Energieaktionstag am 12. Mai


Artikel vom 10. Februar 2005
Energieaktionstag am 12. Mai

Strom aus erneuerbaren Energien wie Sonnen- oder Windenergie gehört die Zukunft. Bereits bis zum Jahre 2020 soll deren Anteil an der Gesamtversorgung auf 30 bis 40 Prozent steigen. Doch nicht immer weht der Wind oder scheint die Sonne, wenn Strom benötigt wird. Und die Speichertechnik befindet sich erst noch in der Entwicklung. Eine technisch sinnvolle Lösung zur Deckung des restlichen Strombedarfs kann ein so genanntes Blockheizkraftwerk (BHKW) darstellen. Im Rahmen der Gütersloher Energieaktionstage besteht für alle Interessierten die Möglichkeit, sich über die Thematik Kraft-Wärme-Kopplung beziehungsweise ein BHKW genauer zu informieren. Die Besichtigungstermine mit Erfahrungsbericht finden am Samstag, 12. Mai, um 11 Uhr und um 15 Uhr in Isselhorst statt, und zwar jeweils in der Haller Straße 236. Aus organisatorischen Gründen wird um eine vorherige Anmeldung bei Bernd Schüre vom städtischen Fachbereich Umweltschutz unter der Telefonnummer 822089 oder per E-Mail gebeten. Weitere Informationen sind ebenfalls auf den städtischen Internetseiten unter www.klimaschutz.guetersloh.de zu finden.

Das Blockheizkraftwerk produziert den Strom direkt dort, wo er genutzt werden kann, beispielsweise in Wohngebäuden oder Gewerbebetrieben. Hierbei sind dann die Leitungsverluste sehr gering. Über einen beispielsweise mit Erdgas betriebenen Verbrennungsmotor wird ein Generator angetrieben, welcher den Strom erzeugt. Dies funktioniert mit einem hohen Gesamtwirkungsgrad von um die 90 Prozent, wobei die zugleich entstehende Wärme zum Heizen des Gebäudes genutzt wird. Strom, der nicht direkt im Gebäude verbraucht wird, wird in das öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Im Vergleich zu Blockheizkraftwerken schaffen Atom- oder Kohlekraftwerke oftmals nicht mal einen Wirkungsgrad von 40 Prozent.

Sinnvoll einsetzen lässt sich die Technik der Kraft-Wärme-Kopplung in allen Gebäuden, die viel Wärme und Strom verbrauchen – gut gedämmte Einfamilienhäuser fallen leider meistens noch nicht darunter. Ob sich eine Investition in ein BHKW wirklich rechnet, lässt sich anhand der jährlichen Laufzeiten berechnen.


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