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Greenpeace-Report: Fast-Fashion-Boom frisst Fortschritte bei Chemieeinsatz in der Modeindustrie auf

29 globale Modekonzerne unter der Lupe – gesetzliche Regulierungen nötig.

Lesedauer 1 Minute, 45 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 23. November 2021
Greenpeace-Report: Fast-Fashion-Boom frisst Fortschritte bei Chemieeinsatz in der Modeindustrie auf

Greenpeace-Report: Fast-Fashion-Boom frisst Fortschritte bei Chemieeinsatz in der Modeindustrie auf

  • 29 globale Modekonzerne unter der Lupe – gesetzliche Regulierungen nötig

Greenpeace, Hamburg, 23. November 2021

Der rasante Anstieg an schneller, billiger Mode macht die Fortschritte der Modeindustrie beim Einsatz giftiger Chemikalien wett. Ein heute veröffentlichter Greenpeace-Report zeigt, dass die 29 untersuchten Modekonzerne inzwischen in über 90 Prozent ihrer Produktionsstätten auf besonders krebsfördernde, fortpflanzungsschädigende und hormonell wirksame Chemikalien verzichten. Dazu zählen Weichmacher, PFCs und Azofarbstoffe. Gleichzeitig steigt die Menge an produzierter Mode weiter an. Greenpeace: »Textilriesen wie Mango, H & M, Primark, Nike oder Adidas setzen weiter auf Wegwerfmode. Das es anders geht, zeigen zum Beispiel Vaude oder Benetton die erste Schritte unternommen haben, um ihre Kollektionen zu reduzieren, ihre Warenströme zu entschleunigen und so ihren Ressourcenverbrauch zu senken.« »Was die Konzerne beim Einsatz von Chemie aufholen, verspielen sie mit immer mehr Kollektionen«, sagt Viola Wohlgemuth, Konsumexpertin von Greenpeace. »Fast-Fashion wird nie nachhaltig sein, ganz gleich ob ihre Produktion mit weniger giftigen Chemikalien auskommt. Die Branche muss vom Händler zum Dienstleister werden, um wirkliche Fortschritte im Klimaschutz zu erzielen. Reparieren, Mieten und  Second Hand müssen das neue Normal werden.«

Textilfirmen sind drittgrößte CO2-Produzenten bei weltweiten Lieferketten

Die Textilbranche gehört weltweit zu den klimaschädlichsten. Von den acht größten Lieferketten ist die Textilindustrie der drittgrößte Emittent von Treibhausgasen. Das liegt vor allem an schnellen Produktzyklen mit teilweise wöchentlich wechselnden Kollektionen. Diese sogenannte Wegwerfmode übernutzt Ressourcen und produziert viel Müll. In den vergangenen sechs Jahren hat sich die Zahl der weltweit produzierten Kleidungsstücke auf rund 200 Milliarden verdoppelt. Konsument:innen tragen ihre Kleidung inzwischen nur noch halb so lang, wie vor fünfzehn Jahren. 20 der 29 Textilunternehmen, die sich aufgrund der Greenpeace-Detox-Kampagne zu mehr Nachhaltigkeit und Verzicht auf giftige Chemikalien verpflichtet haben, setzen dennoch auf Wegwerfmode. Greenpeace: »Zu diesen Konzernen zählen etwa Primark, Mango und C & A.« »Durch den Fast-Fashion-Wahnsinn landet jede Sekunde eine LKW-Ladung Textilien weltweit auf Mülldeponien oder wird verbannt«, sagt Wohlgemuth. »Wenn die neue Bundesregierung Umwelt und Klima schützen will, muss sie endlich auch die Textilindustrie in den Blick nehmen. Mit Selbstverpflichtungen allein wird die Branche das 1,5 Grad Limit nicht erreichen, dafür braucht es gesetzlich bindende Sektorziele.«

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