Cover: R. G. Fischer Verlag, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
Neuerscheinung und Buchvorstellung »Grenzverletzung – das Beben von Berlin«
#München, 15. April 2026
Die #Stadt ruhte noch in ihrer Angst. Sie schlief nicht mehr und war doch nicht wach. Und dennoch war sie umgeben von einem Dunst aus gequältem Gestöhn und unterdrückter Lust, aus feuchten Küssen und dumpfen Schlägen, der ihr als Muster seit Jahren vor Augen stand. Ein zerschlissener Mantel, der sie umhüllte – abgetragen von der Zeit. Wie außerhalb von dieser Welt. Die Stadt hatte schon vieles gesehen. Zerstörung, Zerschlagung und Teilung. Abbruch und Aufbau. Abschied und Ankunft. Schmerz und Trennung. Verzweiflung, manchmal Verrat – niemals aber Mitleid. Sie war geschunden und vergewaltigt worden und hatte sich keuchend in Demut gefügt. Beständig und immer und immer wieder.«
Die Stadt – Berlin. #Ostberlin in den Achtzigern. Robert S., junger Autor, arbeitet als Elektriker in einem Stahlwerk. Eines Morgens findet er einen Zettel in seinem Arbeitskittel. Eine Warnung. Die Angst vor der bevorstehenden #Hausdurchsuchung lässt ihn an nichts anderes mehr denken, sie lähmt ihn, frisst ihn auf. Nach und nach fällt Robert ins Schweigen, bis er am Ende der #Novelle in eine #Psychiatrie eingewiesen wird.
»Das Beben von Berlin« – die Bilder von Heiner Studt und die Novelle »Grenzverletzung« von Karsten Dümmel sind hierbei sich ergänzende Zeugnisse, die den ewigwährenden Wandel, sei er privater, gesellschaftlicher oder auch erdgeschichtlicher Natur, dokumentieren. Ein politisches Erdbeben mit sichtbaren Spuren auf der Erdoberfläche.
Heiner Studt befreundet sich in den neunziger Jahren mit dem Schriftsteller Karsten Dümmel, der in der vorliegenden Novelle »Grenzverletzung« ein den Grafiken komplementäres Bild schafft, einer seelischen Wüstenlandschaft in den Menschen unter einer Diktatur, geprägt durch Verfolgung, Entwürdigung und Zerstörung ihres Lebensraumes.
Ein großes Stück #Literatur, das an Rilkes »Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge« (1910) erinnert. Die Novelle wird ergänzt von Überwachungsprotokollen der politischen #Polizei »#Stasi«.
2 Künstler, im #Osten Deutschlands aufgewachsen und mit dem genauen Blick ihres Erschreckens über die #Wüstengürtel, die eine #Diktatur hinterlässt, schufen dieses authentische #Buch (Utz Rachowski zur Neuausgabe von »Grenzverletzung« (2011) im Jahre 2026).
Karsten Dümmel, »Grenzverletzung«, eine Novelle, Heiner Studt, »Das Beben von Berlin«, Bilder einer Ausstellung 2026, 72 Seiten mit 28 Farbabbildungen, 17,5 mal 24,5 Zentimeter, Klappenbroschur, 28,90 Euro, ISBN 978 3 8301 1988 3, R. G. Fischer Verlag …
#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE





























NOW RSS Feed






Beitrag erstellen
Beitrag kommentieren
Beitrag melden
QR Code generieren
URL kopieren

































