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Gütersloh, Dein Wasser!


Wasser ist naß. Viel mehr wissen die wenigsten über den Grundbaustein des Lebens auf der Erde, außer vielleicht, daß Mineralwasser gesund sein soll. Wir sind ins Thema getaucht und haben Erstaunliches herausgefunden – beispielsweise auch …

Artikel vom 10. 2. 2005
Gütersloh, Dein Wasser!
Grundbaustein allen irdischen Lebens ist Wasser – es ermöglicht den Stoffwechsel aller biologischen Lebensformen auf unserer Erde und nicht zuletzt auch in Gütersloh. Der recht einfach aufgebaute Stoff, nach allgemeinem Schulwissen aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom bestehend, kommt allerdings in dieser reinen Form nur selten vor – schon gar nicht in unserem Leitungsnetz. Vielmehr befinden sich neben zahlreichen Mineralsalzen Chemikalien wie Chlor-Kohlenwasserstoffe, Düngemittelrückstände und Arzneimittelrückstände im deutschen Leitungswasser – vor allem in den USA werden erschreckende Werte für die Belastung mit Salicylsäure (Aspirin) und Östrogenen (Antibabypille) gemessen, was aufhorchen läßt: Nach einhelliger Meinung sind wir in Deutschland der Entwicklung im amerikanischen Medikamentenverbrauch rund 20 Jahre hinterher. Beide Stoffe sind biologisch nicht abbaubar und reichern sich im Wasser immer mehr an. Nach telefonischer Rückfrage haben uns die Stadtwerke Gütersloh dazu mitgeteilt: »Unsere Laboranalysen basieren auf einer Mischung verschiedener Entnahmestellen – vom Wasserwerk bis zu Endverbrauchern. Auf Arzneimittelrückstände können wir das Wasser selbst nicht analysieren und deshalb tun wir das auch nicht.« Tatsächlich sind diese Analysen nach der deutschen Trinkwasserverordnung nicht vorgeschrieben, stellen aber langfristig ein Problem dar, insbesondere können Antibiotikarückstände dauerhaft zu Resistenzen bei Mikroorganismen führen, die letztlich auch zu Resistenzen beim Menschen führen, und die Rückstände aus Antibabypillen haben nach Meinung zahlreicher Biologen schon für Unfruchtbarkeit verschiedener Wildtiere gesorgt. Experten des Umweltbundeamtes haben schon 2003 weitergehende Untersuchungen hinsichtlich der Spätfolgen von Arzneimitteln im Trinkwasser gefordert. Weitere Probleme sind Schwermetallbelastungen, vor allem durch Hausinstallationen mit Blei- oder Kupferrohren, und die Vermehrung von Legionellen (Erreger der Legionärskrankheit) durch die geringen Brauchwassertemperaturen im Rahmen der Niedrigenergiekonzepte, der beispielsweise durch UV-Bestrahlung entgegengewirkt werden kann.

Sieht man sich die Analysen des Gütsler Leitungswassers an, stellt man fest, daß es in Sachen Mineraliengehalt einem mineralienreichen Mineralwasser entspricht – beispielsweise enthält das Wasser Gerolsteiner Naturell 140 Milligramm Calcium je Liter, das Gütsler Leitungswasser durchschnittlich 120 Milligramm. Im Allgemeinen glaubt man, daß Mineralien im Wasser gut für den Menschen seien – tatsächlich kann der Körper die Mineralien aus dem Wasser nicht verarbeiten, er deckt seinen Mineralienbedarf über kolloidale Mineralien aus der Nahrung. Zahlreiche Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen steigendem Mineralwasserkonsum und Krankheiten wie Arteriosklerose oder Nierensteinen, da der Körper die unfreiwillig aufgenommenen Mineralien aus dem Wasser anlagert: »Wahrscheinlich ist hartes Wasser auch für Arteriosklerose, Bluthochdruck, Rheumatismus, Arthritis und Gallenblasen- und Nierensteine mitverantwortlich. Durch das Verschwinden solcher Ablagerungen werden die unmittelbaren Ursachen des vorzeitigen Alterns und von Krankheiten beseitigt«, so der Umweltexperte Dr. R. W. Bernhard.

Es gibt zahlreiche Bewegungen, die das Trinken von demineralisiertem Wasser (beispielsweise durch Umkehrosmose) oder sogar destilliertem Wasser propagieren – die amerikanische Marine versorgt ihre Soldaten beispielsweise ausschließlich mit Aqua Destillata – wenn auch nicht ganz freiwillig – durch die Meerwasserentsalzungsanlagen auf den Schiffen. Destilliertes oder demineralisiertes Wasser soll, weil es ungesättigt ist, überhaupt erst in der Lage sein, Schadstoffe aus dem Körper auszuschwemmen. Ausnahmen wie das Mineralwasser Volvic, das eine Gesamtmineralisierung von 130 Milligramm je Liter aufweist (Gerolsteiner liegt bei 885 Milligramm, Gütsler Leitungswasser bei rund 570 Milligramm je Liter – der Grenzwert liegt laut Trinkwasserverordnung bei gut 1200 Milligramm je Liter) erfüllen zwar diese Forderung annähernd, aber es stellt sich die Frage nach dem ökologischen Sinn, ein Mineralwasser in Plastikflaschen quer durch Europa zum Verbraucher zu transportieren.

Die Möglichkeiten, das Leitungswasser aufzubereiten, sind zahlreich. Durch Destillation werden alle gelösten Stoffe entfernt, durch Filtration werden Schwebstoffe und teilweise auch gelöste Stoffe entfernt und physikalische Methoden wie Magnetfelder oder UV-Bestrahlung verändern die Eigenschaften der Ionen oder bekämpfen Keime.

Destillation

Abgesehen von teuren Anlagen für medizinische Anwendungen werden vor allem Destillationsgeräte im Kaffeemaschinenformat amerikanischer Herkunft angeboten. Die Problematik der Redestillation im Wasser gelöster flüchtiger Stoffe wird durch Aktivkohlefilter gelöst, die allerdings eine Keimbelastung darstellen können – wird dem durch Silberbeschichtungen entgegengewirkt, ergibt sich wiederum eine entsprechende Schwermetallbelastung. Letztlich ist eine Keimbelastung vorzuziehen – in der Umwelt ist der Mensch ständig Keimen aller Art ausgesetzt und kann diese – ein gesundes Immunsystem vorausgesetzt – erfolgreich bekämpfen. Nachteil dieser Methode ist der relativ hohe Energieaufwand.

Umkehrosmose

Ein Trinkwassersystem auf Basis der Umkehrosmose hält Schadstoffe bis zu 100 Prozent zurück und bietet die Möglichkeit, sich vor den physiologischen und den umweltbedingten Belastungen zu schützen. Reines Osmose-Wasser hilft überschüssige Mineralien und Toxine aus dem Organismus auszuschwemmen und so lindernd und prophylaktisch zu wirken. Das Wasser durchläuft dabei eine Membrane, die fast ausschließlich Wassermoleküle durchläßt. Schwermetalle, Nitrate, Bakterien, Viren und Chemikalien werden zurückgehalten. Durch Reinigungszyklen werden diese Schadstoffe aus dem Filtersystem ausgespült. Umkehrosmoseanlagen werden in verschiedenen Größen angeboten – vom Kleingerät direkt an der Zapfstelle über Untertischgeräte bis zu ganzen Hauswasseranlagen.

Kalkwandler

Lästigen Verkalkungen läßt sich mit verschiedenen Methoden zu Leibe rücken. Eine seit den 80ern verbreitete Methode sind die Ionentauscher, bei denen Calciumionen durch ein Granulat ausgefiltert werden, das aber durch Spülung mit Salzsole regeneriert werden muß und so das Abwasser erheblich belastet. Vermeiden läßt sich dieses Problem durch physikalische Wasserbehandlung, bei der die Calciumionen nicht entfernt werden, sondern mit unterschiedlichen Verfahren der Kristallisationsprozeß beschleunigt wird, um gesättigte Kleinstkristalle zu erzeugen, die dann mit dem Wasser ausgespült werden. Die Wasserqualität bleibt bei diesem Verfahren erhalten, Kalkablagerungen werden vermieden und langfristig abgebaut.

Neben meist wirkungslosen Dauermagneten kann eine effektive Kalkwandlung durch den »Maxical«-Kalkwandler erreicht werden, der mit Spulen, die um die Leitungen gewickelt werden, Magnetfelder mit wechselnden Frequenzen zwischen 0,5 und zehn Kilohertz erzeugt, um eine Verwirbelung der Calciumionen zu erzielen und eine Kleinstkristallbildung zu bewirken. Andere, ähnlich arbeitende Kalkwandler, verfügen oft über nicht wechselnde Feldstärken und Frequenzen, was die Effizienz deutlich vermindert.

Brunnenwasser

Um Geld zu sparen, gewinnen viele Haushalte ihr Wasser aus eigenen Brunnen. Je nach geographischer Lage kann das selbstgeförderte Wasser jedoch mehr oder weniger stark eisenhaltig, manganhaltig, nitratbelastet oder mit Keimen verunreinigt sein – die deutsche Trinkwasserverordnung verbietet dann die Nutzung: Laut Gesetz muß sogar aus deutschen Toilettenspülungen zertifiziertes Trinkwasser strömen. Die Aufbereitung des Brunnenwassers ist durch Filtertechnik möglich, eine Entkeimung durch UV-Bestrahlung erreichbar – Legionellen, die in letzter Zeit vermehrt im deutschen Wasser zu finden sind – werden beispielsweise durch UV-Bestrahlung in ihrer Vermehrung gestoppt. Wenn das selbstgeförderte Brunnenwasser als Trinkwasser genutzt werden soll, muß auf jeden Fall professioneller Rat gesucht werden.

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