»Manta Manta – zwoter Teil«: Schnitt für Schnitt zur Freiheit
#Gütersloh, 19. April 2026
Man kann über »Manta Manta – zwoter Teil« vieles sagen. Vor allem aber: Er schneidet. Und zwar nicht zimperlich, nicht gelegentlich, sondern im #Sekundentakt, als hätte jemand Angst, dass ein Bild länger als 2 Atemzüge überlebt. Selbst wenn gesprochen wird, bleibt kein Satz heil. Eine kleine Ansprache zerfällt in ihre atomaren Bestandteile: »Autos SCHNITT sind Freiheit SCHNITT und ich SCHNITT liebe Freiheit SCHNITT übrigens SCHNITT Sie haben SCHNITT eine SCHNITT attraktive Begleitung SCHNITT« …
Man wartet unwillkürlich darauf, dass auch die Wörter irgendwann einzeln eingeblendet werden, vielleicht mit Untertiteln für Fortgeschrittene.
Das hat etwas von #Literatur. Allerdings nicht von der ausschweifenden Sorte, sondern eher von der pädagogisch wertvollen Reduzierung. Wie ein #Buch, in dem auf jeder Seite genau ein Satz steht. Blättern, lesen, blättern, lesen. Konzentration durch #Minimalismus.
Solche Werke gibt es bekanntlich. »Die kleine Raupe Nimmersatt« etwa. Ein Klassiker, der Generationen von Vorschulkindern gelehrt hat, dass man Inhalte auch in mundgerechten Häppchen servieren kann. Der Unterschied: Dort dient es der Verständlichkeit.
Im Film hingegen scheint es eher ein Fitnessprogramm zu sein. Für die Augen. Und vielleicht auch für die Geduld. Wer durchhält, hat am Ende nicht nur die Handlung verfolgt, sondern auch eine neue Wertschätzung für unbewegte Bilder entwickelt.
Man verlässt das #Kino mit einer Erkenntnis: #Freiheit ist schön. Aber ein bisschen weniger Schnitt wäre auch ganz nett gewesen.
#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE





























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