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FOM-»VerhaltensRadar«: Weihnachtsstudie zeigt, dass Vorfreude die Sorge vor Stress überwiegt, Ausgaben für Geschenke höher als jemals zuvor

Die aktuelle Weihnachtsstudie der FOM Hochschule belegt: In Deutschland sehnen sich die Menschen nach Normalität, freuen sich auf die (Vor-)Weihnachtszeit und planen, Familienangehörige und Freunde reichlich zu beschenken.

Lesedauer 2 Minuten, 58 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 17. November 2021
FOM-»VerhaltensRadar«: Weihnachtsstudie zeigt, dass Vorfreude die Sorge vor Stress überwiegt, Ausgaben für Geschenke höher als jemals zuvor
Foto: Kalim, Adobe Stock

FOM-»VerhaltensRadar«: Weihnachtsstudie zeigt, dass Vorfreude die Sorge vor Stress überwiegt, Ausgaben für Geschenke höher als jemals zuvor

Essen, Gütersloh, 17. November 2021

Die aktuelle Weihnachtsstudie der FOM-Hochschule belegt: In Deutschland sehnen sich die Menschen nach Normalität, freuen sich auf die (Vor-)Weihnachtszeit und planen, Familienangehörige und Freunde reichlich zu beschenken. Nach fast zwei Jahren coronabedingter Einschränkungen möchten die Bundesbürgerinnen und -bürger in diesem Jahr so viel für Weihnachtsgeschenke ausgeben wie nie zuvor. Nahezu die Hälfte der Befragten erwartet sogar eine entspannte Vorweihnachtszeit, insgesamt wird der Stresslevel als gering eingeschätzt. Für die Weihnachtsstudie haben Studierende der FOM-Hochschule bundesweit 36.018 Menschen interviewt.

Männer geben mehr aus als Frauen

Für den Kauf von Weihnachtsgeschenken planen die Befragten durchschnittlich rund 522 Euro ein, wobei Männer (durchschnittlich 543 Euro) auch in diesem Jahr deutlich spendabler sind als Frauen (durchschnittlich 502 Euro). Zum Vergleich: 2020 lagen die durchschnittlichen Ausgaben für Weihnachtsgeschenke bundesweit bei rund 500 Euro, 2019 betrug dieser Wert 475 Euro. »Wir gehen davon aus, dass sowohl die Vorfreude auf das Weihnachtsfest als auch die Sorge vor weiteren Preiserhöhungen den Konsum in der Vorweihnachtszeit deutlich steigern werden«, so Prof. Dr. Oliver Gansser, wissenschaftlicher Leiter der FOM-Weihnachtsstudie.

Keine Angst mehr vor vollen Geschäften

Beim Kauf der Geschenke fühlen sich viele Bundesbürgerinnen und -bürger offenbar wieder sicherer: Im Gegensatz zum Vorjahr steht für die Mehrheit der Befragten die Möglichkeit, Geschenke offline zu kaufen, wieder an erster Stelle. So gaben 67 Prozent an, das Shoppen im stationären Handel als wichtig zu empfinden, 56 Prozent wollen Weihnachtsgeschenke online erwerben. Dagegen kauft nur knapp ein Viertel der Bundesbürgerinnen und -bürger (24%) Präsente auf dem Weihnachtsmarkt.

Bücher, Parfüm und Spiele beliebter als Smart Home- und Infotainment-Produkte

Ob es an Lieferengpässen für technische Geräte liegt oder an einer Rückbesinnung auf traditionelle Werte und Geschenke mit persönlichem Touch: Besonders häufig möchten die Befragten in diesem Jahr Bücher (53 Prozent), Kosmetik und Parfüm (50 Prozent), Artikel aus dem Bereich Spielwaren/Gaming (49 Prozent) sowie Kleidung, Schuhe und Accessoires (48 Prozent) verschenken. Weit abgeschlagen in der Geschenke-Hitliste liegen dagegen Smart Home- (zehn Prozent) und Infotainment-Produkte (zwölf Prozent). Selbst Gutscheine und Bargeld – vor der Pandemie noch beliebte Weihnachtsgeschenke – finden in diesem Jahr nur noch in 33 beziehungsweise 29 Prozent einen Platz unter dem Weihnachtsbaum.

Große Vorfreude auf Weihnachten, geringe Sorge vor Stress

Trotz oder gerade wegen Corona: Die deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmenden zeigt mit Blick auf die Weihnachtszeit eine positive Einstellung. 88 Prozent der Befragten freuen sich darauf, Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen, 80 Prozent beschenken andere Menschen gern, nahezu ebenso viele freuen sich auf das Weihnachtsfest (78 Prozent). Bei der Frage nach dem zu erwartenden Stress im Hinblick auf die Vorbereitungen glauben immerhin 46 Prozent der Befragten, sich in der Vorweihnachtszeit entspannt zu fühlen. Dagegen rechnen 27 Prozent damit, gestresst zu sein, 21 Prozent werden sich gehetzt fühlen und 15 Prozent gehen sogar davon aus, überfordert zu sein. Interessant: Während der erwartete Stresslevel insgesamt gesehen bei Frauen (24%) und Männern (18%) ähnlich hoch ist, planen Frauen (43%) im Schnitt deutlich bewusster im Voraus als Männer (26%). Professor Gansser: „Die Vermutung liegt nahe, dass Frauen den Vorweihnachtsstress besser bewältigen als Männer, weil sie sich dessen bewusster sind, ihre Planungen dementsprechend anpassen und sich beispielsweise früher als Männer um die Geschenke kümmern. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Vorfreude auf das Weihnachtsfest bei Frauen um neun Prozentpunkte höher ist als bei Männern. Andersherum trübt der erwartete Stress die Vorfreude bei Männern mehr als bei Frauen.“

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM-Hochschule befragten im Herbst 3.338 FOM-Studenten bundesweit über 36.000 Menschen in persönlichen Interviews, quotiert nach Geschlecht und Alter. Die komplette Studie zum Download findet sich unter fom.de/weihnachtsstudie2021.

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