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Trotz Vollzeitjob bei Miele: FH Bielefeld-Student macht seinen MBA

Wie bekommt man das nur unter einen Hut? Idris Qayomi studiert den berufsbegleitenden Master General Management an der FH Bielefeld und arbeitet gleichzeitig bei Miele. Das Studienmodell ermöglicht ihm, sein akademisches Potenzial auszuschöpfen und seine Karrierechancen zu verbessern.

Lesedauer 4 Minuten, 48 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 23. Dezember 2021, DOI: https://www.guetsel.de/content/33471/6056664.html
Trotz Vollzeitjob bei Miele: FH Bielefeld-Student macht seinen MBA
Idris Qayomi studiert im dritten Semester den Master »General Management« (MBA) berufsbegleitend an der FH Bielefeld und arbeitet parallel in Vollzeit bei Miele in Gütersloh. Foto: Patrick Pollmeier, FH Bielefeld

Trotz Vollzeitjob bei Miele: FH Bielefeld-Student macht seinen MBA

  • Wie bekommt man das nur unter einen Hut? Idris Qayomi studiert den berufsbegleitenden Master General Management an der FH Bielefeld und arbeitet gleichzeitig bei Miele. Das Studienmodell ermöglicht ihm, sein akademisches Potenzial auszuschöpfen und seine Karrierechancen zu verbessern.

Bielefeld (fhb) »Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein«. Das ist ein bekanntes Zitat des Politikers und Unternehmers Philip Rosenthal und die #Lebensphilosophie von Idris Qayomi. Der 28-Jährige aus Rheda-Wiedenbrück studiert im dritten Semester den Master »General Management« (MBA) berufsbegleitend an der FH Bielefeld und arbeitet parallel in Vollzeit bei Miele in Gütersloh.

Selbstorganisation als Basis für Erfolg

Doch damit nicht genug: Neben Studium und Vollzeitjob engagiert sich der 28-Jährige ehrenamtlich bei Rotaract Rheda-Wiedenbrück, ist Mitglied des Deutsch-Türkischen Länderausschusses des Rotary-Clubs und spielt Fußball. Wie er all das unter einen Hut bringt? Mit viel Entschlossenheit! »Ich bin schon immer sehr ehrgeizig gewesen und der Meinung, dass man mit viel Fleiß, Motivation und klaren Zielen vor Augen alles schaffen kann. Essenziell ist eine gute Selbstorganisation – vor allem beim Lernen«, so der Masterstudent. »Da das berufsbegleitende Studium einen großen Selbststudienanteil hat, habe ich mir einen präzisen Lernplan mit Lernzielen und Deadlines erstellt. Feste Lernzeiten jeden Dienstag- und Donnerstagabend sowie jeden Sonntag sind Teil davon. Alle 14 Tage bin ich dann für Präsenzveranstaltungen in der FH.«

Seine Selbstorganisation konnte Idris Qayomi bereits während seines Bachelorstudiums erproben: 2019 schloss der mittlerweile 28-Jährige den Bachelorstudiengang »Betriebswirtschaftslehre« mit dem Schwerpunkt Controlling an der FH Bielefeld ab – ebenfalls berufsbegleitend. Auch zu dieser Zeit war er schon bei Miele tätig. Das Studienmodell gefiel ihm so gut, dass er den MBA sobald wie möglich anschloss, um sein Wissen weiter zu vertiefen: »Mir hat im Bachelorstudium vor allem geholfen, dass ich für viele Aufgaben sofort Beispiele aus meiner Berufspraxis zur Hand hatte. Ich wusste, dass ich so auch im Masterstudium am meisten lernen kann.«

Austausch mit anderen Studierenden ist wichtig

Den berufsbegleitenden Master absolviert Qayomi nun seit 2020. Eine wichtige Rolle spielt für ihn dabei der Austausch und die Zusammenarbeit mit den anderen Studierenden: »Meine Kommilitoninnen und Kommilitonen kommen aus den unterschiedlichsten Branchen und Abteilungen. Dadurch kann jeder von jedem etwas lernen. Man bildet Lerngruppen, vermittelt sich Inhalte, unterstützt und motiviert sich. Das ist für mich besonders wichtig beim berufsbegleitenden Studium.«

Internationale Ausrichtung in Studium und Beruf

Bei #Miele ist Idris Qayomi als Einkäufer in der Abteilung »Smart Home« für die adäquate, weltweite Beschaffung von elektronischen Komponenten zuständig. Diese werden im Miele Werk Electronic in #Gütersloh und im Miele Werk in Brasov, Rumänien, für die Produktion verwendet. Er tauscht sich mit Lieferanten aus, kümmert sich um Anfragen, führt Preisverhandlungen und prüft, ob vereinbarte Bedingungen eingehalten werden. Im Anschluss seiner Auslandsentsendung nach China, fungiert Qayomi zurzeit als sogenannter »Key User« für das International Procurement Office (IPO). In diesem Zuge plant, koordiniert und implementiert er internationale Projekte – ein Aufgabenfeld, bei dem der Student, seine Kenntnisse und Erfahrungen aus seinem Masterstudium direkt anwenden kann. »Aufgrund meines Arbeitsumfeldes war mir bei der Wahl meines Masterstudiums eine internationale Ausrichtung des Studiengangs besonders wichtig. Mit dem M#BA habe ich die perfekte Kombination aus fachlichen Inhalten mit einem internationalen Fokus gefunden. Sogar englischsprachige Seminare sind Teil des Curriculums«, worüber sich Idris Qayomi besonders freut. Denn: Er spricht sieben Sprachen.

Der berufsbegleitende Master General Management

Der Master General Management vermittelt in fünf Semestern fortgeschrittenes betriebswirtschaftliches Management-Know-how im nationalen sowie internationalen Kontext und qualifiziert damit für Führungspositionen in der Wirtschaft. Eine breite fachliche Qualifizierung mit internationalem Schwerpunkt, interkulturelle Managementkompetenzen und ein Fokus auf global agierende Unternehmen stehen im Zentrum des #Studienganges. Das Wissen wird anwendungsorientiert durch praxisnahe Projekte, innovative Lehrformate, wie Planspiele, und die Schilderung von eigenen Erfahrungen der Dozierenden aus der Unternehmenspraxis vermittelt. 

Fokus auf das Selbststudium

Das berufsbegleitende Studium, auch Verbundstudium genannt, besteht zu 70 Prozent aus Selbststudium. Die Studieninhalte, die in traditionellen Studiengängen Gegenstand von Vorlesungen sind, werden über didaktisch aufbereitete Lernmaterialien und ergänzende digitale Angebote vermittelt. Hinzu kommt ein umfassendes Serviceangebot wie Tutorien, Exkursionen und persönliche Beratung durch das Lehrteam des Studiengangs. Um die Lerninhalte zu verinnerlichen, wird das Selbststudium durch einen 30-prozentigen Präsenzlehreanteil ergänzt: Jeden zweiten Samstag im Semester finden an der FH ganztägige Veranstaltungen in kleinen Gruppen statt, in denen das Wissen in konkreten Übungen und Fallbeispielen vertieft wird. Durch dieses Lehrkonzept können sich die Studierenden ihre Studienzeit größtenteils selber einteilen und müssen nicht beruflich zurücktreten – eine wertvolle Verzahnung von Theorie und Praxis ist das Ergebnis.

Vereinbarkeit von Beruf und Studium

Diese Vorteile weiß auch Idris Qayomi zu schätzen: »Ein Studium und ein Vollzeitjob sind in keinem anderen Studienmodell so optimal vereinbar wie im berufsbegleitenden Studium. Die Verbindung der beiden Bereiche sorgt zudem dafür, dass man das erlernte Wissen direkt in der Praxis einbringen und umsetzen kann. Ich bin überzeugt davon, dass man auf diese Weise langfristig beruflich erfolgreicher ist, da sich die Theorie nicht immer eins zu eins in der Praxis widerspiegelt. Erst die Verbindung der beiden Bereiche ermöglicht wichtige Synergieeffekte und das Verständnis von Zusammenhängen.«

Dementsprechend positiv fällt auch das Fazit des 28-Jährigen aus: »Das berufsbegleitende Studium erfüllt alle meine Wünsche. Trotz einiger durchaus stressiger Phasen würde ich mich immer wieder für dieses Studienmodell entscheiden!«

Berufsbegleitend studieren – Potenzial ausschöpfen

Marc Sundermann, Referent für Employee Engagement bei Miele, ist unter anderem für die Hochschulkontakte innerhalb des Unternehmens zuständig und teilt Idris Qayomis Einschätzung: »Wir möchten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne in Ihrer Entwicklung unterstützen und langfristig mit Ihnen zusammenarbeiten. Das berufsbegleitende Studium ermöglicht ihnen, ihr gesamtes Potenzial gemeinsam mit uns auszuschöpfen. Die erworbenen fachlichen Qualifikationen, aber auch weitere wertvolle Soft Skills wie Selbstorganisation, können sie dann wiederum hier bei uns einbringen. Das zeigt, dass das berufsbegleitende Studium sowohl ein großer Gewinn für die Beschäftigten als auch für das Unternehmen ist. Wir freuen uns sehr, dass wir mit der FH Bielefeld einen so praxisnahen, professionellen und flexiblen Partner haben.«

Salenti

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