Kunstmuseum Magdeburg: Grace Weaver, »Prélude«, 10. März bis 16. August 2026

#Magdeburg, 11. Februar 2026

#Grace #Weaver (geboren 1989 in #Vermont, #USA) gilt als eine der interessantesten jungen Malerinnen der Gegenwart. Mit ihren überlebensgroßen Gemälden sucht sie nach Möglichkeiten, die menschliche Form neu auszuloten, und verleiht der figürlichen Malerei des 21. Jahrhunderts neue Impulse.

Die Ausstellung »#Prélude« zeigt Arbeiten der Werkgruppen »Flower« (2024) und »Mothers« (2025). Beide verbindet ein konzentriertes Interesse an Linie, Haltung und malerischer Geste.

In der Serie »Flower« erscheinen die Blumen als körperhafte, fast figürliche Formen, aufrecht stehend, herabhängend oder in einem Gewirr von Stielen verflochten, die zwischen Abstraktion und emotionalem Ausdruck oszillieren. Monumentale Bilder archetypischer Szenen stellt die Serie Mothers dar: Mütter mit Kindern und weibliche Akte. Weavers #Gemälde greifen Motive aus verschiedenen Epochen wie antike Terrakottafiguren, Cranachs Madonnen oder ägyptische Statuetten auf und die Körperhaltungen erinnern an ikonische Darstellungen von Eva oder Aphrodite. Im Gegensatz zu ihren kunsthistorischen Vorgängerinnen bewegen sie sich jedoch nicht in einer Sphäre unantastbarer Schönheit, sondern vermitteln einen zeitgenössischen Zugang zu Identität, Körperlichkeit und weiblicher Erfahrung, der zwischen Selbstschutz und Offenheit changiert.

Neu in diesen Serien ist die zeichnerische Monumentalität. Mit großer Intensität integriert die Künstlerin weitreichende Pinselbewegungen systematisch in den Malprozess. Sie arbeitet mit großflächigen, flüssigen Farbschichten auf schwarzem Grund und inszeniert das Malen fast wie einen Tanz. Jeder Strich bleibt sichtbar, Korrekturen sind kaum möglich. Sie reduziert Figuren in vorbereitenden Skizzen auf das Wesentliche, bevor sie diese in leuchtender Farbpalette umsetzt. »Ich versuche mich in der Malerei dem Gefühl des Zeichnens zu nähern, weil ich glaube, dass das der direkteste Weg ist, Gedanken in physische Form zu übertragen«, so Grace Weaver. Trotz vieler Referenzen wirken Weavers Werke zeitlos und konzentrieren sich auf Intimität, Verletzlichkeit und entspannte Präsenz.

Grace Weaver studierte an der University of Vermont und der #Newcastle #University und schloss 2015 ihr MFA Studium an der #Virginia #Commonwealth University in #Richmond ab. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Residenzen. Zu ihren Einzelausstellungen zählen Präsentationen im #Yuz #Museum, #Shanghai, im Neuen #Museum #Nürnberg, im #Oldenburger #Kunstverein. Ihre Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen des »ARoS« #Aarhus #Art Museum, des #FRAC des Pays de la #Loire, des Museum #Kunstpalast #Düsseldorf, der #Pizzuti #Collection des #Columbus Museum of Art sowie des #Städel Museums #Frankfurt am Main.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, von dem Beauftragten der Bundesregierung für #Kultur und Medien, vom Land Sachsen Anhalt und der Stiftung Kloster Unser Lieben Frauen.

10. März bis 16. August 2026, Eröffnung 8. März 2026, 17 Uhr, #Kunstmuseum #Magdeburg, #Kloster Unser Lieben Frauen, Regierungsstraße 4 bis 6, 39104 #Magdeburg, mehr 🔗 …

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