#Zeitzeugen der #Stadtgeschichte: die #Stadttürme von #Borken
- LWL erklärt mittelalterliche Stadttürme in Borken zum Denkmal des Monats August 2026
#Borken, 3. August 2026
Die Stadt #Borken feiert ihr 800 jähriges Stadtjubiläum und saniert aus diesem Anlass die 5 erhaltenen mittelalterlichen Stadttürme. Die Türme und Mauerfragmente der einst mächtigen #Stadtmauer zeugen von der damaligen #Wehrhaftigkeit Borkens und sind die historischen Wahrzeichen der Stadt. Der »Landschaftsverband Westfalen Lippe« (#LWL) würdigt die Türme als Denkmal des Monats August 2026.
Der Bau der Stadtbefestigung Borkens begann Ende des 14. Jahrhunderts. Von den ehemals acht Rundtürmen sind heute noch 5 erhalten: der Diebesturm, der #Kuhmturm, der #Wedemhoveturm, der #Windmühlenturm und der #Holkensturm. Sie markieren den Verlauf der ehemaligen Stadtmauer. »Die Stadttürme unterscheiden sich in ihrer äußeren Gestalt und weisen unterschiedliche Breiten, Höhen, Dachabschlüsse und Anbauten auf«, erklärt LWL Denkmalpflegerin Dr. Raphaela Wegers. »Allen gemeinsam ist die einheitliche Materialität ihres Außenmauerwerks aus rotem Backstein. Bei genauem Hinsehen ist ein charakteristisches Rautenmuster aus blau gebrannten und glasierten Ziegelsteinen zu erkennen.«
In den 1970er Jahren und 1980er Jahren wurden die gegen Kriegsende bombardierten Türme nach den damaligen Maßstäben instandgesetzt. Dabei verlor der Holkensturm seine prächtige gotische Dachkonstruktion in Form eines Kreuzdachs mit 4 Giebeln. Zeitgleich wurde der #Diebesturm umfangreich wieder aufgebaut.
»Für die Neugestaltung der Stadttürme wurden unterschiedliche Nutzungskonzepte und Umnutzungskonzepte realisiert«, sagt Denkmalpflegerin Wegers. »Der Wedemhoveturm wird derzeit mit Fördermitteln des Landes Nordrhein Westfalen saniert. Seit den 1980er Jahren ist dieser Turm das Begegnungszentrum des Naturschuzvereins und Vogelschutzvereins und ermöglicht dem Verein die #Falkensichtung im Frühjahr, ein lokales Highlight.«
Am Diebesturm konzentrierten sich die Arbeiten auf brandschutztechnische Ertüchtigungen. Um die seit 1990 bestehende Nutzung als Trauzimmer fortführen zu können, mussten 2 Fenster als Fluchtweg geringfügig verbreitert werden.
»Am Holkensturm wurden minimalinvasive Eingriffe in die Bausubstanz vorgenommen«, so Wegers. »Die Räume wurden im Hinblick auf ihre Umnutzung als Veranstaltungsort für #Ausstellungen und #Lesungen nach einem Inneneinrichtungskonzept modernisiert.«
Der Windmühlenturm befindet sich in Privatbesitz. Um die Historie des Turms dennoch vermitteln zu können, ließ die Stadt Borken ein barrierefrei zugängliches Drahtgestell mit Informationselementen errichten.
Im Erdgeschoss des Kuhmturms erklärt heute eine ohne Eingriffe in die Bausubstanz installierte Hörstation auf Abfrage die Stadtgeschichte.
LWL Denkmalpflegerin Wegers: »Die mittelalterlichen Stadttürme von Borken sind als bauliche Zeugnisse von regionalgeschichtlicher Bedeutung für das #Münsterland. Es ist schön, dass die Türme als Wahrzeichen der Turmstadt Borken nun denkmalgerecht saniert werden und so die Stadtgeschichte für die Menschen erlebbar machen.«
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