Vergewaltigung verhindert: Nordrhein-Westfalen ehrt Stukenbrockerin


Artikel vom 8. Juli 2021
Vergewaltigung verhindert: Nordrhein-Westfalen ehrt Stukenbrockerin
Katja Schultz-Metze (vorne, Mitte) hat im Beisein von Kriminalhauptkommissarin Iris Brinkmann (Kriminalpolizei Gütersloh, vorne, rechts), Ehemann Olaf Metze und ihren drei Kindern Paula (hinten, von links), Lisa und Julia Hufnagel die Ehrenurkunde über die Belobigung des Landes Nordrhein-Westfalen von Regierungspräsidentin Judith Pirscher (vorne, links) entgegengenommen.

Barfuß, im Schlafanzug und ohne Handy hat Katja Schultz-Metze aus Schloß Holte-Stukenbrock in der Nacht des 28. Juni 2020 die Vergewaltigung einer 24-jährigen Bielefelderin verhindert. Sie stellte sich mit ihrem Auto dem Fahrzeug des Täters in den Weg und ermöglichte der Frau, sich aus der Gewalt des Mannes zu befreien. Ministerpräsident Armin Laschet hat Katja Schultz-Metze dafür eine öffentliche Belobigung des Landes Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Regierungspräsidentin Judith Pirscher übergab ihr am Donnerstag, 8. Juli 2021, in Detmold ihre Ehrenurkunde.

Laute Schreie um Hilfe lassen Katja Schultz-Metze am frühen Sonntag gegen 3 Uhr hochschrecken. Obwohl sie gerade noch schlief, zögert die damals 58-Jährige keinen Moment. Sie greift ihre Autoschlüssel, läuft zu ihrem Auto und fährt in Richtung der Schreie. »Ich wusste nur, dass ich sofort helfen muss«, sagte Schultz-Metze. »Erst hinterher habe ich gemerkt, dass ich noch barfuß und im Schlafanzug war und kein Handy dabei hatte.«

Am Tatort angekommen sieht sie, wie eine Frau sich gegen einen Mann heftig zur Wehr setzt. Katja Schultz-Metze hupt, blendet auf und ab und will den Täter stören. Doch der lässt nicht ab, sondern zerrt die 24-Jährige mit Gewalt in seinen Transporter. Spontan fährt Schultz-Metze vor und blockiert den Weg des Transporters. Damit schafft sie es, den Mann abzulenken. Die Frau kann sich befreien, springt aus dem Fahrzeug und flüchtet in das Auto von Katja Schultz-Metze. Der Täter flieht mit seinem Transporter. Die Polizei nimmt ihn später fest, weil Schultz-Metze sich an Teile des Kennzeichens erinnern kann. Wie die anschließenden polizeilichen Ermittlungen ergeben, hat der Mann zuvor versucht, die 24-Jährige zu vergewaltigen. Das Landgericht Bielefeld wird den Täter später zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilen.

»Frau Schultz-Metze hat ohne zu zögern reagiert und ist der jungen Frau couragiert zu Hilfe geeilt«, sagte Regierungspräsidentin Judith Pirscher am Donnerstag bei der Übergabe der Ehrenurkunde. »Der konsequente Einsatz Frau Schultz-Metzes hat die Vergewaltigung verhindert und die junge Frau vor schwersten physischen und psychischen Folgen bewahrt.«


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