#KWS #Agora: #Konzeptpapier »Der #Grundführerschein #Verkehr«

#Gütersloh, 12. März 2026

Basismodul für sichere #Mobilität – ein Vorschlag für Verkehrskompetenz als Allgemeinbildung

1. Ausgangslage

Der #Straßenverkehr hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Neben Autos sind heute zunehmend weitere Verkehrsmittel im Einsatz …

Diese Entwicklung führt zu einer deutlich höheren Komplexität des Verkehrsraums. Unterschiedliche Geschwindigkeiten, Fahrzeugtypen und Nutzergruppen teilen sich häufig denselben Raum.

Gleichzeitig gibt es ein strukturelles Defizit: Die #Regeln des Straßenverkehrs werden heute fast ausschließlich im Rahmen eines Autoführerscheins systematisch vermittelt. Wer keinen #Führerschein besitzt, hat diese Regeln häufig nie strukturiert gelernt. Die Folge ist ein wachsendes Problem mangelnder Verkehrskompetenz – insbesondere bei …

  • Jungen Verkehrsteilnehmern
  • Nutzern von E Scootern
  • Radfahrern ohne formale Verkehrsausbildung
  • Älteren Menschen mit neuen Fahrzeugtypen wie #Pedelecs

2. Idee: »Der Grundführerschein Verkehr«

Der »Grundführerschein Verkehr« ist ein niedrigschwelliges Bildungsmodul, das grundlegende Regeln und Kompetenzen für die Teilnahme am Straßenverkehr vermittelt. Er richtet sich an alle Verkehrsteilnehmer, unabhängig vom Verkehrsmittel. Der Grundführerschein vermittelt …

  • Grundlegende Fahrkompetenzen und Verhaltenskompetenzen

Er ersetzt keine Führerscheine, sondern bildet die Basis für sichere Mobilität.

3. Organische Einführung

Der »Grundführerschein« wird nicht als verpflichtende Zugangshürde für alle Verkehrsteilnehmer eingeführt. Stattdessen erfolgt eine organische Einführung über das Bildungssystem.

Erwerb in der Schule

Der Grundführerschein wird standardmäßig im Unterricht erworben, beispielsweise in der Grundschule oder frühen Sekundarstufe. Umfang: 1 Unterrichtseinheit Theorie (etwa 45 Minuten), eine praktische Übungseinheit, eine kurze Wissensüberprüfung. Damit entsteht ein minimaler organisatorischer Aufwand. Langfristig entsteht automatisch ein Generationeneffekt: Mit jeder neuen Schülerkohorte wächst der Anteil der Bevölkerung mit Grundkenntnissen im #Straßenverkehr.

4. Inhalte

Theorie

Grundlagen des Straßenverkehrs …

  • Bedeutung von Verkehrsregeln
  • Vorfahrtsregeln (»rechts vor links«)
  • Verhalten an Kreuzungen
  • Verhalten gegenüber Fußgängern

Praxis

Praktische Übungen im sicheren Umfeld …

  • Schulterblick
  • Bremsen und Ausweichen

5. Prüfung und Zertifikat

Der Abschluss erfolgt durch einen kurzen Wissenstest, eine einfache praktische Übung. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Schüler ein Zertifikat: »Grundführerschein Verkehr«. Dieses Zertifikat dient als Kompetenznachweis, nicht als formale Fahrerlaubnis.

6. Verbindung zu E Scootern

Eine besondere Rolle kann der Grundführerschein bei motorisierten Kleinfahrzeugen spielen. E Scooter gelten rechtlich als Kraftfahrzeuge. Daher wäre es plausibel, den Grundführerschein künftig als Voraussetzung für deren Nutzung zu verlangen.

Das Modell wäre damit so angelegt …

  • E Scooter Fahrer: verpflichtender Nachweis

So entsteht eine sinnvolle Differenzierung zwischen nicht motorisierten und motorisierten Verkehrsmitteln.

7. Nachholangebote für Erwachsene

Der Grundführerschein muss jederzeit nachholbar sein. Mögliche Anbieter sind #Fahrschulen, #Volkshochschulen, #Verkehrswachten, #zertifizierte #Bildungsanbieter.

Der Kursumfang bleibt bewusst niedrig und umfasst circa 60 bis 90 Minuten Gesamtaufwand.

8. Neues #Berufsbild

Die Einführung eines solchen Systems würde ein neues Tätigkeitsfeld schaffen: Dozent für Verkehrskompetenz und Grundführerschein. Mögliche Qualifikationsträger wären #Fahrlehrer, #Verkehrspädagogen, speziell zertifizierte Dozenten. Fahrschulen könnten diese Kurse als Ergänzung ihres Angebots anbieten.

9. Vorteile des Konzepts

  • Frühzeitige Verkehrskompetenz – #Kinder lernen frühzeitig, wie Straßenverkehr funktioniert.
  • Einheitlicher Wissensstand – Grundregeln werden nicht mehr zufällig oder informell vermittelt.
  • Vorbereitung auf spätere Führerscheine – der Grundführerschein bildet eine Basis für spätere Fahrerlaubnisse.
  • Niedrige Einstiegshürde – der Kurs ist kurz, einfach und leicht integrierbar.
  • Unterstützung moderner Mobilität – gerade bei neuen Fahrzeugtypen wie E Scootern schafft der Grundführerschein eine sinnvolle Mindestkompetenz.

10. Zusammenfassung

Der Straßenverkehr entwickelt sich zu einem immer komplexeren System. Unterschiedliche Verkehrsmittel und Geschwindigkeiten treffen auf engem Raum aufeinander. Ein Grundführerschein Verkehr kann helfen, grundlegende Kompetenzen frühzeitig zu vermitteln und langfristig eine gemeinsame Verkehrskultur zu stärken. Die Umsetzung ist einfach, kostengünstig und langfristig wirksam – insbesondere durch die Einführung im Bildungssystem. Damit wird Verkehrskompetenz zu dem, was sie sein sollte: eine grundlegende Kulturtechnik des Alltags.

Anhang: Digitale Plattform »Grundführerschein« … niedrigschwellige Verkehrskompetenz für alle

1. Idee

Der Grundführerschein Verkehr wird durch eine digitale Plattform ergänzt, die grundlegende Verkehrsregeln verständlich, visuell und niedrigschwellig vermittelt. Die Website »grundfuehrerschein.de« (Arbeitstitel) dient als zentrale Informationsplattform für alle Verkehrsteilnehmer – insbesondere für Menschen ohne formale #Verkehrsausbildung.

Ziel ist nicht die vollständige Darstellung der Straßenverkehrsordnung, sondern eine didaktisch reduzierte Vermittlung der wichtigsten Regeln des Alltagsverkehrs.

Die Plattform folgt dem Prinzip »Das Wichtigste zum sicheren Verhalten im Straßenverkehr – einfach erklärt.«

2. Zielgruppen

Die Plattform richtet sich an Menschen, die …

  • keinen Autoführerschein besitzen

  • sich unsicher im Straßenverkehr fühlen

  • neu in Deutschland sind

  • grundlegende Verkehrsregeln verstehen möchten

  • Kinder oder Jugendliche begleiten

  • E Scooter oder Fahrrad nutzen

Die Inhalte müssen deshalb bewusst einfach, visuell und verständlich gestaltet sein.

3. Didaktisches Prinzip

Die Plattform folgt 3 Grundprinzipien …

Reduzierung

Es werden nur die wichtigsten und häufigsten Verkehrssituationen behandelt.

Visualisierung

Regeln werden möglichst mit Illustrationen oder einfachen Szenarien erklärt.

Alltagssprache

Die Inhalte werden ohne juristische Sprache formuliert.

4. Inhaltliche Struktur

Die Plattform könnte folgende Hauptbereiche umfassen …

Zu Fuß unterwegs

Grundregeln für Fußgänger…

  • sichere Straßenquerung

  • Ampeln verstehen

  • Verhalten an Zebrastreifen

  • Gehwege und Fußgängerzonen

Beispielfragen …

  • Was ist ein Zebrastreifen?

  • Wann darf ich über die Straße gehen?

  • Haben Autos immer Vorfahrt?

Mit dem Fahrrad unterwegs

Grundregeln für Radfahrer …

  • Radwegbenutzung

  • Vorfahrtsregeln

  • Handzeichen beim Abbiegen

  • Licht und Sichtbarkeit

Beispielfragen …

  • Muss ich auf dem Radweg fahren?

  • Darf ich auf dem Gehweg fahren?

  • Darf ich nebeneinander fahren?

Mit dem E Scooter unterwegs

Regeln für Elektrokleinstfahrzeuge …

  • Mindestalter

  • Nutzung von Radwegen und Straßen

  • Verbot der Gehwegnutzung

  • Alkohol und Handyregeln

Beispielfragen …

  • Wo darf ich mit dem E Scooter fahren?

  • Darf ich jemanden mitnehmen?

  • Brauche ich einen Helm?

Häufige Missverständnisse

Dieser Bereich erklärt typische Fehler im Straßenverkehr, etwa…

  • »Fußgänger haben immer Vorfahrt.«

  • »Radfahrer dürfen überall fahren.«

  • »Auf dem Gehweg darf man kurz rollen.«

Selbsttests

Kurze Wissenschecks mit wenigen Fragen ermöglichen Nutzern eine schnelle Überprüfung ihres Wissens. Diese Tests dienen nicht der Bewertung, sondern der Selbstreflexion und Wiederholung.

5. Mehrsprachigkeit

Die Plattform sollte von Beginn an mehrsprachig aufgebaut sein.

Mögliche Sprachen .

  • Deutsch

  • Englisch

  • Türkisch

  • Arabisch

  • Ukrainisch

  • Russisch

  • Französisch

  • Polnisch

Damit wird die Plattform auch für Menschen mit Migrationshintergrund zugänglich. Illustrationen und Piktogramme unterstützen zusätzlich das Verständnis.

6. Gestaltung

Die Gestaltung der Plattform folgt einem klaren Ziel: Maximale Verständlichkeit.

Dazu gehören …

  • kurze Texte

  • einfache Sprache

  • klare Illustrationen

  • typische Verkehrssituationen

  • mobile Optimierung

Die Inhalte müssen sowohl für Kinder als auch für Erwachsene verständlich sein.

7. Ergänzung zum Grundführerschein

Die Plattform erfüllt mehrere Funktionen im Gesamtkonzept …

  • Vorbereitung auf den Grundführerschein

  • Wiederholung der Inhalte nach dem Kurs

  • Nachholangebot für Erwachsene

  • öffentlich zugängliche Wissensplattform

Sie dient damit als dauerhafte digitale Infrastruktur für Verkehrskompetenz.

8. Zusammenfassung

Der Grundführerschein Verkehr wird durch eine digitale Plattform ergänzt, die grundlegendes Verkehrsverhalten verständlich und niedrigschwellig vermittelt. Die Website bildet kein juristisches Regelwerk ab, sondern ein konzentriertes Basiswissen für den Alltag im Straßenverkehr. Damit entsteht ein modernes Bildungsangebot, das Verkehrssicherheit, Mobilitätskompetenz und gesellschaftliche Teilhabe stärkt.

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