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Polizei Gütersloh: umfangreiche Verkehrskontrollen im Rahmen der Aktion »Radschlag«

Die Polizei Gütersloh führte am Sonntag, 18. Juli 2021, in einem Schwerpunkteinsatz zum Thema »Fahrrad und Pedelec« über den Tag verteilt zahlreiche Verkehrskontrollen im gesamten Kreisgebiet durch

Lesedauer 1 Minute, 28 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 19. Juli 2021
Polizei Gütersloh: umfangreiche Verkehrskontrollen im Rahmen der Aktion »Radschlag«

Gütersloh (MK) Die Polizei Gütersloh führte am Sonntag, 18. Juli 2021, in einem Schwerpunkteinsatz zum Thema »Fahrrad und Pedelec« über den Tag verteilt zahlreiche Verkehrskontrollen im gesamten Kreisgebiet durch.

Dieser Aktionstag, der im Kontext der Gütersloher Aktion »Radschlag« durchgeführt wurde, diente insbesondere der Bekämpfung von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Rad- und Pedelecfahrenden.

Die Zahl der verunglückten Radfahrenden im Kreis Gütersloh ist unverändert zu hoch. Der Anteil verunfallter Radfahrerinnen und Radfahrer an der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2020 lag bei rund 40 Prozent (2019: rund 36 Prozent). (2019: VU mit Radfahrenden 806 mit 622 verletzten Personen; 2020: VU 753 mit 561 verletzten Personen). Auffällig ist, dass die Zahl der verunglückten Pedelecfahrenden wie in den Jahren zuvor weiter anstieg. Waren es im Jahr 2019 noch 138 (110 Leicht-, 26 Schwerverletzte, 2 Getötete) verunglückte Pedelecfahrer, verletzten sich in 2020 150 Pedelecfahrende (128 Leicht- und 22 Schwerverletzte).

Kreisweit waren für diesen Einsatz 25 Polizeibeamte im Einsatz, die insgesamt 235 Radfahrer, 202 Pedelecfahrer sowie 27 Pkw-Fahrer überprüften. Die Gesamtzahl der festgestellten Regelverstöße belief sich an dem sonnigen Sonntag auf 93 Verstöße.

Bei einer Bandbreite an Verstößen und einer dementsprechenden Ahndung durch Verwarngelder oder ordnungsrechtliche Verfahren waren zwei Verstöße besonders häufig festzustellen. Bei der vorgeschriebenen Verkehrsflächennutzung kam es bei 25 Rad- und Pedelecfahrer zu Fehlverhalten, da sie entweder Gehwege nutzten, obwohl diese ausschließlich für Fußgänger freigegeben waren oder sie nutzten an anderen Stellen die Straße, obwohl eine Radwegbenutzung vorgeschrieben war. Ebenfalls auffällig war bei 44 Zweiradfahrer die Radwegbenutzung auf der falschen Straßenseite. Bei den Pkw-Fahrernwurde ein Verstoß durch Handynutzung am Steuer festgestellt sowie in fünf Fällen Gurtverstöße.

Bei der Überprüfung der Fahrradrahmennummer eines Pedelecs hatten die Beamten einen Fahndungstreffer, weil das Rad nach einem Diebstahl ausgeschrieben war. Der 53-jährige Nutzer des Pedelecs musste den weiteren Weg zu Fuß fortsetzen; das Fahrrad wurde sichergestellt.

Im Rahmen solcher Schwerpunkteinsätze wird sich die Polizei Gütersloh mit präventiven sowie auch repressiven Maßnahmen auch zukünftig immer wieder an alle Verkehrsteilnehmer richten: »zu Ihrer Sicherheit!«

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