Klima braucht Nachwuchs, Dachdecker Verband Nordrhein bietet eine Ausbildung mit Weitblick

  • Auch der Fenstertausch ist ein Beitrag zur »Wärmewende« – denn wo im Winter keine Warmluft entweicht, kann auch im Sommer keine Hitze in den Dachraum eindringen.

Düsseldorf, 5. Mai 2023

Seitdem neu über die Themen Energie und die Abhängigkeit von Energielieferanten nachgedacht werden musste, ist eine Ausbildung im #Handwerk für viele #Schulabgänger plötzlich eine #Perspektive. Jahrelang schien nur der Hörsaal für #Schulabsolventen attraktiv zu sein. Der Blick zum Dachdeckerhandwerk lohnt sich mehr als je zuvor …

Bei der »Wärmewende« dreht sich alles um die Gebäudehülle. Je besser #Dach und #Wand vor Transmissionswärmeverlusten geschützt sind, desto effektiver können Wärmepumpenheizungen erst arbeiten. Daher lernen Auszubildende im Dachdeckerhandwerk nicht nur die optimale Dämmung von Dachflächen und obersten Geschossdecken sowie Fundamenten, sondern auch die energetische Optimierung von Wänden durch vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme (VHF). Gerade die fachgerechte und bestmögliche Dämmung der gesamten Gebäudehülle ist entscheidend für alle Folgemaßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Denn nichts wäre ineffizienter als eine neue #Heizung, die sich nach einer energetischen Optimierung von Dach und Wand als zu groß dimensioniert erweisen würde.

Je mehr #Strom – für die Elektromobilität ebenso wie für Heizungen – benötigt wird, desto wichtiger ist eine dezentrale Stromerzeugung per #Photovoltaik Anlagen (PV Anlagen) für den Eigenverbrauch. Je weniger Energie für die Warmwasserbereitung benötigt wird, desto größer sind die Energiereserven für andere Einsatzgebiete. Solarthermieanlagen sind für hybride Heizungen – ganz gleich, ob #Wärmepumpen, #Öl, #Gas oder #Pelletanlagen – unverzichtbar. Ob PV oder Solarthermieanlagen auf Dach und Wandflächen zu planen und errichten sind: Dachdecker übernehmen das. Im Bereich der PV Anlagen geschieht das inzwischen im Rahmen der kürzlich geschlossenen Kooperationsvereinbarung gemeinsam mit dem #Elektrohandwerk.

Je mehr Flächen durch die Bebauung versiegelt werden, umso wichtiger wird die Schaffung von Ausgleichsflächen – am besten genau dort, wo gebaut wird. Begrünte Dächer und zunehmend auch begrünte Fassaden werden in Zusammenarbeit mit Dachdeckerbetrieben angelegt. Diese Grünflächen an Dach und Wand wirken wie Klimaanlagen für das Haus, und sie verbrauchen dafür keine Energie. Zusätzlich ermöglichen erst Begrünungen die Realisierung von „Schwammstädten“, in denen innerstädtische Minibiotopflächen entstehen, Niederschläge gespeichert und bei Extremwettern verzögert an das Kanalnetz abgeführt werden. Das kann Überschwemmungen verhindern.

Selbstverständlich gehört zur Ausbildung im Dachdeckerhandwerk auch das, was diesem Handwerk einst den Namen gegeben hat: das Eindecken von Dächern. So zum Beispiel im Bereich #Neubau oder wenn neuer zusätzlicher Wohnraum geschaffen wird. Und auch wenn es darum geht, historische denkmalgeschützte Bausubstanz zu retten, zu sanieren oder wieder herzustellen.

Wer also nach der Schule nicht im Hörsaal die Theorie pauken, sondern lieber bei der Energiewende praktisch mit anpacken will, hat im Dachdeckerhandwerk die besten Aussichten für einen sicheren Arbeitsplatz. Dachdecker können damit durchaus zu Recht als #Klimaretter bezeichnet werden.