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»Frankfurter Rundschau«: Pressestimme zu Israel-Palästina


Der wie ein Wildfeuer entflammte Hass hat viele Ursachen. Die israelische Gesetzeslage, die, wie in Scheich Dscharrah der eigenen Bevölkerung Vorrechte gegenüber der palästinensischen in Jerusalem einräumt, ist nur eine. Die daraufhin ausgebrochenen Unruhen an Jerusalems heiligen Stätten sind eine andere. Israels polizeiliches Vorgehen …

Artikel vom 13. 5. 2021
»Frankfurter Rundschau«: Pressestimme zu Israel-Palästina
Frankfurt am Main (ots) Die Frankfurter Rundschau kommentiert in ihrer Freitagausgabe die Eskalation in Nahost: Der wie ein Wildfeuer entflammte Hass hat viele Ursachen. Die israelische Gesetzeslage, die, wie in Scheich Dscharrah der eigenen Bevölkerung Vorrechte gegenüber der palästinensischen in Jerusalem einräumt, ist nur eine. Die daraufhin ausgebrochenen Unruhen an Jerusalems heiligen Stätten sind eine andere. Israels polizeiliches Vorgehen, dort Blendgranaten in die Al-Aksa-Moschee zu schleudern, brachte Moslems weit über Israels Grenzen auf. Eine Steilvorlage für die Hamas, sich als Speerspitze zur Verteidigung der Al Aksa, dritthöchstes Heiligtum im Islam, zu gebärden und die Israelis militärisch mit Raketen auf Jerusalem herauszufordern. Seitdem spult sich ein Dominoeffekt ab, der in einen Gaza-Krieg gemündet ist. Und keiner weiß, wie dieser nationalreligiös aufgeheizte Brand noch zu löschen ist.

Kommentar

Doch. Das weiß man. Der akute Konflikt wird enden, sobald die Hamas ihre Raketen verschossen hat. Natürlich wird er weiter schwelen. Und von einem Krieg kann man derzeit noch nicht sprechen. Es gibt die üblichen Angriffe und Gegenangriffe.

Auf den Punkt gebracht ist es religiöser Starrsinn. Auf beiden Seiten. Es gibt eine einfache Lösung: Eine Ein-Staaten-Lösung und die Aufhebung des Verbots von Mischehen. Dann würde sich der Konflikt im Laufe weniger Generationen auflösen. Diese Idee hat Richard Dawkins schon vor Jahren für Nordirland vorgeschlagen. Und er hat zu Recht von »The Root of All Evil« gesprochen. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Natürlich kann man das differenziert betrachten und es gibt zahllose Faktoren, die eine Rolle spielen. Aber am Ende läuft es dennoch nur auf das eine hinaus. Es ist so.

Zugegeben: Der Titel »The Root of All Evil« kam von der BBC und Dawkins sagt, er habe ihm von Anfang an nicht gefallen, denn nichts sei die Wurzel von allem. Aber dennoch: Er argumentiert so, dass der Titel treffend ist. Jedenfalls aus einer eurozentristischen Sicht. Aber auch weltweit. Nicht immer und überall, aber oft, womöglich meistens.

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© Christian Schröter AGD