Digitales Modul von FH Bielefeld und TDU Istanbul jetzt Teil des Regelstudiums

Professoren aus Deutschland und der Türkei bilden im Masterstudiengang »International Business Management« mit einem abwechslungsreichen Onlineformat den Führungskräftenachwuchs von morgen aus – ein Meilenstein für Internationalisierung und Digitalisierung der FH

Artikel vom 1. September 2021
Digitales Modul von FH Bielefeld und TDU Istanbul jetzt Teil des Regelstudiums
Prof. Dr. Natalie Bartholomäus ist Prodekanin des Fachbereichs Wirtschaft und Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der FH Bielefeld. Foto: Felix Hüffelmann/FH Bielefeld

Bielefeld (fhb). Die Fachhochschule (FH) Bielefeld und die Türkisch-Deutsche Universität (TDU) in Istanbul werden ab dem Wintersemester 2021/2022 gemeinsam ein Pflichtmodul ihres jeweiligen Masterstudiengangs „International Business Management“ anbieten. Das ist das Ergebnis eines in diesen Wochen erfolgreich abgeschlossenen Pilotversuches. Die beiden kooperierenden Hochschulen haben im vergangenen Wintersemester eine digitale Lehrveranstaltung zum Thema „Corporate Learning and Innovation“ durchgeführt, die jetzt in das Regelstudium beider Institutionen übernommen wird. 42 Studierende nahmen an dem Piloten teil, darunter 26 von der FH Bielefeld und 16 von der TDU. Unterrichtet wurden die angehenden Master gemeinsam von deutschen und türkischen Hochschullehrern der jeweiligen Hochschulen, die ihr Wissen von ihren Standorten aus digital vermittelten.

Fester Bestandteil des Studiengangs International Business Management

„Die notwendigen konzeptionellen, verwaltungstechnischen und evaluatorischen Hürden sind genommen und damit ist das Modul jetzt für alle Studierenden bei uns und in der Türkei fester Bestandteil des Studienganges International Business Management“, fasst Prof. Dr. Natalie Bartholomäus, Prodekanin des Fachbereichs Wirtschaft und Professorin für Betriebswirtschaftslehre zusammen. „In der Vergangenheit gab es bereits Kooperationen, die darauf hinausliefen, dass TDU-Studierende FH-Lehrveranstaltungen besuchen konnten. In diesem Modul gehen wir einen Schritt weiter“, erläutert Bartholomäus, die auf deutscher Seite für das Pilotprojekt verantwortlich war und das Modul mit Unterstützung des FH-Planspielexperten Prof. Dr. Jürgen Schneider und des Masterstudierenden Alexander Gottschlich umsetzte. Bartholomäus: „Nun wird es so sein, dass beide Hochschulen an der Lehre beteiligt sind, und zwar inklusive der Integration von Planspielen und unter Mitwirkung von Unternehmen.“

Erfolg für Internationalisierung und Digitalisierung

„Die Überführung des Pilotversuchs in das Regelstudium ist ein schöner Erfolg für die Internationalisierungs- und Digitalisierungsstrategie der Fachhochschule Bielefeld“, bilanziert Prof. Dr. Ulrich Schäfermeier, Vizepräsident für Studium und Lehre der FH Bielefeld. „Am aktuellen Beispiel zeigt sich, dass die systematische Verzahnung der Querschnittsthemen Internationalisierung und Digitalisierung das Studium nachhaltig bereichert.“

Genau wie der Test wird auch die künftige Pflichtveranstaltung auf Englisch stattfinden. Ohnehin werden 80 Prozent der Studieninhalte im Master „International Business Management“ auf Englisch vermittelt. Und es gibt noch eine weitere Konstante: Aufgrund der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wurde das Pilotmodul digital durchgeführt und durch das DAAD-geförderte Projekt „Digital Mobil at FH Bielefeld” unterstützt. Dieses Projekt verfolgt das Ziel, allen FH-Studierenden digital internationale Erfahrungen zu ermöglichen. Im Modul „Corporate Learning and Innovation“ des Masterstudiums „International Business Management“ wird nun auch nach der hoffentlich bald geschafften Überwindung der Corona-Pandemie weiter digital gelehrt.

Projektgruppe „Digital Mobil at FH Bielefeld“ unterstützt

„Die Einbindung der Digital-Mobil-Experten in unseren Piloten war überaus hilfreich“, resümiert Natalie Bartholomäus. „Das Projektteam sorgte zum Beispiel auf dem Gebiet der IT dafür, dass die FH Bielefeld und die TDU ein gemeinsames Learning Management System (LMS) nutzen konnten, was essenziell ist für kollaborative Formate.“

Bartholomäus unterrichtete auch selbst während der Pilotphase und konnte die Vorteile des Formats hautnah erleben: „Wir bieten den Studierenden beider Hochschulen eine länderübergreifende Lernerfahrung, die sowohl ihre digitale als auch ihre interkulturelle Kompetenz stärkt. In internationalen virtuellen Arbeitsgruppen zu kommunizieren und dabei neue Plattformen und Werkzeuge kennenzulernen, bereitet sie auf die digitale Arbeitswelt der Zukunft vor.“

Abwechslungsreiches Programm für künftige Führungskräfte

Das Programm des Moduls „Corporate Learning and Innovation“ ist dabei ebenso abwechslungsreich gestaltet wie das Berufswelt der künftigen Master in International Business Management: Neben Vorlesungen und Gastvorträgen von international agierenden Unternehmen erproben die deutsch-türkischen Studierendenteams in Planspielen, was Personal- und Unternehmensführung ganz konkret bedeutet. In einer Unternehmenssimulation schlüpfen sie beispielsweise in die Rolle der Geschäftsführung einer fiktiven Firma, die ihre Produkte in die nächste Generation führen will. Gemeinsam erarbeiten sie Produktionsplanung, Preisgestaltung und Vermarktung und präsentierten diese auf Englisch.
„Aus der Evaluation des Piloten wissen wir, dass die Studierenden begeistert waren von der hohen Anwendungsorientierung durch das Planspiel“, berichtet Prof. Bartholomäus. „Die zufällige Zusammenstellung der Gruppen in den Vorlesungseinheiten gab ihnen einen realistischen Eindruck vom virtuellen Arbeiten in multikulturellen Teams. Das war herausfordernd, weil es für alle Beteiligten neu war, kam aber durchweg gut an.“ Oder wie es ein Student im Feedback ausdrückte: „Man merkt, dass die Lehrenden wollen, dass wir wirklich was lernen!“


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