Die Republik der Dreijährigen – ein Kommentar zur Infantilisierung der Öffentlichkeit

#Gütersloh, 20. Oktober 2025

Alles spricht für die #These, dass die Republik nur noch aus (geistig) #Dreijährigen besteht.

#Egozentrisch, reizbar, sprachlos. Die Gesellschaft ist auf dem #Entwicklungsstand eines Kleinkinds, das permanent #Aufmerksamkeit will, aber nie #Verantwortung übernehmen muss.

Die #Infantilisierung hat längst alle Sphären erreicht: #Politik als #Performance, #Journalismus als #Selbstvergewisserung, #Bürgerdialog als kollektive #Trotzphase. Jeder will gehört werden, niemand will zuhören. Die #Argumente sind #Sandkastenspiele: laut, kurz, beleidigt.

Was früher »Öffentlicher #Diskurs« hieß, ist heute ein #Dauerstreit ohne #Begriffe, aber mit vielen Gefühlen. #Empörung ist zur #Ersatzintelligenz geworden, #Moral zur #Währung, die #Likes zum #Applaus. Selbst das Schweigen ist nicht mehr still, sondern ein Statement – gepostet, geliked, geteilt.

Die #Erwachsenen sind abgetreten. Zurück bleibt eine Gesellschaft, die den Diskurs nicht mehr führen, sondern nur noch fühlen will. Sie spricht in Emoticons, reagiert in Sekunden und vergisst in Minuten. Wer #Komplexität anbietet, gilt als #arrogant. Wer nachfragt, als übergriffig.

In dieser Republik der Dreijährigen herrscht ein paradoxes Freiheitsverständnis: Jeder darf alles sagen – solange es niemandem widerspricht.

#Widerspruch ist die neue Kränkung, Nachdenklichkeit der neue #Skandal.

Und während sich die #Kinder gegenseitig erziehen, verschwinden #Vernunft und #Urteilskraft leise aus dem Raum. Die #Demokratie, die einst mündige Bürger wollte, steht nun in der digitalen #Krabbelgruppe und versucht verzweifelt, Ordnung zu halten.

Was bleibt, ist ein Land, das sich für progressiv hält, aber längst wieder die #Rassel schüttelt.

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