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Neue Zukunft für das Kino am Bahnhof

Stadt und Betreiber stellen Pläne für eine Umgestaltung vor

Lesedauer 2 Minuten, 3 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 3. März 2021
Neue Zukunft für das Kino am Bahnhof
Alle für den Kino-Standort Gütersloh: Sven Gehse, der Mann vor Ort, Christoph Baron von Feldmann, Architekt Michael Streich, der Bürgermeister, Stadtbaurätin Nina Herrling.

Gütersloh(gpr). Das Kino am Bahnhof, 20 Jahre lang bekannt als Teil der Kette Cine Star und seit vergangenem Jahr geschlossen, könnte als »Filmwerk« in eine neue Zukunft gehen. Christoph Baron von Feldmann, Eigentümer und Betreiber der Immobilie, hat sich entschlossen, das Kino am Standort Gütersloh weiter zu betreiben und mit zusätzlichen Angeboten, neuer Technik, neuer Fassade und rundum renovierten Innenräumen weiter zu entwickeln.

Einen wichtigen Impuls dazu habe letztlich auch der Bürgermeister gegeben, sagte von Feldmann jetzt bei der Vorstellung der Pläne im derzeit noch verwaisten Kinosaal. Er habe ihn davon überzeugt, dass es sich lohne, in den Kinostandort Gütersloh weiter zu investieren. Das betont auch der Bürgermeister selbst, der zusammen mit von Feldmann, dessen Architekten Michael Streich und Stadtbaurätin Nina Herrling die Zukunftspläne für das ehemalige Multiplex-Kino vorstellte. »Wir stehen hinter diesem Projekt. Wir haben uns als Stadt intensiv damit beschäftigt und mit Herrn von Feldmann viele Gespräche über die Konzeption geführt. Es ist ein Projekt, das über die Grenzen der Stadt hinaus wirken wird,« so der Bürgermeister.

Deshalb habe man den direkten Austausch gesucht. »Die Bauanträge sind gestellt, das Projekt läuft«, bestätigt auch Stadtbaurätin Nina Herrling. Wichtig sei, dass das Kinogebäude an dieser Stelle Teil eines guten Entrées in die Innenstadt werde, »an dem wir perspektivisch ja bekanntlich auch mit Blick auf den ZOB arbeiten.« Das ist dem Investor und Betreiber ebenfalls ein Anliegen. So wird die in die Jahre gekommene Fassade ein neues Gesicht und moderne Werbeanlagen bekommen.

Innen soll in einem Kinosaal eine Top-LED-Technik der Firma Samsung, die bisher nur in ganz wenigen Großstädten in Deutschland zu finden ist, für ein außergewöhnliches Kinoerlebnis sorgen, ebenso wie eine ganz neue Soundtechnik. Aber nicht nur technisch will von Feldmann mit seiner Mannschaft das Haus weiterentwickeln: Kino mit besonderem Service ist der Plan, für den innen neu bestuhlt wird und Tische zur Ausstattung gehören sollen, an denen der Snack zum Film serviert wird. Gastronomie soll ins Erdgeschoss einziehen, und die Säle sollen auch für Konzerte und andere Veranstaltungen, Präsentationen oder Tagungen zur Verfügung stehen. Dafür werden in einigen Bereichen die Flächen vor der Kino-Leinwand vergrößert unter Verzicht auf Sitzplätze. Mit Michael Streich (sai-streich, Bielefeld) hat von Feldmann einen Architekten an seiner Seite, der Erfahrung in Kino-Immobilien mitbringt. Mit ihm zusammen plant er Umgestaltung und Neu-Eröffnung. »Im September mit dem neuen ›James Bond‹, das wäre der Wunschtermin,« sagt von Feldmann, aber »Corona« bestimmt auch hier letztlich den Zeitplan. So oder so bleibt es jedoch beim Fazit: »Es wird geöffnet!«

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