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Abschied von gewohnten Denkmustern – mehr als eine Klimawahl


Martin Fröhlich: Aktivisten aus OWL fordern, dass 2021 zum Klimawahljahr wird. Die Rettung des Klimas soll das beherrschende Thema bei der Bundestagswahl sein. Der Höhenflug der Grünen in den Umfragen deutet an, dass dies viele so sehen. Andere hingegen orakeln von einer Öko-Diktatur unter einer Bundeskanzlerin Annalena Baerbock …

Artikel vom 10. 5. 2021
Abschied von gewohnten Denkmustern – mehr als eine Klimawahl
Bielefeld (ots) Martin Fröhlich: Aktivisten aus OWL fordern, dass 2021 zum Klimawahljahr wird. Die Rettung des Klimas soll das beherrschende Thema bei der Bundestagswahl sein. Der Höhenflug der Grünen in den Umfragen deutet an, dass dies viele so sehen. Andere hingegen orakeln von einer Öko-Diktatur unter einer Bundeskanzlerin Annalena Baerbock.

Doch Moment! Ist nicht Corona das dominante Thema bei der Wahl? Zugegeben, eine zugespitzte Betrachtungsweise. Niemand soll sich entscheiden zwischen Klimarettung und Pandemiebekämpfung. Und doch stehen die beiden Türme der Debatten für veränderte Anforderungen an Politik und an Wählerinnen und Wähler. Es geht um den Umgang mit Unberechenbarem und Selbstreflexion.Zuerst die Politik: Als Corona über das Land hereinbrach, wurde klar, dass es kein Handbuch für eine Pandemie gab. Politik musste agieren, reagieren, korrigieren. Oft unvorbereitet und gefangen in alten Denkmustern und auf etablierten Wegen. Es dauerte, bis der Mut aufkam, bei Bedarf auszubrechen. Doch genau das gewinnt an Bedeutung. Da braucht es Alternativen zu Plan A, falls der nicht aufgeht.

Der Klimawandel ist längst Realität und wir müssen lernen, damit umzugehen. Da muss sich Politik an vermeintlich Unantastbares herantrauen. Schauen wir auf das Grundgesetz und manchen Paragrafen, der bezüglich seiner Auslegung Fragen aufwirft. Und da darf Politik ausgegebene Ziele in ihrer Absolutheit hinterfragen. Deutschland allein kann am Weltklimageschehen nur Nuancen verändern, doch manche Maßnahme macht trotzdem unbedingt Sinn. Nun die Wählerschar: Sie darf nicht nur auf die Politik schauen und warten, was dort geschieht. Sie muss mehr denn je Pflichten und Risiken abwägen gegen Ansprüche und Chancen. Das zeigt uns die Pandemie jeden Tag.

Konkret lautet die Frage in der Krise, in der wir alle gefordert sind: Welchen Beitrag wollen und müssen wir selbst leisten, um die Ziele zu erreichen? Beim Klima, in der Pandemie und bei anderen Themen. Wenn wir das mutig festgelegt haben, können wir entscheiden, welche Partei dazu passt. Hier geht es um Grundsätzliches in der Politik. Das ist mehr als ein Klima-Wahljahr. Der Kampf um den Planeten muss bei der Wahl eine bedeutende Rolle spielen, aber nicht nur er allein.

Quelle: nw-news.de

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