Kloster Wiedenbrück auf gutem Weg in die Zukunft

Rheda Wiedenbrück, 13. Juni 2026

Die Generalversammlung der gemeinnützigen Genossenschaft #Kloster #Wiedenbrück fand am 11. Juni 2026 im Einstein Gymnasium Rheda Wiedenbrück statt. Im Mittelpunkt des Abends stand der Rückblick auf das Jahr 2025.

Ein besonderes Jahr mit vielen Veränderungen, so beschrieb Vorstandsvorsitzende Sonja Rakete die vergangenen Monate. Der Umbau des Klosters startete Mitte 2025 und ist aktuell ein wichtiger Faktor, der das Leben im Kloster bestimmt. Gebaut werden 2 Veranstaltungsräume im Dachgeschoss für bis zu 200 Personen, das Haus wird barrierefrei, umfassender Brandschutz wird realisiert und insgesamt wird das historische Gebäude mit Umsicht und Augenmaß in die heutige Zeit geholt. Ermöglicht wird der Umbau durch #Fördermittel der #Städtebauförderung des Landes #NRW, des #Bundes, der #EU und der Stadt Rheda Wiedenbrück. Auch zahlreiche Unternehmen und Personen aus Stadt und Region haben durch Spenden dazu beigetragen, dass das Kloster diesen wichtigen Schritt in die Zukunft gehen kann. Abgeschlossen wird der Vorhaben voraussichtlich Anfang 2027.

Die Genossenschaft entwickelt sich derweil höchst erfreulich: So stieg die Zahl der Mitglieder bis Ende 2025 auf 1.104. Das jüngste Mitglied ist 11 Monate, das älteste 93 Jahre. Mehr als 160 freiwillig engagierte Menschen sorgten mit 15.000 Stunden dafür, dass #Gebäude und #Garten erhalten, gepflegt und mit mehr als 1.400 Aktivitäten pro Jahr belebt werden. Dabei handelt es sich um eigene Aktivitäten der Genossenschaft sowie um Veranstaltungen von Vereinen, Schulen, Glaubensgemeinschaften, Firmen und Privatpersonen. Trotz Umbau stieg die Zahl der Besuche auf 28.800.

Als einzige Gruppenunterkunft im Kreis Gütersloh erfährt auch das Gästehaus nach wie vor lebhafte Nachfrage. 47 Gruppen aus ganz Deutschland verbrachten 2025 dort Seminartage, Chorwochenenden, Schul Auszeiten oder Familientreffen. Richtig in Schwung gekommen ist mittlerweile das Programm »Junges Kloster«. In dem generationsübergreifenden Team machen rund 50 Personen ab 8 Jahren mit. Sie organisierten 2025 insgesamt 109 Aktivitäten für junge Menschen und ihre Lieblingserwachsenen. Mit großem Interesse verfolgten die Mitglieder auch den Bericht über die »#BaumeisterKids«. Diese Gruppe von 12 Kindern zwischen 8 und 11 Jahren sind ganz nah dran am Umbauprozess. Alle 4 Wochen gehen sie mit Architekt Mirko Moch, Pädagogin Wiebke Moch und den Handwerkern auf die Baustelle und erfahren zum Beispiel, warum ein Dach nicht einstürzt, wie ein Aufzug funktioniert und welche Unmengen an Kabeln und Kanälen in solch einem Haus stecken.

Die Finanzen wurden 2025 stark durch die Umbaumaßnahmen beeinflusst. Die Einnahmen betrugen rund 455.000 Euro. Eine leichte Steigerung von rund 17.650 Euro zum Vorjahr, resultiert aus Fördermitteln des Landes NRW für das Junge Kloster. Auch konnten die Umsätze im #Klosterladen und bei den Übernachtungen im Gästehaus gesteigert werden. Rückgänge verzeichneten umbaubedingt die Erlöse aus Vermietungen und Veranstaltungen.

Die Personalkostens und Sachkosten stiegen durch das Projekt »Junges Kloster« und durch den Ausbau im Veranstaltungsmanagement leicht an. Wie Finanzvorstand Michael Rakete darlegte, ist die Genossenschaft noch nicht aus eigener Kraft hinreichend finanziert. Er wies darauf hin, dass das Kloster nach wie vor von dem Engagement der vielen Freiwilligen, von Spenden und Förderungen profitiert. Die oben beschriebenen Entwicklungen führten zu einem Jahresfehlbetrag von rund 84.000 Euro aus dem operativen Geschäftsbetrieb. Dies entsprach den Erwartungen, lag aber umbaubedingt deutlich unter dem Vorjahresergebnis von minus 25.700 Euro.

Aufsichtsratsvorsitzender Heiner Wortmann berichtete über eine Erbschaft, die das Kloster im vergangenen Jahr von dem Rheda Wiedenbrücker Bürger Markus Engel erhalten hat. Durch diesen Sondereffekt verzeichnet das Kloster Wiedenbrück einen außerordentlichen positiven Jahresüberschuss von rund 1.130.000 Euro. Das Geld sei als Vermögensanlage vorgesehen und biete so eine große Chance auf dem Weg zu einem ausgeglichenen Geschäftsergebnis in den kommenden Jahren, so Wortmann. Im Kloster gelte aber nach wie vor »Viele schaffen Vieles«. Engagement mit Kopf, Herz und Hand sowie Spenden und Förderungen bleibe das Lebenselixier des Klosters und der Genossenschaft.

Aus dem Aufsichtsrat scheiden nach 3 Jahren turnusmäßig Mitglieder aus. Das waren in diesem Jahr Markus Hüllmann und Christian Schnieder. Beide stellten sich für eine weitere Periode zur Verfügung und wurden jeweils einstimmig von den Mitgliedern wieder gewählt.

Der Weg in die Zukunft des Klosters wird heute schon sorgfältig vorbereitet, denn nicht nur das Gebäude, sondern auch die Organisation und die verschiedenen Prozesse müssen sich weiterentwickeln. Dies geschieht gemeinsam mit den vielen Menschen, die sich im Kloster engagieren – beispielsweise in Workshops und Arbeitsgruppen. Möglichkeiten zum Mitmachen und Mitbestimmen sind vielfach vorhanden – je nach individuellem Interesse, Fähigkeiten und Zeitbudget. Nach wie vor freut sich die Genossenschaft über neue Mitglieder und Menschen, die im Kloster aktiv sein wollen.

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Kloster Wiedenbrück
Mönchstraße 19
33378 Rheda-Wiedenbrück
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