Hungersnot – schlimmste Dürre seit 40 Jahren bedroht Menschen in Madagaskar


Welthungerhilfe stellt 300.000 Euro Soforthilfe für Madagaskar bereit …

Artikel vom 26. 6. 2021
Hungersnot – schlimmste Dürre seit 40 Jahren bedroht Menschen in Madagaskar
Zwischen November 2020 und Januar 2021 fiel weniger als die Hälfte der normalen Niederschlagsmenge, nachdem es bereits in den letzten Jahren Dürren gab. Die Menschen im Süden Madagaskars erleben die schlimmste Dürre seit 40 Jahren und haben keinerlei Reserven mehr. Wenn keine schnelle Nothilfe erfolgt, droht eine Ausweitung der Hungersnot, die das Leben von bis zu einer Million Menschen gefährdet. Symbolbild. Foto: Welthungerhilfe

Die schlimmste Dürre seit 40 Jahren trifft die Menschen im Süden von Madagaskar besonders schwer und verwüstet ganze Landstriche. Wenn keine schnelle Nothilfe erfolgt, droht eine Ausweitung der Hungersnot, die das Leben von bis zu einer Million Menschen gefährdet. Bereits jetzt gibt es 70.000 Kinder, die akut unterernährt sind, und diese verheerenden Zahlen steigen von Tag zu Tag. Zwischen November 2020 und Januar 2021 fiel weniger als die Hälfte der normalen Niederschlagsmenge, nachdem es bereits in den letzten Jahren Dürren gab. Es wird erwartet, dass die Menschen in den nächsten Monaten bis zu 60 Prozent ihrer Ernten verlieren. Die sich ausweitende COVID-19 Pandemie verschlimmert die Lage zusätzlich, denn Transportwege und Lieferketten sind unterbrochen und die Nahrungsmittelpreise steigen kontinuierlich an. Die regionalen Lockdowns erschweren zudem den Zugang der Helfer in die betroffenen Gebiete und führen dazu, dass die ohnehin schon von der Hand in den Mund lebenden Tagelöhner keine Arbeit mehr finden und ihre Familien nicht mehr ausreichend ernähren können.

»Unsere Kollegen im Süden berichten von Feldern, die aufgrund des fehlenden Regens zu Staub und Sand geworden sind. Normalerweise ernten die Kleinbauern zu dieser Jahreszeit, um ihre Familien zu ernähren. Stattdessen müssen die Kinder hungern, weil sie nicht genügend zu essen bekommen. Die Menschen ernähren sich von Blättern, Beeren und Heuschrecken. Es gibt für die kleinbäuerlichen Familien keine Möglichkeit, ausreichend gesunde Nahrung zu bekommen oder ein Einkommen zu erzielen. Die Menschen im Süden erleben die schlimmste Dürre seit 40 Jahren und haben keinerlei Reserven mehr. Ohne schnelle Hilfe von außen droht ihnen der Hungertod. Die Menschen im Süden Madagaskars brauchen bereits jetzt viel Unterstützung und Zeit, um wieder auf die Beine zu kommen«, schildert Marlene Müller, Programmleiterin der Welthungerhilfe aus der Hauptstadt Antananarivo die dramatische Lage im Süden des Landes.

Aufgrund der Hungerkrise weitet die Welthungerhilfe ihre Unterstützung in den derzeitigen Einsatzgebieten im Süden des Landes aus und hilft den am stärksten gefährdeten Familien beim Zugang zu Nahrung und Wasser.

In Abstimmung mit der Humanitären Koordination der Vereinten Nationen und der Nationalen Katastrophenbehörde Madagaskars arbeitet die Welthungerhilfe daran, die lebensrettende Hilfe auf weitere Distrikte auszuweiten, die dringend humanitäre Hilfe benötigen.

Die Welthungerhilfe bittet dringend um Spenden für die Menschen in Not.

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