Deutsche Krebshilfe: #Sonnenschutz #Faktencheck im #Hautkrebsmonat Mai
- Deutsche Krebshilfe klärt über Falschinformationen und gefährliche Trends auf
#Bonn, 29. April 2026
Tipps für angeblich #gesunde #Bräune, UV Schutz durch bestimmte #Lebensmittel oder #Sonnenbrand #Tattoos als Social Media Trend: Im Netz kursieren zahlreiche Empfehlungen rund um #Sonne und Bräune – viele davon sind unseriös gefährlich. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (#ADP) klären anlässlich des Hautkrebsmonats Mai über solche Falschinformationen auf und setzen auf wissenschaftlich fundierte Fakten. Denn: Konsequenter UV Schutz beugt Hautkrebs wirksam vor.
»Mehr als 355.000 neue Hautkrebsfälle pro Jahr – diese hohe Zahl zeigt, wie groß die gesundheitliche Belastung ist. Und sie ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen«, sagt Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe. »Auch wenn die Sterblichkeit im Vergleich zu anderen Krebsarten geringer ist, bleibt Hautkrebs eine sehr ernstzunehmende Erkrankung. Umso wichtiger ist eine klare, faktenbasierte Aufklärung über wirksamen UV‑Schutz – damit Hautkrebs gar nicht erst entsteht.«
Sonnenschutz Mythen und Trends im Check
Braune Haut ist gesund
Falsch! Leider wird gebräunte Haut vielfach immer noch mit einem »gesunden« Aussehen gleichgesetzt. Richtig ist, dass jede sichtbare Bräunung bereits ein Hinweis auf UV bedingte Hautschäden ist. Bräune ist nichts anderes als ein begrenzt wirksamer Schutzmechanismus der Haut: Sie bildet das Pigment Melanin, um das Erbgut der Hautzellen vor weiterer UV Strahlung zu schützen.
Sonnenbrand Tattoos – harmlos und schön
#Influencer in den #Social #Media machen es vor und insbesondere junge Menschen machen es nach: Sie decken beim Sonnenbaden bestimmte Hautpartien ab, sodass nach dem Sonnenbrand helle Muster entstehen. Diese Sonnenbrand »Tattoos« mögen dekorativ wirken, sind aber vor allem gefährlich und ein deutliches Warnsignal für eine massive UV Belastung. Jeder Sonnenbrand verursacht erhebliche Schäden an der #DNA der #Hautzellen – besonders in der #Kindheit und #Jugend – und erhöht langfristig das Risiko für Hautkrebs.
#Sonnencreme ist als alleiniger UV Schutz ausreichend
Falsch! #Sonnenschutzmittel verzögern zwar schmerzhaften Sonnenbrand, blocken die UV Strahlen aber nicht vollständig ab. Daher gilt: Am besten am UV Index (UVI) orientieren – der über viele #Wetter #Apps verfügbar ist – und mehrere Schutzmaßnahmen kombinieren. Zuallererst Schatten suchen, Kleidung und Kopfbedeckung tragen, Sonnenbrille aufsetzen und abschließend unbedeckte Haut eincremen.
Gezielte #Ernährung ersetzt Sonnenschutz
Falsch! #Tomaten, #Karotten oder #Beeren, #Nüsse, #Lachs und Grüner Tee enthalten zwar Stoffe, wie beispielsweise #Beta #Carotin, die die Haut gegen negative Wirkungen von UV Strahlen unterstützen können. Als alleiniger Schutz reichen sie jedoch nicht aus. Richtiger UV Schutz basiert immer auf drei Säulen: meiden, kleiden, cremen.
#Sonnenbrillen erhöhen die Sonnenbrandgefahr
Im vergangenen Jahr kursierte die Falschinformation, dass das Tragen einer Sonnenbrille die körpereigene Melaninproduktion reduziert, und damit die Sonnenbrandgefahr erhöht. Dies ist eindeutig falsch. #Melanin wird überwiegend in der Haut gebildet und schützt zudem nur begrenzt vor Sonnenbrand. Richtig ist: Sonnenbrillen mit der Kennzeichnung UV 400 oder DIN EN ISO 12312‑1 schützen die Augen zuverlässig vor UV‑Schäden – etwa vor Hornhautentzündungen, Grauem Star oder sogar bestimmten Krebsarten am #Auge. Daher am besten immer eine Sonnenbrille in der Tasche haben und sie an sonnigen Tagen tragen!
Intensives Sonnenbaden gut gegen Vitamin D Mangel
Falsch! Für die Vitamin D Produktion reichen bereits kurze Sonnenpausen aus: Laut Robert Koch Institut genügt es zwischen März und Oktober, zwei bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme wenige Minuten ungeschützt der Sonne auszusetzen. Längere Aufenthalte in der prallen Sonne bringen keinen zusätzlichen Nutzen – es erhöht lediglich das Hautkrebsrisiko.
Richtiger UV Schutz – so geht’s
Wenn Sie in die #Sonne gehen, achten Sie auf ausreichenden Schutz durch #Schatten, #Kleidung und #Sonnencreme. Tragen Sie eine Sonnenbrille mit UV Schutz und eine #Kopfbedeckung. Meiden Sie, insbesondere im Sommer, die #Mittagssonne und schützen Sie Ihre #Kinder. Gehen Sie nicht ins #Solarium.
Über Hautkrebs – Neuerkrankungen in Deutschland
In Deutschland werden 2026 über 355.000 Neuerkrankungen an Hautkrebs prognostiziert. Hautkrebs ist damit bundesweit die häufigste Krebserkrankung. Die meisten Menschen erkranken am Weißen Hautkrebs oder Hellen Hautkrebs, dazu gehören das #Basalzellkarzinom und das #Plattenepithelkarzinom. Diese beiden Hautkrebsarten müssen behandelt werden, aber sie bilden nur selten Tochtergeschwülste und sind daher weniger bedrohlich. Rund 41.700 Menschen sind allerdings vom #malignen #Melanom betroffen. Er ist besonders gefährlich, weil er #Metastasen bilden kann und potenziell tödlich ist. Laut Statistischem #Bundesamt starben im Jahr 2023 etwa 4.500 Menschen an einer Hautkrebserkrankung.
Die Deutsche Krebshilfe ist eine gemeinnützige Organisation. Ihr Ziel ist es, die Krebskrankheiten in all ihren Erscheinungsformen zu bekämpfen. Die Deutsche Krebshilfe fördert Projekte zur Verbesserung der #Prävention, #Früherkennung, #Diagnose, #Therapie, medizinischen #Nachsorge und psychosozialen #Versorgung einschließlich der #Krebs #Selbsthilfe. Mehr 🔗 …
Quelle der Hautkrebsneuerkrankungen: Institut für Krebsepidemiologie, »Prognose für 2026 und Zahlen zu Hautkrebs in Deutschland«, veröffentlicht im April 2026.
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