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»Erstaunt, wie weit Inklusion schon war und wie rückständig die Situation jetzt ist«


Die Kinder der Utopie. Ein intensiver Abend mit informiertem Publikum. …

Artikel vom 2. 11. 2019
»Erstaunt, wie weit Inklusion schon war und wie rückständig die Situation jetzt ist«
Die Organisatoren und Gäste: links und rechts außen Veronika Klas u. Edith Mathman (Kreisschulpflegschaft Gütersloh), hintere Reihe von links: Sigrid Beer (MdL), Jana Felmet (Die Weberei), Sven Ortmann (Stadtschulpflegschaft Gütersloh) und Romy Suhr (die Inklusiven), vorn Mesut Can (Behindertenbeirat/ KSL.Detmold), Kati Jördel (Ein Teil vom Ganzen all inklusiv)
Regen und Graffiti – das war die Hintergrundkulisse zum Film »Die Kinder der Utopie« im Wintergarten der Weberei Gütersloh am letzten Samstag im September. Nach ausverkauften Kino-Sälen in Bielefeld und Gütersloh am bundesweiten Aktionsabend im Mai bot dieser nun einen intimeren, aber damit umso charmanteren Rahmen für einen intensiven Abend.

Mit Sigrid Beer, MdL, Bündnis 90/ Die Grünen, Sprecherin für Bildung, Petitionen und Religionspolitik stellte sich ein prominter Gast der Landespolitik der Diskussionsrunde im Anschluss an den Film. Kati Jördel, Gründerin des Vereins Ein Teil vom Ganzen »all inklusiv« bildete den Gegenpart.

Beide bereicherten durch ihre Mehrfach-Rollen den Austausch: Sigrid Beer, vor ihrer Zeit in der Politik an der Gesamtschul-Gründungsbewegung beteiligt, ist diplomierte Pädagogin: »Bei meinen eigenen Kindern konnte ich miterleben, wie gut das Gemeinsame Lernen für alle Kinder ist.«

Kati Jördel lebt selbst mit einer Behinderung, ist Mutter mehrer Kinder, eins davon Autist, engagierte sich früher in der Kreisschulpflegschaft. Heute konzentriert sie sich auf ihren bereits 60 Mitglieder zählendem Verein. Unglaubliches berichten beide: Kathi Jördel von den schwierigen, aber letztendlich erfolgreichen Wegen mit ihren Kindern im Schulsystem, Sigrid Beer vom Budget für unbesetzte Lehrerstellen, dass gerade dem Bildungshaushalt wieder entzogen wird, anstatt für bildungsverbessernde Maßnahmen anderweitig eingesetzt zu werden.

Bewegt hat der Film ausnahmslos alle Anwesenden. Die selbstverständliche Einbeziehung selbst der Mitschülerin mit schwerster Beeinträchtigung ging genauso nahe, wie die Unbefangenheit und der Respekt unter den Protagonisten, die bis in die Erwachsenenzeit nachwirken.

Längst bekannte Elemente inklusiver Bildung wie Schauspiel, Kooperations- und Fehlerkultur oder Achtsamkeitsübungen werden in Rückblenden anschaulich thematisiert.

»Erstaunt, wie weit Inklusion schon war und wie rückständig die Situation jetzt ist« – fasst eine Zuschauer- Reaktion einer Umfrage die Hauptstimmung des größtenteils informierten Publikums zusammen.

Die Umfrageergebnisse werden übrigens nach und nach auf der Kooperations-Website veröffentlicht https://www.die-inklusiven.de/die-kinder-der-utopie/

Auch an der Diskussionsrunde beteiligte sich das Publikum rege, die von Edith Mathmann (Kreisschulpflegschaft Gütersloh) und Romy Suhr (»die Inklusiven«) moderiert wurde.

Die anwesenden selbstbewußten Kinder und Jugendlichen, zeigten nicht zuletzt, wie selbstverständlich sie ihr Dabeisein (er)leben, auch wenn sie Mobbing oder Mitleid für verzichtbar erklären.

Das gemeinsame Resümee der Veranstalter-Kooperation aus Stadt-und Kreischulpflegschaften Gütersloh, Behindertenbeirat/ KSL.Detmold, dem Elternverein »die Inklusiven Bielefeld/ OWL« und der »Weberei« Gütersloh: »Ein Abend des wertschätzenden Miteinanders mit viel Raum für Beteiligung«

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