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»Wassererlebnispfad Dalke« in Gütersloh

Der Gedanke, einen »Wassererlebnispfad« entlang der Dalke zu errichten, wurde unmittelbar nach Gründung der Umweltstiftung Gütersloh durch die Mitglieder der Stiftungsgremien geboren

Lesedauer 6 Minuten, 21 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 24. September 2021
»Wassererlebnispfad Dalke« in Gütersloh
Symbolbild

Der Gedanke, einen »#Wassererlebnispfad« entlang der #Dalke zu errichten, wurde unmittelbar nach Gründung der #Umweltstiftung #Gütersloh durch die Mitglieder der Stiftungsgremien geboren. In Kooperation mit Partnern aus dem städtischen Bereich, der Wirtschaft, Verbänden, Vereinen und interessierten #Bürgerinnen und #Bürgern sowie mit fachlicher Unterstützung durch ein Landschaftsarchitekturbüro wurde im Rahmen eines »Runden Tisches« die Grundkonzeption für den »Wassererlebnispfad« entwickelt.

Das Konzept des Wassererlebnispfades entlang der Dalke besteht aus 20 Stationen, an denen in anschaulicher Weise die ökologische und ökonomische Bedeutung des Wassers und seine vielfältige Nutzung dargestellt werden. Dazu gehören unter anderem die Themen Wasserkreislauf, Fließ- und Stillgewässer, #Renaturierung, #Wasserbau, #Lebensräume und #Lebensformen, Gewässergüte, #Wasserchemie und #Wasserphysik, #Hochwasserschutz, #Wasserkraft, #Wassernutzung, #Wasserreinigung, Landschafts- und #Stadtgeschichte sowie #Naherholung.

Durch ein begleitendes umweltpädagogisches Angebot, das mit freundlicher Unterstützung der NRW-Stiftung »#Natur, #Heimat, #Kultur« erarbeitet wird, sollen die Themen einzelner Stationen auch für eine Nutzung durch Schulklassen im Rahmen von (außerschulischem) #Projektunterricht zur Verfügung stehen.

Unter der Rubrik »Themen« finden sich Informationen zum »Wassererlebnispfad«, die von allgemeiner und stationsübergreifender Bedeutung sind. Dazu gehören unter anderem allgemeine Informationen über die Dalke als Gewässer und über die Geschichte und Technik der #Mühlen.

Exkursionsführer »An der Dalke unterwegs«

Seit Juli 2019 liegt sie mit einigen redaktionellen Überarbeitungen vor: Die dritte Auflage der beliebten Begleitbroschüre zum »Wassererlebnispfad Dalke«. Nachdem die erste Auflage vom Oktober 2011 innerhalb weniger Wochen vollständig vergriffen war, hat das Kuratorium der #Umweltstiftung #Gütersloh auf Vorschlag des Vorstands entschieden, noch einmal 2.000 Broschüren drucken zu lassen.
Da auch diese Auflage schnell vergriffen war, wurde 2019 entschieden, die beliebte Broschüre noch einmal in einer Auflage von 3.000 Exemplaren drucken zu lassen.

Wer den »Wassererlebnispfad« zu Fuß oder mit dem Rad erkunden möchte, muss in Avenwedde zwischen den Stationen Eins (Naturschutzgebiet Große Wiese) und Drei (Strangmühle) die Dalke verlassen. Auch in der Innenstadt zwischen Oststraße und Dalkestraße besteht keine direkte Wegeverbindung entlang der Dalke. Welche Wege man hier am besten nutzt, ist in jeweils einem Stadtplanausschnitt, der heruntergeladen werden kann, dargestellt.

Dalke früher und heute

Die Entwicklung der #Fließgewässerverläufe in #Deutschland wurde im 19. und 20. Jahrhundert stark durch eine Intensivierung der Landwirtschaft und eine zunehmende Siedlungsdichte geprägt. Um den erhöhten Wasserabfluss durch die Entwässerung zu gewährleisten, erfolgten Begradigungen, Ausbauten sowie Regulierungen der Gewässerverläufe. Auch in den Verlauf der Dalke wurde immer wieder eingegriffen. Dabei wurde nicht nur die Gewässerstruktur, sondern auch das Landschaftsbild im Bereich der Dalke zum Teil nachhaltig (vor allem nachteilig) verändert. Im Jahr 1998 wurde dann mit der abschnittsweisen Renaturierung der Dalke begonnen.

Pädagogische Angebote

Der »Wassererlebnispfad Dalke« bietet an 20 Stationen umfangreiche Informationen rund um das Thema »#Wasser« und seine ökologische und ökonomische Bedeutung. Ergänzend zu den vielfältigen Informationen hat die Umweltstiftung Gütersloh mit freundlicher Unterstützung der NRW-Stiftung »Natur, Heimat, Kultur« und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Autoren und Arbeitskreisen ein den Wassererlebnispfad begleitendes umweltpädagogisches Angebot erarbeitet. Damit stehen einzelne Stationen auch für eine Nutzung durch Schulklassen oder anderen Kinder- und Jugendgruppen im Rahmen von (außerschulischem) Projektunterricht vor Ort zur Verfügung.

Materialien

  • Naturforscher am Bach (Unterrichtsmaterialien für die Grundschule zur Gewässeruntersuchung an der Dalke)
     
  • Naturforscher am Teich (Unterrichtsmaterialien für die Grundschule zur Teichuntersuchung im Stadtpark, Nähe Palmenhaus-Café)
     
  • Schwalbenforscher an unserer Schule (Unterrichtsmaterialien für die Grundschule und zur Durchführung einer Exkursion zu den Brutplätzen
     
  • Kopfweiden – Gehölzbiotop am Bachufer (Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe Eins und zur Durchführung eines Ausflugs zu den Kopfbäumen)
     
  • Solitärbienen auf Wohnungssuche: Ausarbeitung einer zweistündigen Unterrichtseinheit für die Klassen Eins bis Sechs
     
  • Vögel im Umfeld der Schule (Unterrichtsmaterialien für die Klassen Drei bis Sechs mit praktischen Anweisungen)
     
  • »Dalke-Express« (Ausrüstung für Gewässeruntersuchungen, Klassensatz)
     
  • »Vom Korn zum Brot« (Unterrichtsmaterialien für die Grundschule, Dritte Klasse)
     
  • Film (DVD, 13 Minuten) über die Kläranlage Putzhagen (für Grundschulen)

Sponsoren

Die Umweltstiftung fördert ausschließlich Projekte auf dem Gebiet der Stadt Gütersloh. Neben der Förderung von Projekten Dritter kann die Umweltstiftung aber auch Maßnahmen im Rahmen des Stiftungszweckes unmittelbar selbst durchführen. Da die Erträge vorrangig für die Projektförderung von Bürgern, Vereinen et cetera eingesetzt werden, ist die Umweltstiftung für den weiteren Ausbau des Wassererlebnispfades ihrerseits auf Spenden angewiesen.

Dank der freundlichen Unterstützung durch Sponsoren konnten inzwischen fast alle Stationen des »Wassererlebnispfades« errichtet und auch einige pädagogische Materialien ausgearbeitet und angeschafft werden. 

  • Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege
     
  • Stadt Gütersloh, Kläranlage Putzhagen
     
  • Verein »Agenda«
     
  • Hannelore und Wolfgang Glashörster
     
  • Heinz von Heiden, Massivhäuser
     
  • Sparda-Bank Hannover-Stiftung, #Sparda-Bank Gütersloh
     
  • Güth & Wolf GmbH, Band- und Gurtwebereien
     
  • Stadtwerke Gütersloh GmbH

Stationen

Der Wassererlebnispfad entlang der Dalke umfasst 20 Stationen.

  1. Naturschutzgebiet Große Wiese
  2. Ruthmanns Mühle
  3. Strangmühle
  4. Dalkeaue Amtenbrink
  5. Schulzentrum Ost
  6. Avenstroths Mühle
  7. Luftbad Prießnitz-Insel
  8. Alte Badestelle, Kurhaus Güthenke
  9. Stadtpark
  10. Meiers Mühle
  11. Die Weberei
  12. Altewillen-Bleiche
  13. Bandweberei Güth & Wolf
  14. Riegerpark
  15. Flussbett-Hotel
  16. #Dalkerenaturierung Westring
  17. Dalkerenaturierung Im Füchtei
  18. Kläranlage Putzhagen
  19. Drei-Flüsse-Eck Dalke, Wapel, Ems
  20. Neue Mühle

Daten zur Dalke

Die Dalke (auch Dalkebach, im Oberlauf auch »Bullerbach« genannt) ist ein 23,8 Kilometer langer, rechtsseitiger Nebenfluss der Ems. Sie entspringt in der Nähe der Sennestadt, einem Stadtteil von Bielefeld und durchfließt auf ziemlich genau 15 Kilometer Länge das Stadtgebiet von Gütersloh in westlicher Richtung; unter anderem durchquert sie dabei das Gebiet des Gütersloher Stadtparks. Etwa zwei Kilometer vor iher Mündung in die Ems befindet sich die Kläranlage Putzhagen, die Zentralkläranlage Güterslohs. Etwa einen Kilometer, bevor sie die Ems erreicht (die dort die Grenze der Stadt Gütersloh zur Gemeinde Herzebrock-Clarholz) markiert), nimmt die Dalke den Wapelbach auf.

  • Länge: 23,8 Kilometer
  • Quelle: Sennestadt
  • Quellhöhe: circa 138 Meter über Normal Null
  • Mündung: in die Ems
  • Mündungshöhe: circa 64 Meter über Normal Null
  • Höhenunterschied: 74 Meter
  • Flusssystem: Ems
  • Einzugsgebiet: 245,993 Quadratkilometer

Die erste urkundliche Erwähnung des Flusse stammt aus dem Jahr 1001. Die »Delina« beziehungsweise »Delchana« bildete die Grenze des Paderborner Forstbannes. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts war die Dalke Zollgrenze. Während der Zeit des Königreichs Westfalen bildete sie die Grenze zwischen dem Dorf Gütersloh, das zum Großherzogtum Berg gehörte und der Bauernschaft Kattenstroth (heute ein Ortsteil von Gütersloh), die zum Königreich Westfalen gehörte.

Im 19. Jahrhundert wurde in größerem Maße in den Verlauf des Flusses eingegriffen. Während um 1800 noch zahlreiche Flussschlingen die Dalke prägten, zeigte der Fluss bereits um 1897 nahezu den heutigen Verlauf. In den Jahren 1841, 1881 und 1946 trat die Dalke nach Unwettern über das Ufer und richtete zum Teil erhebliche Schäden an Gebäuden in der Gütersloher Innenstadt an.

Ende der 1960er-Jahre wurde der Fluss aus Gründen des Hochwasserschutzes begradigt. Die Dalke wurde von zwei auf sechs Meter verbreitert und bekam im Zuge der Regulierung stellenweise ein Betonbett, sodass sie kanalartigen Charakter besaß, was von vielen Gütersloher Bürgern als Bausünde empfunden wurde. In den 1990er Jahren wurde damit begonnen, die Dalke abschnittsweise wieder zu renaturieren. Diese Maßnahmen werden auch in den kommenden Jahren fortgesetzt. In den renaturierten Bereichen entwickelte sich wieder ein vielfältiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere; mit einem Rad- und Wanderweg entlang ihres Ufers dient der Fluss als Naherholungsgebiet.

Wo ist die richtige Dalkequelle?

Eine Dalkequelle im eigentlichen Sinne gibt es gar nicht, weil die Dalke ihren Namen erst ab dem Zusammenfluss von Bullerbach und Sprungbach im Bielefelder Ortsteil Eckardtsheim trägt. Das offizielle wasserwirtschaftliche Gewässersystem rechnet aber den Bullerbach der Dalke hinzu, dessen Quelle in Sennestadt damit auch die »amtliche« Dalkequelle bildet.

Manche sind allerdings der Ansicht, dass die Dalkequelle eigentlich in Oerlinghausen liegen müsse. Denn der Menkebach, den man gemeinhin als Nebenbach der Dalke bezeichnet, ist mit 19,2 Kilometer länger als der Oberlauf der Dalke bis zur Menkebachmündung. Und damit müsse eigentlich dem Menkebach das Namensrecht zustehen.

Früher war das auch so. In der reckenbergisch-rietbergischen Grenzkarte von 1583 wird der heutige Menkebach noch als Dalke bezeichnet, und die heutige Dalke heißt Linenbecke (Linnenbach). Beide Bäche vereinigten sich damals im »Schmiedekolck« (Bereich zwischen Hof Wulfhorst und der heutigen Strangmühle). Zu jener Zeit lag die Quelle der Dalke also nicht in Sennestadt, sondern in Oerlinghausen nahe dem Gut Menkhausen.

#NRW #Stiftung #NRWStiftung #Hafen #Dalkehafen

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