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Dorothee Grünbart: Wie die Angst, der Stress und die Wut aus dem Unternehmen verschwindet

Die Corona-Pandemie war das beste Beispiel dafür, was Angst und Stress in Unternehmen anrichten kann: Kurzarbeit, drohende Entlassungen, unsichere Zukunft – hier waren Verantwortliche gefordert, Angst, Stress und Wut von den eigenen Reihen fernzuhalten und positiv mit den Herausforderungen umzugehen

Lesedauer 4 Minuten, 50 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 15. Oktober 2021
Dorothee Grünbart: Wie die Angst, der Stress und die Wut aus dem Unternehmen verschwindet

Dorothee Grünbart: Wie die #Angst, der #Stress und die #Wut aus dem Unternehmen verschwindet

Die #Corona-Pandemie war das beste Beispiel dafür, was Angst und Stress in Unternehmen anrichten kann: Kurzarbeit, drohende Entlassungen, unsichere Zukunft – hier waren Verantwortliche gefordert, Angst, Stress und Wut von den eigenen Reihen fernzuhalten und positiv mit den Herausforderungen umzugehen. Dorothee Grünbart ist ehemalige Sprachwissenschaftlerin und als Unternehmens- und Personalberaterin tätig, weshalb sie branchenübergreifend große Einblicke in die Führungsebenen von Unternehmen bekommen konnte. Frau Grünbart ist sich sicher: Unabhängig von der jeweiligen Herausforderung gibt es immer Wege, Angst und Stress in Unternehmen zu vermeiden bzw. verschwinden zu lassen. Gute Ergebnisse können nur erzielt werden, wenn der Kopf frei ist. Im Folgenden verrät Dorothee Grünbart wertvolle Ansätze, die in jedem Unternehmen zum Tragen kommen sollten.

Mit verschiedenen Szenarios arbeiten

Oft sind Führungskräfte selbst mit schwierigen Situationen überfordert und dementsprechend hilflos in der Kommunikation. So kommt es zu Momenten, in denen Mitarbeitern gedroht und die negativen Konsequenzen vom Nicht-Erreichen eines Ziels schonungslos dargestellt werden. Das erzeugt Angst und Panik in den Köpfen, was wiederum Blockaden und krankheitsbedingte Ausfälle zur Folge hat. Anstatt den Teufel an die Wand zu malen, sollte mit worst-case und best-case Szenarien gearbeitet werden. Was würde im schlimmsten Fall passieren, und wie würde der Idealfall aussehen? Was müsste man tun, um diesen zu erreichen?

So enthält man den Mitarbeitern keine Informationen, malt aber gleichzeitig ein extrem positives und Mut machendes Bild der Lage auf. Das Best-Case-Szenario ist immer die Lösung der Situation. Es entsteht ein Anreiz, sich mit dem Best Case auseinanderzusetzen und aus eigener Kraft Lösungsansätze voranzutreiben, um den Worst Case zu vermeiden. Wer nur die schlimmsten Konsequenzen kommuniziert, gibt seinem Team keine Aussicht auf Hoffnung oder Verbesserung der Situation und nimmt auch dem positivsten Mitarbeiter den Wind aus den Segeln. Daher ist es in Krisensituationen immer ratsam, mit verschiedenen Szenarien zu arbeiten, von denen eines unbedingt die Lösung des Problems in realistischer Erreichbarkeit darstellen sollte. Zelebrieren sie den Best Case und geben sie ihren Mitarbeitern neuen Mut!

Partizipativer Führungsstil

Unternehmen sind es gewohnt, Dinge von oben her durchzusetzen und auf diese Art und Weise auch Herausforderungen zu konfrontieren. Oftmals befinden sie sich damit völlig auf dem Holzweg, denn wenn etwas von oben her kommt, haben ausführende Kräfte weiter unten das Gefühl, der Situation machtlos ausgeliefert zu sein. So entstehen Angst, Stress und Wut auf die Vorgesetzten oder die äußeren Bedingungen. Führungskräfte können diese negativen Emotionen abfedern, indem sie einen partizipativen Führungsstil  leben. Das bedeutet, dass Mitarbeiter einbezogen werden und man die eigenen Teammitglieder bei passenden Gelegenheiten nach Rat fragt. So bringt man Wertschätzung in die einzelnen Bereiche und gibt niemandem das Gefühl, einer Sache gegenüber machtlos ausgesetzt zu sein. Stattdessen fördert man Kreativität und den Mut, eigene Ideen einzubringen. Ist darunter nur eine bahnbrechende Idee, hat es sich für das gesamte Unternehmen schon gelohnt. Es ist ohnehin erstaunlich, wie viel positiven Output ein partizipativer Führungsstil bewirken kann. Probieren Sie es einfach aus.

Die Sandwichpositionen – Abfedern von Druck

Leitende Angestellte befinden sich häufig in einer »Sandwich-Position« zwischen der Geschäftsführung und den Mitarbeitern am untersten Ende. Sie erhalten von oben klare Anweisungen, Umsatzdruck und müssen Erwartungshaltungen sowie hohen Anforderungen gerecht werden. Ist jemand mit diesem mentalen Stress überfordert, gibt er ihn bewusst oder unbewusst an die eigenen Mitarbeiter weiter. Die Aufgabe in der Sandwich-Position sollte es jedoch sein, Druck von oben abfedern zu können und nicht ungefiltert ins eigene Team zu tragen. Dazu hilft der Austausch mit Kollegen aus dem eigenen Reihen, denen es genauso geht. Auch sollte man sich Methoden der Bewältigung von Stress antrainieren, um mit schwierigen Herausforderungen besser umgehen zu können. Wer sucht, findet viele Stellschrauben, an denen individuell angesetzt werden kann (Sport, Work-Life-Balance, Meditation, professionelles Coaching, kreative Hobbys et cetera).

Gemeinschaft und Austausch fördern

Zusammen ist man stark – daher sollten in Unternehmen Gemeinschaft und der Austausch von Angestellten untereinander gefördert werden. Findet Austausch statt, kann man sich Probleme von der Seele reden und Druck abbauen. Niemand sollte in einem Unternehmenskonstrukt das Gefühl bekommen, alleine zu sein und seine Sorgen in sich hineinfressen zu müssen. In der Schule wurde dies mit dem sogenannten Kummerkasten und einer anschließenden Sprechstunde darüber gelöst. Das Konzept könnte etwas professionalisiert und auf Unternehmensebene übertragen werden. So gäbe es, abgesehen vom Betriebsrat, eine zusätzliche Möglichkeit, interne Probleme oder Sorgen in vertrauensvoller Atmosphäre auf den Tisch zu bringen. Auch die Nahrungsaufnahme kann man zu einem sozialen Treffpunkt gestalten, indem man geschlossen als Team in die Kantine geht oder für die Runde hin und wieder Pizza bestellt. Team-Building-Maßnahmen müssen nicht immer kostspielig sein und können auch in kleinem Rahmen angewendet werden, um das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt zu stärken.

Fazit

Dorothee Grünbart kann dank ihrer langjährigen Tätigkeit im Management verschiedener Unternehmen aus dem Vollen schöpfen und auf ein großes Repertoire zurückgreifen, wenn es darum geht, Emotionen wie Angst, Stress und Wut im Unternehmensalltag fernzuhalten. Als Schlüssel dafür kann man gelungene Kommunikation und wertschätzenden Umgang mit den eigenen Mitarbeitern werten. Beherzigt man die wertvollen Praxis-Tipps, wird man es als Unternehmen stets schaffen, ruhig durch die Gewässer zu segeln, egal, wie stark der Wind blasen mag.

Vita

Dorothee Grünbart hat Linguistik studiert und ist von Hause aus Sprachwissenschaftlerin. Sie lebte in Argentinien, Spanien und Frankreich, studiert und arbeitete dort. Als Unternehmens- und Personalberaterin (in unterschiedlichen Unternehmensberatungen) war Sie branchenübergreifend tätig und hat weit über tausend Auswahlgespräche geführt, vor allem für Positionen im oberen Management, und natürlich auch Kandidaten in gute Positionen vermittelt. Frau Grünbart absolvierte eine Weiterbildung für systemische Supervision und Coaching sowie eine Ausbildung als Lehrsupervisorin. In einem international agierenden Unternehmen war Sie für über 100 Mitarbeiter an fünf Standorten als Personalmanagerin verantwortlich. Sie hat sich in den letzten Jahren darauf spezialisiert Führungskräfte und Teams zu Höchstleistungen zu führen (gute Performance, Senkung der Fluktuation, gute Unternehmenskultur, besserer Umsatz).

Ihre Vision ist, dass die Menschen gerne arbeiten und gut miteinander umgehen.

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