Kneipp Bund fordert gesundheitspolitische #Kehrtwende
- Prävention statt Reparaturmedizin: Positionspapier zur Reformagenda 2026 vorgestellt
Bad Wörishofen, #Berlin, 18. Juni 2026
Der #Kneipp Bund fordert in einem neuen Positionspapier eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen #Gesundheitspolitik. Statt #Krankheiten überwiegend zu behandeln, müsse der Fokus künftig deutlich stärker auf #Gesundheitsförderung und #Prävention liegen. Das Ziel beschreibt der Verband als »salutogenetische Kehrtwende« – also eine #Politik, die #Gesundheit erhält, bevor Krankheit entsteht.
Nach Ansicht des Kneipp Bundes konzentriert sich das deutsche Gesundheitssystem bislang zu stark auf die Verwaltung und Behandlung von Krankheiten. Chronische Erkrankungen und psychische Belastungen nähmen kontinuierlich zu, während nur ein sehr geringer Anteil der gesetzlichen Krankenversicherungsausgaben in die primäre Prävention fließe. Der Verband verweist darauf, dass aktuell lediglich rund 0,2 Prozent der #GKV Leistungsausgaben für Prävention und Gesundheitsförderung verwendet würden.
Der Kneipp Bund versteht sich als größte gemeinwohlorientierte Gesundheitsorganisation Deutschlands. Nach eigenen Angaben gehören ihm rund 200.000 Mitglieder sowie etwa 450 Kneipp Vereine an. Hinzu kommen rund 700 zertifizierte Einrichtungen, darunter Kindertagesstätten, Schulen und Pflegeeinrichtungen. Das Kneippsche Gesundheitskonzept wurde 2015 als immaterielles #UNESCO #Kulturerbe anerkannt.
In seinem Positionspapier formuliert der Verband sechs zentrale Forderungen an die Politik. Dazu gehören eine langfristige und verlässliche Finanzierung von Präventionsmaßnahmen, die stärkere Verankerung von Gesundheitsförderung in Kitas, Schulen, Vereinen, Betrieben und Kommunen sowie neue Vergütungssysteme, die den Erhalt von Gesundheit belohnen. Darüber hinaus fordert der Kneipp Bund eine stärkere Gesundheitsbildung von Kindesbeinen an, die Einbindung evidenzbasierter #Naturheilverfahren in die Regelversorgung sowie eine engere Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Initiativen und gemeinnützigen Organisationen.
Besondere Bedeutung misst der Verband der sogenannten Lebensstilmedizin bei. Gesundheitsfördernde Faktoren wie #Bewegung, ausgewogene #Ernährung, #Wasseranwendungen, #Heilpflanzen und eine bewusste Lebensführung sollten nach Auffassung des Kneipp Bundes stärker in den Mittelpunkt des Gesundheitswesens rücken. Das ganzheitliche Konzept sei wissenschaftlich untersucht und könne einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Sozialversicherungen leisten.
Der Kneipp Bund sieht sich dabei als Partner für Politik und Kommunen. Ziel sei es, bestehende Gesundheitsnetzwerke auszubauen und Prävention dauerhaft im Alltag der Menschen zu verankern. Gesundheit brauche mehr als die Behandlung von Krankheiten, heißt es im Fazit des Positionspapiers – sie brauche stabile soziale Strukturen und eine Kultur der Gesundheitsförderung. Mehr 🔗 …
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