»Frisiert« von »2F Spiele«, Spielerezension für Gütersloh von Hartmut Brand​

Mopedrennen sind in, Mopedrennen sind Kult und jetzt schickt auch »2F Spiele« die Mopeds auf die Strecke. Bei »Frisiert« kämpfen zwei bis sechs Spieler im Alter ab zehn Jahren über eine Spielzeit von 25 Minuten um den Sieg.

Aber schon auf der Verpackung macht man uns klar, dass mangels Mut und einer guten Krankenversicherung nicht wir ins Rennen einsteigen, sondern wir auf den Sieger wetten. Und schon hier deutet sich der feine Humor an, der sich wie ein roter Faden durch das Spiel zieht. Sei der der Text der Anleitung, wo wir auf Ronald treffen, der Unklarheiten für uns beseitigt oder die charmanten Grafiken von Zwei Takt »Maura« Kalusky. Macht einfach Spaß, dieser Retro-Charme.

Bewegt werden die Mopeds durch Rennkarten (mit den Werten Eins bis Drei), von denen es 14 Karten pro teilnehmendes Moped gibt. Hier sollte man den Kartenstapel jedoch wirklich gut durchmischen, um zu verhindern, dass es schon zu Überrundungen kommt, bevor alle Mopeds ins Rennen gestartet sind.

Je nach Anzahl der Mitspieler wird nun eine vorgegebene Anzahl an Karten ausgespielt und die Mopeds entsprechend vorgerückt. Was dann folgt, macht den Reiz des Spieles aus. Die ausgelegten Karten werden gemischt und im Draft-System darf sich nun jeder Mitspieler eine dieser Karten auf die Hand nehmen. Die restlichen Karten landen unter dem Nachziehstapel.

Wie kniffelig diese Spielregel ist, merkt man erst, wenn man auch in der fünften oder sechsten Partie auf der Suche nach der siegbringenden Taktik ist. Denn mit jeder Karte seines Rennfavoriten, die man dem Kartenzyklus auf seine Hand entnimmt, schwächt man das entsprechende Moped und so gilt es sehr genau zu Taktieren, zwischen Wetten auf den eigenen Fahrer und Schwächen der Konkurrenz.

Und hier merkt man schnell, dass man »Frisiert« Unrecht tut, wenn man es als Spiel mit hohem Glücksfaktor abtut. Im Gegenteil: Gerade in der letzten Runde bringt so manches Rennen eine spannende Aufholjagd mit sich.

Anhand der Rundenmarker auf der Rundenleiste lässt sich der Stand des Rennens jederzeit gut verfolgen und die Rundenleiste stößt nur dann kurz an die Grenzen ihrer Übersichtlichkeit, wenn sich ein Moped zu Beginn des Rennens absetzt, während sich ein anderes vielleicht noch gar nicht bewegt hat.

Das Spiel endet, wenn die ersten drei Mopeds drei Runden hinter sich gebracht haben, dann entscheidet sich anhand der Rennkarten, die man von den drei Erstplatzierten auf der Hand hat, wer das Spiel für sich entschieden hat.

Mit »Frisert« schickt »2F-Spiele« ein Spiel ins Rennen, dass mit seinen kurzweiligen Regeln und seiner Spieldauer von unter 30 Minuten in unseren Runden immer wieder gerne auf den Tisch kommt.

Hartmut Brand, Escape Room News Center

@escaperoomnewscenter

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