»Kultur Räume Gütersloh«: das Programm im Oktober 2021

»Inzwischen ist es zehn Jahre her, dass wir in einer ›Nischensendung‹ im WDR angefangen haben, ausschließlich weibliche Kabarettistinnen und Comediennes einzuladen«

Artikel vom 7. September 2021
»Kultur Räume Gütersloh«: das Programm im Oktober 2021
Christine Prayon. Foto: Elena Zaucke

Stadthalle

»Frau Jahnke hat eingeladen«

»Inzwischen ist es zehn Jahre her, dass wir in einer ›Nischensendung‹ im WDR angefangen haben, ausschließlich weibliche Kabarettistinnen und Comediennes einzuladen. Niemand erwartete seinerzeit ein sehr langes Haltbarkeitsdatum, frei nach dem gängigen Vorurteil: Es gibt ja keine guten Frauen! Darüber müssen wir heute nicht mehr reden. Wir sind in der ARD und behaupten uns elegant und leichtfüßig neben all dem Männerkabarett. Wir sind auch nicht in Konkurrenz. Wir machen unseren Job – in Kabarett, Comedy, Liedgut, Slapstick und Poetry. Wir sind witzig, böse, moralisch oder absurd, wir können singen oder eher nicht, und meistens sind wir schön! Und live – auf der Bühne – ist das alles noch viel besser. Wir haben Zeit, und wir lassen uns gehen. Jeder Abend ist anders, alle sind wunderbar. Und inzwischen kommen auch eine Menge Männer zu unseren Damenshows. Freiwillig! Besser gehts nicht.«

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 20 Uhr, Stadthalle, großer Saal

»Moving Shadows« – die »Mobilés« – 40 Jahre Jubiläumstour

Nach ihrem Sieg beim französischen Supertalent haben die Mobilés mit ihren »Moving Shadows« das Publikum weltweit begeistert. Jetzt ist die Zeit reif für neue Abenteuer aus der Schattenwelt. Die Mobilés haben wieder ein rauschendes Fest für die Sinne inszeniert. Liebend, leidend, tanzend, turnend, poesievoll und witzig verzaubern sie ihr Publikum – schwarz, weiß und in Farbe. Schatten, die die Welt begeistern.

40 Jahre »on Stage«! 40 Jahre begeistertes Publikum! 40 Jahre jung!

»Die Mobilés« faszinieren, berühren und begeistern ihr Publikum seit ihrer Gründung. Höhepunkt vieler Auszeichnungen: Der Gewinn des französischen Supertalents in Paris. Seitdem verzaubern die Kölner Kreativen auch weltweit die Menschen. Sieben Artisten, eine Leinwand, dazu Licht und Musik, mehr braucht es nicht für eine traumhafte Reise zum Beispiel in unsere menschliche Entstehungsgeschichte, die Höhepunkte der modernen Musik oder in das Höher, Schneller und Weiter des Sports. Mit filigranen Bildern umgarnen die Artisten, Tänzer und Pantomimen ihr Publikum. Die Moving Shadows kreieren mit erstaunlicher Präzision und verblüffender Leichtigkeit einen poesievollen Bilderreigen aus fließenden Körpern, wirbeln temperamentvoll ins Licht und verschwinden wieder in der geheimnisvollen Tiefe des Raumes. Hinter der Leinwand verschmelzen ihre Körper zu Landschaften, Tieren und Gebäuden, vor der Leinwand verzaubern die Schatten ihr Publikum. Das virtuose Formenspiel entführt in eine wunderbare Welt und trifft mitten ins Herz. Beim weltgrößten Comedy-Festival »Juste pour rire« in Montreal begeisterten sie mit Moving Shadows nicht nur das Live-Publikum und die TV-Zuschauer, sondern auch die Jury. Sie gewannen gleich zwei von insgesamt sechs Preisen, den »Kreativitätspreis« und den Publikumspreis »Sieger der Herzen«. Das ist im Laufe der 30-jährigen Festival-Geschichte noch keiner anderen Gruppe gelungen!

Mittwoch, 27. Oktober 2021, 20 Uhr, Stadthalle, großer Saal

»SchLaDo«, Christine Prayon, Abschiedstour

Christine Prayon wird kein Kabarett im landläufigen Sinne machen – sie interessiert sich nicht mehr für die pure Kritik am Bestehenden, wenn nicht gleichzeitig über Alternativen und Utopien geredet wird. Auch findet sie, dass es an der Zeit ist, die Welt zu retten – das kann sie aber nicht alleine was sie übrigens auch nicht kann und noch viel weniger will ist am Klavier sitzen und über sogenannte »Frauenthemen« singen – dafür ist sie ganz und gar die Falsche. Falls Sie das erwarten, werden sie bitter enttäuscht, also erwarten Sie lieber nichts, denn ihre Sehgewohnheiten werden sowieso unterlaufen werden. Ach ja, und Birte Schneider steht heute abend übrigens auch nicht auf der Bühne. Wer ist das überhaupt.

Jetzt wissen Sie schon mal, was Sie nicht bekommen. Mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten.

Christine Prayon, auch bekannt als Birte Schneider aus der heute show, ist bereits vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem »Deutschen Kabarettpreis«, dem »Deutschen Kleinkunstpreis« und dem Dieter-Hildebrandt-Preis.

Donnerstag, 28. Oktober 2021, 20 Uhr, Stadthalle, kleiner Saal, präsentiert von »KulturPlus+«

Theater

»Die Hochzeit des Figaro

Susanna und Figaro sind ein Liebespaar und wollen heiraten. Wäre da nicht ihr Herr, Graf Almaviva, der selbst ein Auge auf Susanna geworfen hat und die Ehe auf jeden Fall verhindern will. Auch die Haushälterin Marcellina hat ein Auge auf Figaro geworfen. Daraus entspinnt sich eine aberwitzige, wort-und intrigenreiche Komödie, für die Mozart und sein Librettist Lorenzo Da Ponte eine Text-Musik-Kombination geschaffen haben, mit der sie das musikalische Theater um einen entscheidenden Schritt vorwärts brachten. Denn vor ihnen hatte es noch niemand gewagt, eine so komplizierte Konversationskomödie in eine Opera buffa – ein noch junges Genre – zu verwandeln. Als Vorlage diente Beaumarchais’ satirisch-bissige Gesellschaftskomödie »La folle journée ou Le mariage de Figaro«, dem die Zensur in Wien ob seiner politischen Brisanz Aufführungsverbot erteilte. Da Ponte versicherte dem Hof, dass alles wegfalle, »was gegen den Anstand verstößt«, und der Kaiser gab nach. So konnte eine Oper von brillanter Schärfe entstehen, in der Mozarts Musik den Text neu politisiert und einen Einblick in das Innere der Personen möglich macht.

Freitag, 1. Oktober 2021, 19.30 Uhr, Theater, Theatersaal, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart, Libretto von Lorenzo Da Ponte, in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln, Landestheater Detmold, musikalische Leitung György Mészáros, Regie Jan Eßinger, Ausstattung Silke Willrett und Marc Weeger

»Feste«

»Feste« ist ein Märchen für Erwachsene, das einen poetischen und tragikomischen Blick auf eine Klassengesellschaft im Vorfeld und zu Beginn einer Apokalypse bietet. Es ist eine absurde Mischung aus Tragik und düsterem Slapstick. Über den Drang, vorwärtsgehen zu wollen und gleichzeitig alles beim Alten zu belassen.

In der herrschaftlichen Villa am Meer in Kaltland soll ein Fest stattfinden. Der dunkle Betriebshof, Schauplatz dieses Märchens, ist so gut wie möglich hinter Mauern versteckt. Dort wird die notwendige und unansehnliche Arbeit verrichtet, damit der Haushalt des Herrenhauses funktioniert und die reibungslose Versorgung gesichert ist. Der festliche Abend beginnt, und mit der einsetzenden Dämmerung kommen im Hinterhof unschöne Wahrheiten ans Licht. Doch die Musik spielt lauter, das Fest der Liebe und des Glücks soll weitergehen. Aber plötzlich wird es still. Das Meer ist nicht mehr zu hören und scheint verschwunden. Der Psychokosmos der Figuren spiegelt sich in einsetzenden extremen Umschlägen des Wetters wider. Ein Sturm schüttelt Menschen und Dinge durcheinander. In einem surrealen Korridor werden die Beziehungen der Figuren neu geknüpft. Ist es der Übergang in eine neue Welt oder das Ende?

»Ein lakonischer und beglückender Masken-Theaterabend über die Hoffnungslosigkeit der Welt, ganz ohne Worte und ohne Mimik«, so die »Berliner Zeitung«.

Samstag, 2. Oktober 2021, 19.30 bis 21 Uhr, und Sonntag, 3. Oktober 2021, 16 bis 17.30 Uhr, Theater, Theatersaal, Maskentheater von Andrés Angulo, Johannes Stubenvoll, Thomas van Ouwerkerk und Michael Vogel, eine Produktion von Familie Flöz, Theaterhaus Stuttgart, Theater Duisburg und Lessing Theater Wolfenbüttel, Regie Michael Vogel, Co-Regie Björn Leese, Bühne Felix Nolze, Kostüme Mascha Schubert, Musik Benjamin Reber und Maraike Brüning, Masken Hajo Schüler, es spielen Andrés Angulo, Johannes Stubenvoll und Thomas van Ouwerkerk

Canti di Colore – Farbenlieder

Hans Werner Henze verfertigte, zumeist für den Privatgebrauch oder als Geschenk für Freunde, rund 140 Aquarelle, Zeichnungen und Skizzen. Henzes Gemälde stehen dabei oftmals in Bezug zu seinem musikalischen Schaffen und reflektieren etwa eine Opernfigur oder ein musikalisches Motiv aus visueller Perspektive.

Von Oktober 2020 bis Januar 2021 wurden im Theater Gütersloh Gemälde Henzes gezeigt. Von dieser Ausstellung inspiriert, werden Studierende des »Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück« Kammermusik des Komponisten vorstellen, die mit dem bildnerischen Werk korrespondiert. Das Konzert war ursprünglich im Rahmen der Ausstellung geplant.

Sonntag, 3. Oktober 2021, 11.30 Uhr, Theater, Skylobby, Musik zu Gemälden von Hans Werner Henze, Studenten der Instrumental und Gesangsklassen des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück, Leitung Prof. Dr. Lena Haslmann-Kränzle und Dr. Fabian Hinsche

Kindertheater »Wolle und Gack«, ein tierisches Theaterstück

Wolle ist ein zufriedenes Schaf. Es hat ein gemütliches Häuschen mit einer grünen Wiese und einem kleinen Bach. Alles ist in schönster Ordnung, bis im Haus nebenan jemand einzieht. Ein Huhn! Argwöhnisch betrachtet Wolle seine neue Nachbarin. Denn ein Huhn ist ein Huhn und ein Schaf ist nun mal ein Schaf. Die Missverständnisse häufen sich und die Fronten scheinen unüberwindbar. Und so wird Körnerfressen oder Grasmähen zu einer Glaubenssache, Eierlegen oder Wolle abgeben zu einer Lebensphilosophie! Ein tierischer Spaß um kulturelle Missverständnisse, mit viel Musik, mit viel Humor und einem fast glücklichen Ausgang!

Montag, 4. Oktober 2021, 11 und 15 Uhr, und Dienstag, 5. Oktober 2021, 9 und 11 Uhr, Theater, Theatersaal, Musiktheater Lupe in deutscher und arabischer Sprache, für Kinder ab vier Jahre (bitte beachten Sie die Hinweise zur Altersfreigabe)

»Nein zum Geld!«

Wann wären Sie bereit zum Mord? Sofort, wenn Ihr Ehemann, Ihr Sohn oder Ihr bester Freund vor Ihren Augen einen Lottoschein mit einer dreistelligen Millionensumme schreddern, verbrennen oder verschlucken will? Oder hören Sie sich seine Argumente an, dass Geld allein nicht glücklich macht und zu viel davon oft den Charakter verdirbt, versuchen aber, ihn mit Ihren Gegenargumenten zu überzeugen, dass Geld doch auch sehr schön und hilfreich sein könnte. Und wenn er bei seinem Vorhaben bleibt?

»Nein zum Geld!« erzählt die Geschichte von Richard, der eine demonstrative Heldentat begehen will und nach einem Lottogewinn von 162 Millionen Euro »nein zum Geld« sagt. Seine Frau Claire, seine Mutter Rose und Etienne, sein bester Freund und Geschäftspartner, finden das überhaupt nicht witzig. Wie weit werden die drei gehen?

»Mit ›Nein zum Geld!‹ bringt das Renaissance-Theater eine so kurzweilige wie rabenschwarze Komödie auf die Bühne. Regisseurin Tina Engel zeigt dabei auf kluge Weise, wozu Geld die Menschen treibt«, so die »Berliner Morgenpost«.

Dienstag, 5. Oktober 2021, 19.30 bis 21 Uhr, Theater, Theatersaal, Komödie von Flavia Coste, Deutsch von Michael Raab, Renaissance-Theater Berlin, deutschsprachige Erstaufführung, Regie Tina Engel, Bühne Manfred Gruber, Kostüme Monika Jacobs, es spielen Erika Skrotzki, Janina Stopper, Boris Aljinovic, Christian Schmidt

»Anne-Marie die Schönheit«

Anne-Marie ist in ihrem langen Leben vieles gewesen, Schauspielerin, Ehefrau und Mutter, Muse von vielen mehr oder weniger bekannten Künstlern, aber eines war sie bestimmt nie: eine Schönheit. Wenn sie auf der Bühne stand, strahlte sie manchmal eine gewisse Schönheit aus, aber im Alltag war sie ein unscheinbares Mauerblümchen, eine ewig zu kurz gekommene Künstlerin, die nie die ganz großen Rollen spielen durfte, die nie die wirklich interessanten Männer abbekam, die nie den Sprung auf die bedeutenden Bühnen der Welt schaffte, sondern sich mit Engagements an kleinen Vorstadt-Bühnen, mit einem langweiligen Gatten und einem spießigen Sohn begnügen musste. Doch gerade weil sie so viel erlebt hat, ist sie in all ihren widersprüchlichen Gefühlen und ihren chaotischen Gedanken ein wunderbares Beispiel dafür, dass das Lebensglück nicht unbedingt nur im hellen Scheinwerferlicht und im großen Abenteuer zu finden ist, sondern oft auch in der beruhigenden Routine des Alltags.

Der Schauspieler Robert Hunger-Bühler, einem größeren Publikum durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen bekannt, war an allen wichtigen Bühnen im deutschsprachigen Raum tätig und spielte unter anderem den Mephisto in Peter Steins legendärer Inszenierung von »Faust«.

Mittwoch, 6. Oktober 2021, 19.30 bis 20.50 Uhr, Theater, Theatersaal, Schauspiel von Yasmina Reza, Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel, Theater Freiburg, deutsche Erstaufführung, Regie Peter Carp, Bühne: Kaspar Zwimpfer, Kostüme Gabriele Rupprecht, es spielt Robert Hunger-Bühler

Kindertheater – Kindermusikfestival

Seit fast 20 Jahren gibt es mit »kindermusik.de« einen Verbund von Kindermusikerinnen und -musikern aus dem deutschsprachigen Raum. Die Landkarte der Mitglieder von »kindermusik.de« macht deutlich: Wir singen und spielen unsere Lieder von der Ostsee bis nach Tirol, von der Lausitz bis nach Ostfriesland – in Köln, Berlin, Hamburg und überall, wo Kinder singen und Spaß an Musik haben, sind wir dabei. Nach dem grandiosen Erfolg des Kindermusikfestivals 2016 und 2018 in Ostwestfalen-Lippe hat die Band Randale dieses Jahr wieder tolle Gäste mit auf die Bühne eingeladen: »3Berlin« (Berlin), Suli Puschban (Berlin) und Kiri Rakete (Österreich). Zusammen präsentieren sie ein tolles und buntes Programm mit Songs aller beteiligten Musikerinnen und Musiker.

Donnerstag, 7. Oktober 2021, 11 und 16 Uhr, Theater, Theatersaal, ,it »Randale«, »3Berlin«, Suli Puschban und Kiri Rakete, für Kinder ab sechs Jahren, bitte beachten Sie die Hinweise zur Altersfreigabe

Swing‘in Sky: »Zucchini Sistaz«

Die »Zucchini Sistaz« begeistern auf faszinierende Weise dreistimmig singend. Mit Netzstrümpfen und falschen Wimpern katapultieren uns die drei frechen Damen in die goldene Swing-Ära. Ihr musikalischer Fundus speist sich aus der Unterhaltungsmusik der 20er- bis 50er-Jahre, schillert und kokettiert allzu gerne mit Zitaten und Attitüden der gesamten Popularmusikgeschichte. So eröffnen die »Zucchini Sistaz« kein musikalisches Museum, sondern servieren saftigen Swing. Ohne mit der künstlichen Wimper zu zucken, werden Big-Band-Klassiker zu halsbrecherischen Minimal-Interpretationen erklärt, das nicht vorhandene Schlagwerk vom Publikum ersetzt und das Konzert mit größter Huldigung der sogenannten Situationskomik gekrönt.

Donnerstag, 7. Oktober 2021, 20 Uhr, Theater, Skylobby, verlegt vom 18. März 2020 und 9. Dezember 2020. Karten behalten ihre Gültigkeit oder können an der Vorverkaufsstelle zurückgegeben werde, bei der sie erworben wurden, mit Jule Balandat (Kontrabass), Sinje »Schnittchen« Schnittker (Trompete, Posaune und Klimbim), Tina La Werzinger (Gitarre, Ukulele), falsche Wimpern – echte Musik, Swing, Entertainment, Gesamtkunstwerk

Theaterspionage: Detektei Morgentau & Hammerfaust

Es herrscht buntes Treiben auf den Straßen von Silberfurth. Mitten in dem kleinen Städtchen lebt das wohl komischste Detektivduo, das man sich vorstellen kann: eine Elfe und ein Zwerg! Gemeinsam lösen sie die verzwicktesten Fälle der Märchenwelt. Lasst uns Silberfurth auf unserer Theaterbühne zusammen zum Leben erwecken! Anmeldung bei Ilka Zänger, Telefon (05241) 864-142.

Montag, 11. Oktober,  bis Freitag, 15. Oktober 2021, 10 bis 14 Uhr, Theater, Studiobühne, Theaterworkshop in den Herbstferien, Leitung Sascha Kubiak, für Kinder von acht bis zwölf Jahren

»Richtfest« von Lutz Hübner und Sarah Nemitz

»Wohnst du noch oder lebst du schon?«, fragt eine schwedische Möbelkette, und suggeriert damit, dass Individualität und Nonkonformismus von der Stange zu haben seien. Was beim Möbelkauf noch durchgehen mag, wird schwieriger, wenn es um das Haus geht, in dem die Möbel stehen sollen. Hier ist in Zeiten, in denen Eigenheimbesitz zur Lebenseinstellung und Hausträume in Klinker zur Bundespräsidentenaffäre werden, Kreativität gefragt. Baugemeinschaften sind dabei der Trend für alle, die sich das Traumhaus alleine nicht leisten können, aber auch für die Utopisten unter den Häuslebauern, die Individualität und Lebensentwurf gerade in der Gemeinschaft suchen. Lutz Hübner hat ein Stück über eine solche Baugemeinschaft geschrieben, in der sich sechs Parteien zusammenfinden, um gemeinsam die Bauherrenschaft für ein Haus zu übernehmen. Dass die Beteiligten aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen kommen und ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Wohnen und vom Leben haben, macht die Sache nicht leichter. Dass sie sich untereinander bestenfalls flüchtig kannten, bevor sie sich zum gemeinsamen Bauen entschlossen, ist dabei fast das kleinere Problem. Ja, wenn man zusammen ein Haus baut, lernt man sich kennen. Und wie. 

Dienstag, 19. Oktober 2021, 19.30 Uhr, Mittwoch, 20. Oktober 2021, 19.30 Uhr, und Donnerstag, 21. Oktober 2021, 19.30 Uhr, Theater, Theatersaal, Ensemble »Bürgerbühne Werkstatt«, Leitung Christine Ruis, abgesagt

Taschentheater: »Me and Mr Cash«

Ein Februarabend im Jahr 1968. Johnny Cash und seine Entourage spielen wieder eine ihrer ausverkauften Shows, diesmal in einem Provinzstädtchen in Kanada. Auch die quirlige June Carter, Spross der legendären Carter Family, ist wieder dabei. Nachdem sie die letzten Akkorde ihres gemeinsamen Hits »Jackson« gespielt haben, fragt Johnny vor mehreren tausend Fans: »Willst du mich heiraten, June?« Mit Spontaneität und unvergleichlichem Witz umgeht sie eine Antwort und dreht stattdessen die Situation ins Komische, als wäre es eine eingeübte Nummer. Doch Johnny lässt nicht locker – dieses Mal nicht: Nach 31 Heiratsanträgen antwortet ihm June an diesem Abend endlich mit »Ja!«.

Die Schauspieler Lucie Mackert und Roman Roth tauchen gemeinsam mit dem Musiker Thomas Maos in die Carter-Cash-Welt ein. Sie beleuchten die zwei Seiten einer Liebe im Showgeschäft und zeigen die vielen Facetten der beiden Hauptfiguren. Dabei lassen sie aber auch wichtige Wegbegleiter und Familienmitglieder aufleben und erzählen die Geschichte der beiden aus zahlreichen Blickwinkeln. Mit Hilfe von neuen Arrangements altbekannter Countryklassiker zeigen die drei Performer eine heutige Sicht auf dieses Stück Musikgeschichte und lassen gleichzeitig längst vergangene Zeiten aufblitzen.

»Ein sehr berührender Abend, musikalisch gelungen, mit einer spannenden Beziehungsgeschichte, der Spuren hinterlässt«, so die »Ludwigsburger Kreiszeitung«.

Samstag, 23. Oktober 2021, 19.30 bis 21 Uhr, und Sonntag, 24. Oktober 2021, 19.30 bis 21 Uhr, Theater, Theatersaal, ein Theaterabend mit Songs von Johnny Cash und June Carter Cash, Theaterhaus Stuttgart, Theater Gütersloh, Uraufführung, Regie Endre M. Holéczy, es spielen Lucie Mackert, Thomas Maos, Roman Roth

Theaterspionage: »Spielclub Spionage 8+«

Du hast Lust auf intensive Theaterarbeit? Dann bist du in unseren beiden nach Alter aufgeteilten Spielclubs genau richtig! In unserem »Spielclub 8+« entdeckst du die große weite Theaterwelt, schlüpfst in verschiedene Rollen und passende Kostüme und darfst gemeinsam mit anderen theaterbegeisterten Kindern die Bühne erobern! Der Spaß an der Sache genügt – du musst keine Vorerfahrungen mitbringen! Anmeldung bei Ilka Zänger, Telefon (05241) 864-142.

Montag, 25. Oktober 2021, 16 bis 18 Uhr, Theater, Studiobühne, jeweils Montags bis Juni 2022, für Kinder und Jugendliche ab acht Jahren, Leitung Sascha Kubiak, E-Mail info@kultur-räume-gt.de

Heide Sommer: »Lassen Sie mich mal machen«

Fünf Jahrzehnte hat sie als Sekretärin berühmter Männer gearbeitet: Helmut Schmidt, Günter Gaus, Fritz J. Raddatz, Carl Zuckmayer. Nun erzählt Heide Sommer von den unbekannten Seiten dieser prägenden Gestalten.

»Im Rückblick auf das eigene Leben fragt man sich nicht, welche Menschen groß waren. Wichtig ist, dass man eine liebevolle Beziehung hatte, wie ich zu Augstein und Raddatz. Bei beiden habe ich durch gedankliche Osmose gespürt, was sie in ihrem Innersten bewegt und was sie ausbrüten. Welche Frau kann das schon über ihren Ehemann sagen.«

Im Februar 1963, im Alter von 22 Jahren, beginnt sie als Sekretärin bei der »Zeit«. Es sind die Jahre, in denen die Chefetagen von rauchenden und Whisky trinkenden Männern mit grandiosem Ego bevölkert sind, deren Frauen daheim den Haushalt machen und die Kinder hüten. In den Vorzimmern geht es nicht nur um Steno und Tippen, sondern auch um Rat und Lebenshilfe jeglicher Art. Auf sympathische, ja liebevolle Weise nimmt uns Heide Sommer mit auf eine Reise in die Zeiten von »Mad Men« und »Herrenclub« und zeigt ganz nebenbei, wie man als starke, selbstbewusste Frau im Hintergrund die Regie führt.

Montag, 25. Oktober 2021, 19 Uhr, Theater, Skylobby, Lesung und Talk mit Heide Sommer, Talk-Moderation Thorsten Wagner-Conert, »Theaterfreunde in der Skylobby«

Theaterspionage: »Spielclub Spionage 14+«

Über die Dauer einer Spielzeit basteln wir an einer größeren Inszenierung – natürlich habt ihr ein Wörtchen mitzureden, um welches Thema und Stück es gehen wird. Der Spielclub ist der ideale Ort, wenn du Lust hast, dich intensiv in eine Figur einzuarbeiten, neue Seiten an dir selbst zu entdecken, richtig aus dir herauszukommen, wenn du voller kreativer Ideen steckst oder dich einfach mal austoben möchtest. Vorerfahrungen musst du nicht mitbringen. Anmeldung bei Ilka Zänger, Telefon (05241) 864-142.

Dienstag, 26. Oktober 2021, 18 bis 20 Uhr, Theater, Studiobühne, jeweils Dienstags bis Juni 2022, für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahre, Leitung Ilka Zänger, E-Mail info@kultur-räume-gt.de

»Hamlet«

The production focuses on »Hamlet« as performance, since most of the characters are performing a lie: old friends are spies, Claudius performs the role of a good stepfather, his mother that of a caring parent, Polonius of an honest broker, and even poor domed Ophelia pretends she is alone with her onetime lover. The greatest actor of all is Hamlet, who performs his own illusory madness. Nothing is what it seems and there are no fixed meanings, the world literally drives those who try to make sense of its riddles quite quite mad. Director Paul Stebbings emphasizes and explores the theatricality, using life size puppets as well as highly theatrical ghosts and comedy interwoven with tragedy, as Shakespeare intended. This is not a play about inaction, but of a constant search for truth and justice. The production is complemented by Thomas Johnson’s powerful music, sung and played by the actors and interwoven with the text in the manner of a film score. This revival tours to Germany, China and Israel, offering audiences a unique opportunity to get to grips with the greatest story ever told.

»I never knew Shakespeare could be so entertaining«, »CNN TV«.

»From the very first moment the audience was held in a vice like grip … TNT prove that Shakespeare can be made relevant to modern audiences anywhere«, »Japan Times«.

Dienstag, 26. Oktober 2021, 19.30 Uhr. Theater, Theatersaal, by William Shakespeare, in english, TNT Theatre Britain, from the age of 16 up, Director Paul Stebbings, Musical score: Thomas Johnson

Achte »Komische Nacht Gütersloh«

Alle Karten, die also für die achte »Komische Nacht Gütersloh« am 19. März 2020, 24. Juni 2020, 10. November 2020 oder auch gegebenenfalls für den 17. März 2021 gekauft wurden, behalten ihre Gültigkeit für den bereits bestehenden Herbst-Termin.

Sollte ein Gast diesen Termin nicht wahrnehmen können und seine Karte zurückgeben wollen, so wird das ausschließlich über den Veranstalter abgewickelt.

Folgende Locations sind dieses Mal mit dabei

  • Alex Gütersloh
  • Bankery
  • Café und Bar Celona Gütersloh
  • Weberei
  • Gütersloher Brauhaus
  • Schenkenhof
  • Skylobby Gütersloh im Theater Gütersloh

Die teilnehmenden Künstler werden in Kürze bekannt gegeben.
Sichert euch jetzt eure Tickets und freut euch auf erstklassige Unterhaltung. Ticketinfo: Sollten keine Tickets mehr im Online-Shop zur Verfügung stehen, gibt es gegebenenfalls noch Karten in den Lokalitäten.

Mittwoch, 27. Oktober 2021, 19.30 Uhr, Theater, Skylobby



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