Rundgang durch die ehemalige Klosteranlage Clarholz: Ähnliche Beschilderung auch für Herzebrock denkbar


Artikel vom 1. Juli 2021
Rundgang durch die ehemalige Klosteranlage Clarholz: Ähnliche Beschilderung auch für Herzebrock denkbar
Bürgermeister Marco Diethelm und Ludger Beuckmann vom Bauhof der Gemeinde Herzebrock-Clarholz stehen vor einem sogenannten Pultschild am Haus Samson. Als geschichtliche Sehenswürdigkeit steht es an neunter Stelle im Rundgang durch die ehemalige Klosteranlage in Clarholz. Ein ähnliches System kann sich die Verwaltung auch für Herzebrock vorstellen

Anlässlich des Mobilitäts- und Leitkonzepts, das aktuell konkrete Maßnahmen zur Aufwertung von öffentlichen Plätzen und der Umgestaltung von Verkehrsflächen für den Ortsteil Herzebrock vorsieht, möchte die Gemeindeverwaltung Herzebrock-Clarholz auf das bereits erfolgreich umgesetzte Beschilderungssystem in Clarholz verweisen.

Dort können sich Einheimische und Gäste anhand von zehn Informationstafeln die ehemalige Klosteranlage Clarholz erschließen.

Startpunkt ist am Kirchplatz, dann geht es zur Pfarrkirche St. Laurentius, zum Alten Gasthaus Rugge, zur alten Schule, dem Konventshaus, dem Propsteigebäude, der Zehntscheune, über den Wirtschaftshof zum Haus Samson und der alten Küsterei. Als Erweiterung des Rundgangs befindet sich eine elfte Tafel vor der Evangelischen Gnadenkirche an der Kirchstraße.

Die Pultschilder und Wandtafeln sind beispielsweise auch vom Rollstuhl aus gut lesbar. Kurze Texte in großer Schrift geben die prägnantesten Zahlen und Erläuterungen zum geschichtlichen Hintergrund der jeweiligen Gebäude wieder. Ein Bild ergänzt die Informationen. Wer sich ausführlicher mit den geschichtlichen Hintergründen befassen möchte, kann via Smartphone die aufgedruckten QR-Codes anklicken und gelangt darüber zu längeren Texten.

Inhalte und Standorte der Tafeln hat die Gemeindeverwaltung mit den Eigentümern der Grundstücke und Gebäude abgestimmt. Dazu stand die Gemeinde in regem Austausch mit der Katholischen Kirche, der fürstlichen Kanzlei zu Bentheim-Tecklenburg, dem Förderverein Haus Samson, Familie Rugge, der Evangelischen Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück sowie dem Freundeskreis Propstei Clarholz. Der Bauhof der Gemeinde hat die Schilder nach Maßgabe des begleitenden Projekt-Büros L-A-E Landschaftsarchitektur Ehrig installiert.

Die ausführlichen Texte der Informationstafeln findet man übrigens auch im Internet auf der gemeindeeigenen Seite www.herzebrock-clarholz in der Rubrik Gemeinde beim Menüpunkt Tourismus.

Ein ähnliches Beschilderungssystem kann sich die Gemeindeverwaltung für die geschichtlich ebenfalls bedeutsame Klosteranlage in Herzebrock vorstellen. Auch dort gibt es Potential, das man für Ortsansässige und Gäste anschaulich aufbereiten könnte, um die Attraktivität als Ausflugsziel zu steigern.

Zum Hintergrund

Ende 2015 hatte sich der Heimatverein Clarholz für ein Ortsleitsystem zur besseren Ausschilderung des Ortsteils Clarholz, insbesondere der Klosteranlage beziehungsweise des Ortskerns ausgesprochen. Daraufhin hat die Gemeindeverwaltung die Situation geprüft und festgestellt, dass die vorhandene Beschilderung viele unterschiedliche Designs aufwies und Besuchern nicht ausreichend zur Orientierung diente. Informationen zu den bedeutenden Plätzen und Gebäuden fehlten. Bei einem Workshop in Zusammenarbeit mit dem Bielefelder Büro der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK) erarbeiteten Vertreter der Gemeinde und Fraktionen, der Heimatvereine und des Gewerbevereins erste Ideen. Mit der weiteren Planung wurde das Büro L-A-E Landschaftsarchitektur Ehrig beauftragt. Das Projekt hat insgesamt rund 15.000 Euro gekostet.


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