Land NRW stärkt Programm »Freiwilligenagenturen:Kultur:Vernetzt« insbesondere im ländlichen Raum, am 22. Januar 2026 auch in Gütersloh
#Gütersloh, 17. Januar 2026
Das Programm »Freiwilligenagenturen:Kultur:Vernetzt« zielt darauf ab, das ehrenamtliche Engagement im #Kulturbereich – insbesondere im #ländlichen #Raum – weiter auszubauen. #Ehrenamtlich #Engagierte sollen stärker miteinander vernetzt, neue Menschen für eine Mitarbeit gewonnen und #Kulturorte gezielt auf engagierte und kompetente #Unterstützer aufmerksam gemacht werden.
Bis August 2026 entwickeln 10 #Freiwilligenagenturen aus ganz #Nordrhein #Westfalen gemeinsam mit #Kulturfördervereinen, #Künstlern, #Theatern, #Bibliotheken sowie weiteren Kulturinstitutionen neue Ansätze, um #Freiwillige für ein Engagement in der Kultur zu begeistern.
Im Rahmen des Programms sollen mindestens 150 Vereine erreicht werden. Durch eine begleitende Projektstruktur können die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen der zehn beteiligten Standorte landesweit weitergegeben werden. In der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in #Nordrhein #Westfalen (LAGFA) sind insgesamt 130 Agenturen organisiert, sodass die Wirkung des Programms über die Laufzeit hinaus Bestand hat. Programmpartner ist der Dachverband der #Kulturfördervereine (#DAKU). Kulturfördervereine setzen sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung kultureller Angebote ein, wobei rund 90 Prozent ihrer Mitglieder ehrenamtlich aktiv sind.
Gemeinsam planen #LAGFA und #DAKU 6 Regionalveranstaltungen, die dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vernetzung von Freiwilligenagenturen und Kulturfördervereinen dienen. Dabei werden auch regionale Partner sowie bestehende Programme und Initiativen wie »Kultur.Labor«, »Dritte Orte« und »Engagierte Städte« sowie die Kulturbüros des Regionalen Kultur Programms (RKP) einbezogen.
Für die Umsetzung des Programms stellt das Ministerium für Kultur und #Wissenschaft des Landes Nordrhein Westfalen bis zum Jahr 2026 insgesamt 425.000 Euro zur Verfügung.
Das Programm »Freiwillgenagenturen:Kultur:Vernetzt« ist Teil der Zukunftsinitiative Bürgerschaftliches Engagement für die Kultur 🔗. Gemeinsam mit Fachleuten hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein Westfalen 2021 ein Handlungskonzept entwickelt, um ehrenamtliches Engagement in der Kultur zu stärken. Weitere Informationen zum Programm gibt es hier 🔗 …
»Kultur:vernetzt« in Gütersloh
Das Projekt »Kultur:vernetzt« führt am Donnerstag, 22. Januar 2026, um 18 Uhr eine Austauschveranstaltung durch. Sie richtet sich an »Kulturschaffende«, »Kulturfördernde Vereine« und ehrenamtlich engagierte Menschen in #Gütersloh. Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten des Türkisch Deutschen Hilfsvereins und Kulturvereins, Verler Straße 148, in Gütersloh, statt. Da die Plätze begrenzt sind, wird um Anmeldung bis Dienstag, 20. Januar 2026, gebeten.
#NOW/#KWS #Kommentar
Was an diesem Programm irritiert, ist weniger die Organisation als der zugrundeliegende Gedanke: Hier wird #Kunst implizit mit #Ehrenamt zusammengedacht. Das ist problematisch.
Künstlerische Arbeit ist qualifizierte, zeitintensive und existenzsichernde #Arbeit. Sie ist kein »freiwilliges Engagement« und keine #Ressource, die »gewonnen« oder »vernetzt« werden muss. Wenn Kulturprogramme Ehrenamt und Kunst in einem Atemzug nennen, verschiebt sich der Maßstab: #Arbeit wird zur #Mitwirkung, #Profession zur #Freizeitbeschäftigung.
In der Praxis ersetzt Ehrenamt hier häufig fehlende strukturelle Finanzierung. Anstatt Kulturorte so auszustatten, dass künstlerische Arbeit fair bezahlt werden kann, werden neue Vermittlungsstrukturen und Vernetzungsstrukturen aufgebaut, die das Grundproblem nicht lösen, sondern verwalten. Das gilt besonders im ländlichen Raum, wo diese Logik schnell zu einer 2 Klassen #Kulturpolitik führt: professionelle Kunst in den Städten, ehrenamtlich getragene Kultur auf dem Land.
Ehrenamt in der Kultur ist wertvoll – etwa in Organisation, Vermittlung, Vereinsarbeit oder Unterstützung. Es darf jedoch nicht dazu dienen, die professionelle künstlerische Arbeit unsichtbar zu machen oder zu ersetzen. Solange Programme diese Trennlinie nicht klar ziehen, tragen sie zur Entwertung künstlerischer Arbeit bei, auch wenn sie es gutmeinen.
#Kulturpolitik sollte Engagement ermöglichen, ohne Kunst zu entprofessionalisieren. Dafür braucht es weniger #Aktivierungsrhetorik – und mehr verlässliche Finanzierung. Und vor allem absolute #Freiheit. Also das Gegenteil von »Verwaltung«, »Konzepten« und »Planungen«.





























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