#NOW #Kommentar: Man schimpft auf den #Kanzler, aber was ist die #Strategie in #Gütersloh?
#Gütersloh, 10. Juni 2026
Gütersloh gilt als wirtschaftlich starke Stadt. #Bertelsmann, #Miele, zahlreiche mittelständische Unternehmen, eine vergleichsweise hohe #Kaufkraft, niedrige #Arbeitslosigkeit und eine günstige Lage in #Ostwestfalen. Viele Städte würden gerne tauschen. Doch gerade deshalb stellt sich eine einfache Frage: Wie lautet eigentlich die #Wachstumsstrategie der #Stadt Gütersloh?
Die Frage mag zunächst überraschen. Schließlich wird gebaut, geplant, entwickelt und gefördert. Es gibt so etwas wie eine #Wirtschaftsförderung, #Gewerbeflächen, #Stadtentwicklungskonzepte und #Netzwerktreffen. Doch je länger man darüber nachdenkt, desto schwerer fällt es, die eigentliche Vision zu erkennen.
Was soll Gütersloh in 10, 20 oder 30 Jahren sein? Wofür möchte die Stadt bekannt sein? Welche Branchen sollen wachsen? Welche Menschen sollen neu nach Gütersloh kommen? Welche Ideen sollen hier entstehen?
Auf diese Fragen gibt es erstaunlich wenige Antworten.
Stattdessen dominiert häufig die Sprache der #Verwaltung: »Flächen entwickeln«, »Akteure vernetzen«, »Projekte begleiten«, »Prozesse moderieren«. Das klingt vernünftig. Aber es beschreibt vor allem Methoden. Es beschreibt nicht das Ziel. Es sind bestenfalls Taktiken, aber keine Strategie. Eine Stadt kann sich nicht allein dadurch entwickeln, dass sie vorhandene Strukturen verwaltet. Sie muss irgendwann entscheiden, wohin die Reise gehen soll.
Dabei wäre die Ausgangslage hervorragend.
Gütersloh ist Heimat eines der größten Medienunternehmen Europas. Die Stadt verfügt über eine #Hochschule, leistungsfähige Unternehmen, engagierte #Kulturakteure und eine hohe #Lebensqualität. Trotzdem entsteht nicht der Eindruck einer Stadt, die offensiv um kreative Köpfe, Gründer, Künstler oder digitale Unternehmen wirbt. Wer heute einen jungen #Unternehmer, #Entwickler, #Designer oder #Journalisten fragt, warum er ausgerechnet nach Gütersloh ziehen sollte, erhält meist Antworten wie: gute Infrastruktur, solide Wirtschaft, zentrale Lage.
Das sind Vorteile.
Aber es ist keine Vision.
Noch interessanter ist eine 2. Frage: Wer entscheidet eigentlich, welche Ideen und Projekte Aufmerksamkeit erhalten? In jeder Stadt gibt es #etablierte #Netzwerke. Das ist normal. Man kennt sich, arbeitet zusammen und vertraut einander. Problematisch wird es erst dann, wenn dieselben Akteure immer wieder miteinander sprechen und dieselben Projekte immer wieder unterstützt werden. #Innovation entsteht indes selten in geschlossenen Kreisen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, welche Projekte gefördert werden. Die entscheidende Frage lautet, welche Projekte übersehen werden. Welche #Unternehmer, #Initiativen, #Medien, #Vereine oder #Künstler tauchen in keiner #Strategie auf?
Welche Ideen passen nicht in bestehende Raster?
Welche Potenziale bleiben ungenutzt?
Vielleicht liegt genau dort die eigentliche Wachstumsreserve der Stadt. #Wirtschaftswachstum entsteht nicht nur durch neue #Gewerbegebiete oder größere #Gebäude. Es entsteht vor allem dort, wo neue Ideen entstehen dürfen. Wo Menschen etwas ausprobieren können. Wo auch diejenigen wahrgenommen werden, die noch nicht Teil der etablierten Strukturen sind.
Gütersloh hat viele Stärken. Doch vielleicht sollte die Stadt häufiger fragen, was sie werden möchte – und seltener, was sie bereits ist. Denn auf Dauer lebt keine Stadt von ihrer #Vergangenheit. Auch nicht eine erfolgreiche.
Wer zudem #Subsidiarität fordert, müsste eigentlich gerade beim Wirtschaftswachstum zuerst vor der eigenen Haustür kehren. Wenn jede #Verantwortung nach #Berlin delegiert wird, bleibt von der kommunalen #Selbstverwaltung nicht viel mehr übrig als die #Verwaltung des #Bestehenden.
#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT





























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