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FC-Gütersloh-Sportchef Rob Reekers: »Wir müssen versuchen das Spiel zu bestimmen« – Interview

Sportchef Rob Reekers ist beim FC Gütersloh der Mann für alle Fälle. Wenn die Trainer der Zweiten im Urlaub sind, springt er ein

Lesedauer 3 Minuten, 57 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 25. September 2021
FC-Gütersloh-Sportchef Rob Reekers: »Wir müssen versuchen das Spiel zu bestimmen« – Interview
Foto: Jens Dünhölter

Sportchef Rob Reekers ist beim #FC #Gütersloh der Mann für alle Fälle. Wenn die #Trainer der Zweiten im Urlaub sind, springt er ein. Oder wenn im neuen #Vereinsheim #Möbel geschleppt werden, ist er auch dabei. Aber seine Hauptaufgabe besteht natürlich darin, zusammen mit Trainer Julian Hesse die Mannschaft zusammenzustellen. Dabei plant Rob gerne langfristig. So hat er gerade erst die Verträge mit Julian und mit #Torwart Jarno Peters verlängert. Vor dem Heimspiel gegen Preußen Münster Zwei hat Marvin Haß mit ihm gesprochen.

Rob, worauf hast du bei der Kaderzusammenstellung für diese Saison besonders geachtet?

»Ziel war es nach Möglichkeit alle Positionen doppelt besetzt zu haben. Wir versuchen Leute zu holen, die die Qualität des Kaders sichtbar erhöhen. Natürlich gehen wir nicht einfach blind drauf los. Wir schauen schon nach Bedarf auf den bestimmten Positionen. Wir achten darauf, dass der Typ #Spieler auch zum FC Gütersloh passt.«

Ein Typ wie Björn Schlottke vielleicht?

»Ja genau! Mit seiner Qualität und seinem Willen war er ein Schlüsselspieler in der vergangenen Saison. Wirklich schade, dass er aufgehört hat. Da hatten wir es nicht selber in der Hand. Auch Marcel Rump, der nun in Hamburg arbeitet, hat in der abgebrochenen Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht. Sein Abgang war leider ebenfalls nicht vermeidbar.«

Nun kam es in den letzten Wochen zu Vertragsverlängerungen. Unser Torwart Jarno Peters verlängerte bis 2024, Trainer Julian Hesse bis 2025. Kann man von einem Vertrauensvorschuss reden?

»Wir alle sehen, dass Jarno ein richtig guter Torhüter ist. Da machen wir überhaupt keinen Fehler, wenn wir mit ihm langfristig verlängern. Er ist mit seinen 28 Jahren in einem perfekten Alter. Bei Julian ist es ebenso. Er ist ein junger Trainer mit viel Talent, der für sein Alter schon sehr weit ist.«

Folgen also weitere Vertragsverlängerungen?

»Es werden mit Sicherheit Gespräche stattfinden. Bei Spielern, die uns mit Leistung überzeugen und gut zu uns passen, werde ich versuchen längere Vertragslaufzeiten auszuhandeln. Warum auch nicht? Wenn es für beide Seiten passt, finde ich das sehr gut. Das alles findet natürlich immer in Absprache mit Julian statt.«

Welche Spielweise erwartest du von unserem Team?

»Julian und ich sind da wirklich auf einer Wellenlänge. Unser Fußball soll aktiv sein. Wir müssen versuchen das Spiel zu bestimmen. Ziel ist es den gegnerischen Spielern Zeit und Raum zu nehmen. Wenn man das schafft, wird der #Gegner Probleme haben. Man provoziert #Ballverluste und hat die Kugel schnell wieder in den eigenen Reihen. Dann macht das Fußballspielen Spaß. Für den Beobachter und #Fan ist diese Art des Fußballs auch sehr ansehnlich.«

»Voetbal Total« quasi … der »totale #Fußball« der niederländischen Nationalmannschaft in den 1970er-Jahren wurde geprägt durch die Klub-Legende von Ajax Amsterdam, Johan Cruyff. Unser Trainer Julian Hesse durfte drei Tage beim niederländischen Spitzenklub Ajax hospitieren. Eine super Erfahrung für jeden Trainer, oder?

»Absolut. Die Eindrücke, die man dort bekommt, sind überwältigend. Solche Dinge erlebt man nicht allzu oft. Wenn man die Möglichkeit hat, bei einem so großen #Verein hinter die Kulissen zu schauen, dann sollte man das auf jeden Fall tun. Julian konnte die Trainingseinheiten der ersten Mannschaft verfolgen. Zusätzlich konnte er lange Gespräche mit dem Jugendkoordinator von Ajax Amsterdam führen. Dieser hat ihm die Vision und das Konzept der legendären Talentschmiede nähergebracht und veranschaulicht. Wenn man dann gut aufpasst, kann man sehr viel für seine eigene Trainerarbeit mitnehmen.«

Rob, Du hast die drei Tage bei Ajax für Julian möglich gemacht. Wie kam es dazu?

»Erik und ich sind Freunde. Wir kommen beide aus dem Großraum Enschede. Er aus Oldenzaal, ich aus Losser. Als wir uns über Freunde kennengelernt haben, war ich Spieler beim VfL Bochum und er bei Twente #Enschede. Später haben wir noch drei oder vier Jahre #Futsal mit anderen ehemaligen #Fußballprofis gespielt. Das war aber nur aus Spaß, die dritte Halbzeit war da für uns von größerer Bedeutung. Da konnte man nach dem Kicken einfach quatschen und einen guten Abend haben. Eine wirklich schöne Zeit. So ist der Kontakt nie wirklich abgerissen.«

Unser kommender Gegner ist der SC Preußen Münster Zwei. Was erwartest du von dieser jungen #Truppe?

»„Zweite Mannschaften sind oft eine Wundertüte. Die Fluktuation ist teilweise sehr hoch. Das sind oft die Spieler, die noch hoffen, dass sie zukünftig in der ersten Mannschaft berücksichtigt werden. Dann kommen zusätzlich Talente dazu, entweder aus der eigenen Jugend oder von außerhalb. Diese trainieren dann vielleicht schon bei der ersten Mannschaft mit, spielen aber bei der Zweiten. So hat man jedes Jahr mehrere Ab- und Zugänge und die Mannschaften müssen sich erst finden. Wenn man diese jungen, talentierten #Kicker allerdings spielen lässt und ihnen Raum gibt, dann kann es böse ausgehen. Schlussendlich liegt es bei uns. Wenn wir bereit sind, viel zu investieren, körperlich präsent sind und dem Gegner die Luft zum Atmen nehmen, dann kann es ein gutes Spiel für uns werden.«

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