Zwischen Wärmepumpentrockner und Ökostrom – Umfrage zum Wäschetrocknen


Artikel vom 26. Juli 2021
Zwischen Wärmepumpentrockner und Ökostrom – Umfrage zum Wäschetrocknen
Foto: Anjas Vintagehome, Leifheit

Den Haushalt energieeffizient zu gestalten und damit der Umwelt etwas Gutes tun? Für den Großteil der Deutschen ist das Thema Nachhaltigkeit längst kein Fremdwort mehr. Eine Umfrage von Leifheit hat ergeben, dass die Deutschen besonders beim Wäschetrocknen Wert auf nachhaltige Routinen legen. 75 Prozent der Befragten gaben an, dass sie aus diesem Grund nur einmal im Monat ihre Wäsche waschen und ganze 30 Prozent verzichten deshalb völlig auf einen elektrischen Wäschetrockner. Stattdessen ist der Wäscheständer mit fast 90 Prozent die beliebteste Trockenlösung der Deutschen. Auch im Alltag ist das Thema Nachhaltigkeit angekommen. Ob stromsparende Elektronik, der Verzicht auf Plastikverpackungen oder der Wechsel zu Ökostrom: Die Möglichkeiten, umweltbewusst zu leben, sind vielfältig und der Trend zu einem nachhaltigen Haushalt wächst.

Die meiste Wäsche wird in Deutschlands Wohnzimmern getrocknet. Jedenfalls dann, wenn weder Garten noch Terrasse oder Balkon vorhanden sind. Dicht darauf folgt der Abstell- beziehungsweise Wäscheraum, der Keller und das Schlafzimmer. Auch wenn das Bad nur selten zum Wäschetrocknen genutzt wird, findet sich hier ein guter Platz-Spar-Trick: Einfach den Wäscheständer in die Badewanne stellen und schon ist der Weg wieder frei. Sofern Wetter und Platz es zulassen, trocknet der Großteil der Deutschen draußen. Schließlich ist das Wäschetrocknen an der frischen Luft so effizient und nachhaltig, dass ein Fünftel der Befragten ihre Wäsche sogar im Winter draußen trocknen.

Elektrischer Wäschetrockner: Ja oder Nein?

Beim Thema Wäschetrockner sind die Meinungen der Deutschen gespalten. Während die Mehrheit der Befragten bereits einen Wäschetrockner besitzt, nutzt fast die Hälfte davon ihn selten bis nie. Dass aber auch mit Wäschetrockner Wert auf Nachhaltigkeit gelegt werden kann, beweisen 31 Prozent der Befragten. Sie gaben an, entweder einen energiesparenden Wärmepumpentrockner zu nutzen oder Ökostrom zu beziehen. 42 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie weder einen Wäschetrockner besitzen noch benötigen, da sie vor allem Wert auf Energiesparen legen. Auch die Gewohnheit spielt hier eine tragende Rolle: Mehr als 30 Prozent der Befragten sind bereits ohne einen Wäschetrockner aufgewachsen. Weiterhin sind Platz und Kosten wichtige Kriterien, die die Anschaffung eines Wäschetrockners für ein knappes Viertel der Teilnehmer von vornherein ausschließen.

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

Dass die Mehrheit der Deutschen stromsparende Trockenalternativen bevorzugt, ist kein Zufall. 84 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass ihnen Nachhaltigkeit generell wichtig ist. Für mehr als die Hälfte ist das Thema schon seit Jahren von Bedeutung. Auch beim Wäschewaschen achten die Deutschen auf Nachhaltigkeit: 76 Prozent gaben an, dass sie ihre Wäsche erst anschalten, wenn sie ausreichend beladen ist. Zusätzlich zählen die richtige Temperatur, das schonendste Waschprogramm und eine entsprechende Vorsortierung der Wäsche bei mehr als der Hälfte der Befragten zur Routine.

Der Trend zu nachhaltigen Haushaltsprodukten steigt

Immer mehr deutsche Haushalte wechseln zu nachhaltigen und energieeffizienten Produkten. 73 Prozent der Teilnehmer, für die das Thema Nachhaltigkeit im Alltag eine Rolle spielt, achten vor allem auf einen geringen Energieverbrauch. So nutzen fast 90 Prozent LED-Leuchtmittel und energieeffiziente Elektronik. Auch Solarzellen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Neben Energieverbrauch achten die Deutschen besonders in den Bereichen Ernährung und Einkauf auf Nachhaltigkeit: 72 Prozent gaben an, dass sie weitestgehend auf Plastikverpackungen verzichten und zwei von drei Personen benutzen bereits eine wiederverwendbare Einkaufstasche.

Ob nun also mit oder ohne Wäschetrockner, Gründe für eine nachhaltigere Lebensweise gibt es viele. Bereits 70 Prozent der Befragten möchten die Natur nachhaltig schonen und zeigen, dass sich Nachhaltigkeit ganz einfach in den Alltag integrieren lässt. Wieso nicht beim Wäschetrocknen beginnen?


Kommentar von Christian Schröter, 26. Juli 2021, 16.15 Uhr

»Die Deutschen trocknen nachhaltig« … sagt wer? Der Strom kann noch so »öko« sein … ein Wäschetrockner will ja überhaupt erst einmal hergestellt sein. Die »Argumente« sind bekannt … »Die Handtücher werden so schön weich« … »Ich habe soviel Wäsche … täglich!« … ja, genau. Und die muss am selben Tag auch sofort wieder angezogen werden … das hat nicht Zeit bis morgen. Bequemlichkeit. Das ist der Punkt.

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