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DHL und Grundfos pilotieren Bio-LNG im Straßentransport mit vielversprechenden Zwischenergebnissen

Der Einsatz nachhaltiger Biokraftstoffe im Straßentransport ist ein Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Deutsche Post DHL Group.

Lesedauer 3 Minuten, 42 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 16. November 2021
DHL und Grundfos pilotieren Bio-LNG im Straßentransport mit vielversprechenden Zwischenergebnissen
Foto: Deutsche Post DHL Group

#DHL und #Grundfos pilotieren Bio-LNG im Straßentransport mit vielversprechenden Zwischenergebnissen

  • Der Einsatz nachhaltiger Biokraftstoffe im Straßentransport ist ein Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Deutsche Post DHL Group
     
  • Seit Juni 2021 erprobt »#DHL Freight« mit #Shell den Einsatz von Bio-LNG (Bio-Flüssiggas aus nachhaltiger Biomasse) in drei #Lkws
     
  • Kooperation von DHL Freight und Shell für Einsatz von Bio-LNG im Straßengüterverkehr
     
  • Nachhaltige Kraftstoffalternative mit geringeren CO2-Emissionen bis hin zur vollen #CO2-Neutralität
     
  • DHL und Grundfos arbeiten gemeinsam am Ziel der nachhaltigen Lieferkette

Bonn. Seit Juni 2021 erprobt »DHL Freight«, einer der führenden Anbieter für Straßentransporte in #Europa, mit #Shell den Einsatz von Bio-LNG (Bio-Flüssiggas aus nachhaltiger Biomasse) in drei Lkw für den Kunden Grundfos, um dessen CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren. In den ersten fünf Monaten des Pilotprojekts konnten durch die Umstellung auf Bio-LNG insgesamt 87 Tonnen CO2e vermieden werden. Das entspricht den Emissionen eines Diesel-Lkw über eine Strecke von mehr als 89.900 Kilometern und stellt eine CO2-Einsparung von 85 Prozent im Vergleich zu einem traditionellen Dieselmotor dar.

»Die Logistikindustrie ist heute für rund elf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Um dem #Klimawandel zu begegnen, braucht der Transportsektor eine echte Dekarbonisierung. Für uns bei DHL Freight sind nachhaltige Kraftstofflösungen ein wichtiger Hebel, um den Kraftstoffmix zu verändern und die Kohlenstoffemissionen im Straßentransport zu reduzieren«, so Uwe Brinks, CEO von DHL Freight. »Mit Investitionen in nachhaltige Kraftstoffe, aber auch in die Flottenerneuerung, Motornachrüstung und Effizienzprojekte reduzieren wir die negativen Umweltauswirkungen der Logistik-Lieferkette. Wir freuen uns, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die unsere Vision teilen und mit uns den Weg in eine nachhaltige Zukunft gehen.«

Durch Nutzung des alternativen Kraftstoffs sollen die Transporte zwischen den Produktionsstandorten von Grundfos in Bjerringbro in Dänemark und Longeville-Les-Saint-Avold in Frankreich nachhaltiger gestaltet werden. Mit dem Angebot grüner Alternativen unternimmt das Unternehmen im Einklang mit der Nachhaltigkeits-Roadmap 2030 von Deutsche Post DHL Group einen weiteren Schritt in Richtung eines saubereren Straßentransports.

»Unsere Verpflichtung zur Nachhaltigkeit und unsere diesbezüglichen Ambitionen sind in unserer gesamten Wertschöpfungskette verankert und wir arbeiten eng und geschlossen mit unseren Lieferanten und Logistikpartnern zusammen, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. So wollen wir unsere CO2-Emissionen bis 2025 um 50 Prozent reduzieren. Daher betrachten wir die von DHL Freight vorgeschlagene nachhaltige Kraftstofflösung als bedeutenden Schritt in die richtige Richtung, um die CO2-Emissionen des Straßentransports zu verringern«, sagt Stéphane Simonetta, Group Executive Vice President und COO bei Grundfos.

Das von Shell in diesem Pilotprojekt verwendete Bio-Flüssiggas wird aus landwirtschaftlichen Abfällen produziert. Es erfüllt die Kriterien der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (»RED II«) der Europäischen Union und ist ein Produkt einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Das Pilotprojekt ist inzwischen seit mehr als fünf Monaten im Gange und wird noch rund ein Jahr weiterlaufen. Die Emissionssenkung wird dem Kunden entsprechend zugerechnet. Auf diese Weise können Kunden ihre Lieferketten erfolgreich dekarbonisieren.

Fabian Ziegler, Geschäftsführer von Shell Deutschland, sagt: »Für uns stellt die Durchführung von Pilotprojekten wie diesem mit Kunden wie DHL nicht nur eine herausragende Gelegenheit dar, um innovative Ansätze zu erproben und Erfahrungen zu sammeln, sondern auch, um die Dekarbonisierung der Industrie gemeinsam voranzutreiben, wenn sich neue Konzepte bewähren und auf wirtschaftliche Weise einen positiven Beitrag zu Klimazielen leisten. Die bisherigen Ergebnisse des Pilotprojektes deuten drauf hin, dass Bio-LNG bereits heute CO2-Emissionen reduzieren kann, und so zur Senkung von Treibhausgasen beitragen kann, die zur Erreichung der EU-Klimaziele 2030 erforderlich ist. Das ist sehr vielversprechend und eine gute Nachricht für die Branche.«

In der Zwischenzeit baut Shell sein Angebot an Bio-LNG weiter aus, um weitere Emissionssenkungen bis hin zur vollen CO2-Neutralität zu ermöglichen. Ab Anfang 2022 werden alle niederländischen Shell-Tankstellen Bio-LNG-Gemisch im Angebot haben. So erhalten alle Kunden die Möglichkeit, ihre CO2-Emissionen weiter zu senken. Ab 2023 will Shell an allen seinen deutschen Tankstellen Bio-LNG aus einer neuen Gasverflüssigungsanlage im Shell Energie- und Chemiepark Rheinland anbieten. Vorbehaltlich einer rechtzeitigen Erteilung der notwendigen Genehmigungen wird das Unternehmen noch in diesem Jahr mit dem Bau der Verflüssigungsanlage beginnen. Mithilfe der Jahresproduktion der Anlage von 100.000 Tonnen Bio-LNG könnte die Straßentransportbranche ihren CO2-Fußabdruck um bis zu eine Million Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren.

Der Einsatz nachhaltiger Biokraftstoffe im Straßentransport ist ein Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Deutsche Post DHL Group. Der jüngst veröffentlichten Nachhaltigkeits-Roadmap des Konzerns zufolge werden bis zum Jahr 2030 sieben Milliarden Euro in klimaneutrale Logistiklösungen fließen. Darüber hinaus sollen 2030 mindestens 30 Prozent des Kraftstoffbedarfs in der Luftfracht und dem Straßentransport durch nachhaltige Kraftstoffe gedeckt werden. Für Deutsche Post DHL Group sind Biokraftstoffe derzeit entscheidend für die Dekarbonisierung des Verkehrs, auf lange Sicht stellt jedoch Wasserstoff als strombasierter nachhaltiger Kraftstoff eine vielversprechende Alternative dar.

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