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Gütersloher AG Verkehrswende begeht weltweiten »PARK(ing) Day« in der Berliner Straße

Am Freitagnachmittag nahmen Aktivisten der AG Verkehrswende sechs Parkplätze in Sichtweite des Rathaus in Beschlag: Sie verwandelten sie, wie in vielen anderen Städten auch, in Miniparks

Lesedauer 1 Minute, 26 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 23. September 2018
Gütersloher AG Verkehrswende begeht weltweiten »PARK(ing) Day« in der Berliner Straße

Am Freitagnachmittag nahmen Aktivisten der AG Verkehrswende sechs Parkplätze in Sichtweite des Rathaus in Beschlag: Sie verwandelten sie, wie in vielen anderen Städten auch, in Miniparks. Auf Liegestühlen und an Tischen konnte man Platz nehmen. Pflanzenkübel und weitere Accessoires sorgten für eine improvisierte Atmosphäre ohne Autos. Eine fahrradbetriebene Carrerabahn sorgte bei den Gästen für Spaß. Auch der Gütersloher Schachverein war dabei und ermöglichte Freiluftschach statt Parken.

Die Aktivisten wünschen sich in der Stadt mehr Lebensraum anstelle von parkenden Autos, so Sprecher Felix Kupferschmidt. Alle Straßen seien von Autos gesäumt, es gäbe keinen Weg mehr, den man zurücklegen könne und keine Straße mehr auf der Kinder spielen könnten, ohne von geparkten Autos behindert zu werden.

Und dafür seien nahezu alle Stadtbewohner auch selber verantwortlich. Viele Gütersloher Haushalte besäßen inzwischen zwei oder mehr Autos – und die stünden die meiste Zeit am Tag nur im Weg herum.

Die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs, die Nutzung des Fahrrades oder einfach nur das Zufußgehen würden viel zu wenig genutzt. Gütersloher Wege seien so kurz, so Kupferschmidt, dass man sie fast immer per Fuß und Rad bewältigen könne. Sogar in den Bussen dürfen Fahrräder mitgenommen werden, wenn der Weg einmal zu lang ist. Die Politik solle ihren Teil beitragen und die Voraussetzungen für ein angenehmes Klima in der Stadt schaffen. Dazu gehöre unter anderem der Rückbau von PKW-Stellflächen. Hier sei auch der Einzelhandel gefragt, der sich leider oft gegen weniger Parkplätze wende, gleichzeitig überhaupt keine Angebote für radfahrende Kundschaft mache. Die Radabstellanlagen an vielen Geschäften seien noch immer uralte Felgenkiller und müssten zwischen geparkten Autos gesucht werden.

Die Initiative wünscht sich beschauliche und benutzbare Freiflächen vor den Geschäften der Stadt. Ein Blechfriedhof sei kein gutes Aushängeschild für wunderbare und tatkräftige Einzelhändler wie in Gütersloh.

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