der Schulsozialarbeit der Realschulen beschritten, der Jugendlichen Erfahrungen und Strategien vermittelt, die einen direkten Zugang zu sich selbst eröffnen.

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