#Brands #Kultur #CheckUrban Priol in der »#PaderHalle« #Paderborn

#Lippstadt, 16. April 2026

#Urban Priol bestritt mit seinem Programm »Im Fluss – täglich quellfrisch« den Auftakt des Kabarettfestivals »Ernst mit Lustig« in der »PaderHalle« Paderborn. Vor ausverkauftem Haus stellte der Kabarettist unter Beweis, woher der Name seines Programms stammt. Denn so wie man es von ihm kennt, wird sein Programm stetig aktuell angepasst. Die Wirklichkeit überholt die erarbeiteten Texte sowieso ständig, so #Priol.

3 Stunden lang inklusive Pause nimmt er sich das politische Weltgeschehen vor, wobei #Bundeskanzler Friedrich Merz einer von denen ist, die in diesem Programm gar nicht gut wegkommen. Urban Priol attestiert ihm ein feines Gespür dafür, wo das nächste Fettnäpfchen zu finden sei. So sei mittlerweile die Entfernung zwischen 2 Fettnäpfchen mit einem »Merz« angegeben.

Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, den Urban Priol als »Der Breitbeinige« bezeichnet, bekommt in diesem Programm gleich mehrfach sein Fett weg . Aber so, wie Priol die verschiedenen Politiker und Politikerinnen durch den Kakao zieht, ist es höchst amüsant, zumal er dabei seine Zielpersonen auch vortrefflich parodiert.

Nur bei Olaf Scholz stößt der Künstler an seine Grenzen. Man müsste schließlich die Pantomime beherrschen, um Olaf Scholz parodieren zu können. Natürlich sorgt auch das für Lacher im Publikum.

Sowieso ziehen sich die positiven Reaktionen des Publikums wie ein Roter Faden durch das Programm. Urban Priol trifft oft mit seinen spitzen Bemerkungen und Beobachtungen den Nerv der Zuschauer.

Es liegt aber auch daran, dass man sich als Zuschauer ertappt fühlt, wenn Priol der Gesellschaft den Spiegel vorhält. Allgemein wird ihm viel zu viel gejammert. Und zwar gejammert, ohne dass die betreffenden Personen daraus Ihre Schlüsse ziehen und reagieren. Denn, so Priol, nur wer aufsteht, kann sich widersetzen.

Urban Priol betreibt in seinem Programm Aufklärung und räumt mit dem einen oder anderen Missverständnis auf. So am Beispiel der Abwanderung der Firmen Ford und Miele, wo er ausführt, dass einiges an Misswirtschaft und Versäumnissen gegenüber der Konkurrenz vorgelegen, ehe es zu der Auslagerung der Produktion ins Ausland kam.

Hier merkt man auch, dass er das Publikum zum Nachdenken anregt, weil es sich nicht belehrt fühlt, sondern informativ unterhalten. Urban Priol ist dabei witzig, er agiert schnell, behält aber immer auch seinen Biss, um punktuell dahinzugehen, wo es dem Zuschauer in der eigenen Weltanschauung vielleicht auch mal wehtut. 

Urban Priol bemüht sich laut eigener Aussage in sein Programm um politische Ausgewogenheit. So bekommen natürlich auch die Parteien rechts und links der selbsternannten Mitte ihr Fett weg.

Nur bei der SPD habe er im Vorfeld »#ChatGPT« bemühen müssen, ihm lustige Anekdoten vorzubereiten, erzählt Priol. Jedoch war auch dies nicht so recht gelungen zu sein, weil die SPD nicht mehr in dem Maße vorhanden ist, wie es noch vor Jahrzehnten der Fall war.

Weitere Zielscheiben des bissigen und treffsicheren Humors sind Ursula von der Leyen und natürlich Donald Trump. Und in Zeiten, wo die Realität wirklich bedrückend ist, tut es gut für die Zeit dieser Veranstaltung einfach auch mal darüber lachen zu können. Und wenn zwischendrin auch Markus Lanz mit investigativem #Journalismus über #Kefir #Preise mal in den Fokus der Kritik und der Parodien gelangt, macht es einfach Spaß. Jens Spahn, Lokalmatador Carsten Linnemann, Giovanni Infantino, Katharina Reiche und und und. Es sind so viele, an denen sich dieser zu Recht als einer der Besten bezeichnete Kabarettist abarbeitet, ohne dabei den roten Faden zu verlieren.

Irgendwie so scheint es haben alle Parteien gleichermaßen Schuld an dem aktuellen Dilemma. Nur die »Grünen« lässt Urban Priol erstaunlicherweise relativ ungeschoren. Sie seien inzwischen aus der Regierungsverantwortung im Bund verschwunden und habe sich deswegen etwas gebessert? Nein, wie Priol findet und weist immer wieder darauf hin, wie ähnlich sich eigentlich Kanzler Merz und sein Vorgänger Olaf Scholz in ihrer Denkweise sind.

Auf der wirklich breiten Palette der Kritik an den Handelnden und ehemals handelnden Personen fehlen Namen wie Ricarda Lang oder Annalena Baerbrock komplett. Und das erstaunt dann schon ein wenig.

Natürlich merkt man daher schnell, woher der Wind weht. Aber es ist sehr angenehm, dass Urban Priol gar nicht erst versucht, dem Publikum eine Meinung aufzudrücken, sondern er den Zuschauern immer Spielraum lässt, Ihre Schlüsse aus seinen Beiträgen zu ziehen.

Und so ergibt sich ein unglaublich kurzweiliger Abend an dessen Ende man sich wundert, dass es tatsächlich 3 Stunden inklusive Pause geworden sind. Und in diesen drei Stunden merkt man Urban Priol die ehrliche Freude an, sich mit den verschiedenen Themen der Weltpolitik kritisch auseinanderzusetzen und sich eben auch die Figuren seiner Kritik anzueignen.

Somit war diese Veranstaltung ein äußerst gelungener Auftakt des Kabarettfestivals »Ernst mit Lustig« in den kommenden Wochen doch mit zahlreichen großartigen Künstlern aufwartet.

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