»Hätt’ die Taube in Gütersloh geschissen«, eine Ballade des Heimatdichters Lorenz Kord tom Eikel

  • Eine lyrische Fußnote aus der ostwestfälischen Provinz.

#Gütersloh, 20. Juli 2025


Hätt’ die Taube in Gütersloh geschissen,

wär vielleicht was Großes draus entstanden.

Ein Denkmal mit vier Beinen und Gewissen –

vom Heimatverein hoch anerkannt, mit Banden.


Man hätt’s beschildert: Ort des ersten Haufens,

im Zentrum zwischen #Bauzaun und #Pavillon,

mit Stadtratsreden, #Sekt und kleinen Happen,

und Blasmusik in schiefer Toninton.


Die Presse? Nun – sie blieb wohl außen vor,

denn eine Taube wählt nicht das richtige Medium.

Die Fragen seien »unpassend« – wie zuvor.

Man reichte lieber Häppchen im Atrium.


Ein #Selfie #Spot, bald auf »#TripAdvisor«,

mit QR Code zur App: #Gütsel Go!

Und #Taubenstempel für den #Bürgerpreis

verliehen jährlich, ganz inkognito.


Doch ach – die #Taube flog dann weiter,

nach Bielefeld#, so heißt es wohl.

Ein Bürgermeister stand da, heiter:

»In Gütersloh? Da schiss sie nicht – das war nur Stuhl.«