#Carrara 2026: Die Stadt des Marmors wird zur Hauptstadt der zeitgenössischen #Kunst
#München, 27. April 2026
Carrara im Herzen der Toskana erlebt eine besondere Saison: Die traditionsreiche Marmorstadt wurde zur toskanischen Hauptstadt der zeitgenössischen Kunst ernannt – mit dem Projekt »Carrara: seit 2.000 Jahren zeitgenössisch«. Ein Titel, der die einzigartige Verbindung von jahrtausendealter Handwerkskunst und moderner Kreativität widerspiegelt.
Seit Jahrhunderten kommen Künstler aus aller Welt hierher, um mit dem berühmten weißen #Marmor der Apuanischen Alpen zu arbeiten – jenem Material, das schon Michelangelos Meisterwerke geprägt hat. Heute lebt diese Tradition in Werkstätten, Museen und der Kunstakademie weiter und trifft auf innovative künstlerische Ansätze.
Von Mai bis Dezember verwandeln Ausstellungen, Installationen und Festivals die Stadt in ein offenes Museum. Veranstaltungen wie »White Carrara« und das kreative Festival »C/art« bringen zeitgenössische Kunst direkt in die historischen Straßen.
Als #UNESCO Kreativstadt des Kunsthandwerks bietet Carrara eine besondere Erfahrung: ein Ort, an dem #Natur, #Handwerk und #Kunst seit über 2 Jahrtausenden miteinander verschmelzen.
5 Wege, die man (auch) kulinarisch erleben kann
Von der #Lunigiana bis ins Val d’Orcia erzählt jeder Pilgerweg nicht nur von Landschaften, sondern auch von einzigartigen Aromen – denn #Wandern macht bekanntlich Appetit.
Schon Sigerich hielt auf der Via Francigena die Qualität der Speisen fest – ein Zeichen dafür, dass Genuss seit jeher Teil des Unterwegsseins ist. So beginnt etwa die Via del Volto Santo mit einfachen Spezialitäten wie #Testaroli in der #Lunigiana, während weiter südlich herzhafte #Tordelli die #Küche prägen.
Auf der Via Lauretana Toscana spiegeln #Pici mit #Knoblauch die schlichte, harmonische Küche der Region wider – begleitet vom Vino Nobile di Montepulciano. Entlang der Via Francigena steht der #Pecorino #Toscano für die tiefverwurzelte ländliche Tradition.
Im Raum #Siena, entlang der Via Romea Sanese, wird es süßer: #Panforte, #Ricciarelli und #Cavallucci erzählen von einer reichen Genusskultur, abgerundet durch Vin Santo. Der Cammino di San Jacopo in #Pistoia schließlich steht für feine handwerkliche Traditionen wie die kunstvollen Confetti. So verbindet jeder Weg #Natur, #Kultur und #Geschmack zu einem ganz besonderen Erlebnis.
#Frühling auf dem Teller: Garmugia, die Königin der ersten Ernte
Es gibt Gerichte, die mehr zur Jahreszeit als zu einem Ort gehören – die Garmugia ist eines davon. Diese »edle« #Suppe aus der Gegend von Lucca wird nur im Frühling zubereitet, wenn frische Zutaten wie #Saubohnen, #Erbsen, #Artischocken, #Spargel und #Frühlingszwiebeln verfügbar sind. Ergänzt durch Hackfleisch und Speck entsteht ein kräftiges, traditionell als stärkend geltendes Gericht.
Ihre Besonderheit liegt in der kurzen Verfügbarkeit der Zutaten: Nur für wenige Wochen im Jahr sind all diese Gemüsesorten gleichzeitig frisch erhältlich. Die Garmugia steht damit sinnbildlich für echte Saisonalität – ein bewusster Gegenpol zur ganzjährigen Verfügbarkeit moderner Küche.
Die Ursprünge reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, doch ihre Wiederentdeckung verdankt sie einem #Kochbuch von 1965, in dem sie als aufbauendes Gericht empfohlen wurde. Anders als viele toskanische Suppen hat sie aristokratische Wurzeln, was die Verwendung von #Fleisch erklärt.
Auch der Name ist nicht eindeutig geklärt: Er könnte von »germoglio« (Spross) stammen, vom französischen »gourmet« beeinflusst sein oder sich auf ein altes Wort für eine gefältelte Halskrause beziehen – ein Bild für die fein geschnittenen Zutaten.
Trotz ihrer edlen Herkunft passt die Garmugia gut in eine nachhaltige Küche: Der Gemüsefond lässt sich aus Resten wie Spargelenden oder Hülsen herstellen. Jedes Jahr wird sie in Lucca im Rahmen eines kulinarischen Events gefeiert – als echtes Konzentrat des Frühlings.
Wertecharta: Eine Vision für die Zukunft des Radtourismus
Die wichtigste Neuerung dieser Saison betrifft nicht nur die Wege, sondern vor allem die Art der Gastfreundschaft. In Zusammenarbeit mit touristischen Akteuren hat die Toskana eine »Wertecharta des Radtourismus« entwickelt – ein gemeinsames Leitbild für ein hochwertiges und nachhaltiges Reiseerlebnis. Inspiriert von bestehenden Initiativen (zum Beispiel nachhaltiger und familienfreundlicher #Tourismus) stellt sie die Prinzipien des langsamen Reisens in den Mittelpunkt: #Authentizität, #Begegnung, #Wohlbefinden und #Nachhaltigkeit.
Die Charta basiert auf 7 Grundwerten
- #Authentizität: Respekt für Tradition und Saisonalität
- #Gastfreundschaft: Der Mensch steht im Mittelpunkt
- #Humanismus: Reisen als echte zwischenmenschliche Erfahrung
- #Kompetenz: Qualität, Sicherheit und Fachwissen
- Sinn für Schönheit: Liebe zum Detail und regionale Produkte
- #Langsamkeit: Der Weg ist genauso wichtig wie das Ziel
- #Nachhaltigkeit: Schutz von #Natur und #Biodiversität
Ziel ist es, #Radreisen als bewusstes, entschleunigtes Erlebnis zu fördern – im Einklang mit Landschaft, Kultur und Menschen.
Nachhaltiger Sommer in der Toskana: Slow Travel und versteckte Dörfer
Der Sommer in Toskana steht seit jeher für Kunst, #Landschaft und #Genuss. Doch in den Monaten Juni bis August stellt sich für viele Reisende die Frage: Lässt sich die Region auch ohne Menschenmassen und mit geringerem ökologischen Fußabdruck erleben? Die Antwort ist ja – durch eine bewusstere Art zu reisen.
Immer mehr Menschen setzen auf langsames, nachhaltiges Reisen: weniger bekannte Orte, authentische Erlebnisse und eine engere Verbindung zur Umgebung. Abseits der großen Städte eröffnet sich eine ruhigere Toskana mit charmanten Dörfern, sanften Hügeln und lebendigen lokalen Traditionen – selbst im Hochsommer.
Auch die Wahl der Fortbewegung spielt eine Rolle: #Zug, #Fahrradwege und #Wanderwege ermöglichen es, die Landschaft umweltfreundlich zu entdecken und flexiblere Routen zu gestalten.
Kulinarisch zeigt sich die Region im Sommer von ihrer besten Seite: Weingüter, Bauernhöfe und Märkte bieten saisonale Produkte und direkte Begegnungen mit den Menschen vor Ort.
Dieses Modell trifft den Zeitgeist: bewusster reisen, statt nur mehr zu reisen. Die Toskana positioniert sich so als Reiseziel, das Schönheit und Nachhaltigkeit verbindet – für ein intensiveres, entschleunigtes Urlaubserlebnis.
Gesund trinken in den Thermen der Toskana
Die Nutzung von Thermalwasser reicht bis zu den Etruskern und Römern zurück. Heute verbindet Toskana diese Tradition mit moderner Medizin in zahlreichen Kurorten.
Thermen bieten weit mehr als Baden: Ein zentrales Element ist die Hydropinotherapie, also das gezielte Trinken von Mineralwasser nach bestimmten Regeln. Schon im 19. Jahrhundert sprach man vom »Wasser trinken gehen« – eine elegante Kurform, die Gesundheit und gesellschaftliches Leben verband. Heute erlebt diese natürliche Methode eine neue Bedeutung, unterstützt durch wissenschaftliche Erkenntnisse.
Zu den wichtigsten Orten zählt Chianciano Terme, bekannt für seine verschiedenen Heilquellen wie die »Acqua Santa«. Auch die Montecatini Terme mit ihren historischen Anlagen – etwa dem berühmten Tettuccio – steht für die Verbindung von Gesundheit, Architektur und Tradition.
Weitere bedeutende Thermenorte
- Gambassi Terme entlang der Via Francigena
- Saturnia mit schwefelhaltigem Wasser
- Lunigiana mit naturnahen Kurangeboten
- Casciana Terme, geprägt von mittelalterlicher Tradition
- Equi Terme, eingebettet in eine wilde Naturlandschaft
- San Casciano dei Bagni mit dem eleganten Thermalzentrum Fonteverde
- Venturina Terme in der #Maremma
Allen gemeinsam ist die Idee, Wasser nicht nur zu genießen, sondern gezielt für Gesundheit und Wohlbefinden einzusetzen – eingebettet in Landschaften aus Hügeln, Wäldern und historischen Dörfern.
Aktuelle Ausstellungen und Messen im April in der Toskana
Mehrere bedeutende Ausstellungen machen die Toskana im Jahr 2026 zu einem wichtigen Zentrum für Kunst und Kultur.
Napolitanische Malerei nach Caravaggio
Gezeigt werden rund 40 Werke der Sammlung De Vito. Die Ausstellung beleuchtet die Entwicklung der neapolitanischen Malerei nach dem Einfluss von Michelangelo Merisi da Caravaggio und bietet erstmals einen Einblick außerhalb Neapels.
27. März bis 27. September 2026, Forte dei Marmi – Museo Villa Bertelli
Ottone Rosai – »Poeta innanzi tutto«
Die Schau widmet sich dem Werk von Ottone Rosai und seinem Verhältnis zu #Florenz und der intellektuellen Szene seiner Zeit. Auch Einflüsse auf den Künstler Georg Baselitz werden thematisiert.
7. März bis 4. Oktober 2026, Firenze – Museo Novecento
80 Jahre #Frauenwahlrecht in #Italien
Die Ausstellung erinnert an die Einführung des Frauenwahlrechts in Italien. Werke von Antonella Cinelli basieren auf historischen Fotografien und zeigen zentrale weibliche Persönlichkeiten.
24. März bis 13. Juni 2026, Siena – Fondazione Monte dei Paschi
Georg Baselitz – »Avanti!«
Mehr als 180 Arbeiten des Künstlers Georg Baselitz werden gezeigt, darunter Zeichnungen, Drucke und Skulpturen. Sein charakteristischer Stil – das »Umdrehen« der Figuren – steht im Mittelpunkt.
25. März bis 13. September 2026, Firenze – Museo Novecento
Galeazzo Nardini – »Arte sciopero«
Die Ausstellung behandelt das Werk von Galeazzo Nardini, der mit einem »künstlerischen Streik« gegen Ausbeutung und Zensur protestierte und seine Werke nie verkaufte.
22. März bis 7. Juni 2026, Montecatini Terme – MO. C. A.
Über die Toskana
Die Toskana gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Regionen Italiens. Sie ist ein Inbegriff für Kultur, Genuss und Lebenskunst. Mit weltberühmten Städten wie #Florenz, #Siena und #Pisa, jahrhundertealter Kunst und #Architektur, malerischen Hügellandschaften, kulinarischer Exzellenz sowie einem hochwertigen Weinangebot und Wellnessangebot bietet die Region ein facettenreiches Erlebnis für unterschiedlichste Zielgruppen. Ob Kulturreisende, Naturliebhaber und Genussliebhaber oder Familien, die Toskana begeistert mit Authentizität, Vielfalt und mediterraner Lebensfreude.
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