Zwei Wettbewerbe, einzigartige Leistungen: #Tischler #Nachwuchs ausgezeichnet

Herzebrock Clarholz, Juni 2026

Auf den 1. Blick wirkt das #Foyer der Sparkasse Gütersloh wie eine kleine Designausstellung: elegante #Sideboards, raffinierte #Raumteiler und #Möbelstücke mit überraschenden Details ziehen die Blicke auf sich. Hinter den Exponaten stehen jedoch keine etablierten Designer, sondern junge Tischler, für die das Gesellenstück den Höhepunkt ihrer Ausbildung markiert.

Im Rahmen der Ausstellung »Die Gute Form & Nachhaltiges Gesellenstück« wurden am Dienstagabend die besten Arbeiten des Tischlernachwuchses ausgezeichnet. Insgesamt 16 #Preisträger erhielten Auszeichnungen in den beiden Wettbewerben. In seiner Begrüßung zeigte sich der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Gütersloh Rietberg Versmold von der gestalterischen Vielfalt der Arbeiten beeindruckt und betonte die Bedeutung der Nachwuchsförderung für die Zukunft des Handwerks.

Frank Grimm, Obermeister der #Tischlerinnung Gütersloh, würdigte zur Eröffnung die Leistungen des Nachwuchses: »Hier wurden nicht nur Werkstücke gebaut, hier wurden Werte geschaffen, Probleme gelöst und Geschichten in Form gebracht.« Auch die Stellvertretende Landrätin beglückwünschte die Preisträger hob die Stärke der Tischlerbranche im Kreis Gütersloh hervor, die durch das Engagement der Tischlerinnung Gütersloh sichtbar wird.

Gestaltung und Nachhaltigkeit als Maßstab

Der Wettbewerb »Die Gute Form« zeichnet herausragende Gestaltungsleistungen im Tischlerhandwerk aus, während der Wettbewerb »Nachhaltiges Gesellenstück« den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen in den Fokus rückt. Beide Wettbewerbe zeigen eindrucksvoll, wie Gestaltung, Funktion und Nachhaltigkeit im modernen Handwerk zusammenfinden.

Bereits am vergangenen Samstag hatten 2 unabhängige Fachjurys die insgesamt 60 #Gesellenstücke begutachtet und die besten Arbeiten ausgewählt.

Die Sieger im #Gestaltungswettbewerb

Den ersten Platz im Wettbewerb »Die Gute Form« sicherte sich Alexander Averbeck (Tischlerei Grimm) mit seinem eleganten Raumteiler. Die Jury überzeugte die gelungene Umsetzung eines filigranen und zugleich flexibel nutzbaren Möbelstücks. Die Konstruktion aus Eichenholz verbindet Leichtigkeit und Funktionalität. Ein selbstentwickeltes Schienensystem ermöglicht es, die grün lackierten Schubladenelemente und Regalelemente individuell in ihrer Höhe zu verstellen und so die Vielseitigkeit des Möbelstücks zu erhöhen. 

Den 2. Platz belegte Mattis Flakowski (Tischlerei Stefan Steinkämper) mit seinem #Flurmöbel. Die Materialkombination aus Nussbaum und brüniertem Stahl verleiht dem Möbelstück seine auffällige, strukturierte Optik. Besonders bemerkenswert ist die handwerkliche Eigenleistung des Preisträgers, der den Stahl nicht nur verarbeitet, sondern die Brünierung selbst ausgeführt hat. Auch die reduzierte, organische Form sowie zahlreiche gestalterische Details überzeugten die Jury. 

Platz 3 ging an Marlon Kubiakeph möbel«) mit seinem #Sideboard, das durch die asymmetrische Linienführung, die gelungene Lichtintegration und die ausgewogene Materialkombination aus geöltem Nussbaum und petrolfarbenem Linoleum hervorstach.

Neben den 3 Preisträgern sprach die Jury 10 weitere Belobigungen für besonders gelungene Gesellenstücke aus: Rieke Bischoff (Nobilia Werke J. Stickling), Lenn Brinkhaus (Tischlerei Voltmann), Jenny Deterding (Otto Klasmeier), Leonard Josef Heitmann (Sudbrock Möbelwerke), Paul HerzogHolzWerk – Ideen aus Holz«), Tristan Oliver Poley (Nobilia Werke J. Stickling), Christoph Otto Schalk (Tischlerei Stefan Steinkämper), Romeo Senol (Manufaktur Martinschledde), Oskar Stitz (Tischlerei Lasse Reckmann), Gregor Stuthe (Formfreund Holzmanufaktur).

#Nachhaltigkeit als Teil moderner Handwerkskultur

Im Wettbewerb »Nachhaltiges Gesellenstück« sicherte sich Christoph Otto Schalk (Tischlerei Stefan Steinkämper) mit seinem #Schreibtisch aus #Eiche den 1. Platz. Der Tisch überzeugte damit nicht nur in gestalterischer Hinsicht, sondern erfüllt auch die Anforderungen an Nachhaltigkeit in besonderer Form: Das Möbelstück entstand aus dem Holz eines Baumes, der bei einem Sturm auf dem Hof der Familie in Gütersloh zu Fall gebracht worden war und nun in neuer Form weiterlebt.

Den 2. Platz belegte Christoph Heinrichs (Tischlerei Frank Kornfeld) mit seinem Schreibtisch aus Eiche und einem Schieferfurnier. Die Konstruktion, die fast vollständig ohne Metallelemente auskommt, sowie die Verwendung regionaler Materialien und eine natürliche Oberflächenbehandlung flossen maßgeblich in die Bewertung ein. 

Platz 3 ging an Rieke Bischoff (#Nobilia Werke J. Stickling) mit ihrem #Bücherschrank aus Kirschbaumholz und Stoffbezügen. Auch sie hatte bereits im Wettbewerb »Die Gute Form« eine Belobigung erhalten und überzeugte nun zusätzlich mit einem durchdachten, nachhaltigen Gesamtkonzept. 

Neben Urkunden erhielten die Preisträger #Preisgelder, die von der Sparkasse Gütersloh Rietberg Versmold zur Verfügung gestellt wurden. »Sie können, was nur wenige können – und die wertschaffende Leistung des Handwerks wird auch künftig nicht durch KI ersetzbar sein«, schloss der Geschäftsbereichsleiter der Sparkasse Gütersloh an diesem Abend.

Wer die ausgezeichneten Stücke aus nächster Nähe erleben möchte, kann die Ausstellung noch bis zum 26.06.2026 zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Gütersloh besichtigen. Der Eintritt ist frei. 

Tischler Innung Gütersloh 🔗 …

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